ARCHIV - Die 100 Kilogramm schwere Goldmünze "Big Maple Leaf" steht am 08.12.2010 im Bode-Museum in Berlin. Die wertvolle, 100 Kilogramm schwere Münze war Ende März aus dem Bode-Museum in Berlin entwendet worden. (Foto: dpa / Marcel Mettelsiefen)
Video: Abendschau | 14.11.2017 | Jörn Kersten | Bild: dpa / Marcel Mettelsiefen

Einbruch in Polizeigelände - Beweise in Goldmünzen-Fall sollten wohl vernichtet werden

Das ist nicht ausgedacht: Mitglieder eines arabischen Clans fahren ein Rennen - mit dem Auto, in dem offenbar die gestohlene Goldmünze aus dem Bode-Museum transportiert wurde. Dann brechen Unbekannte in ein Polizeigelände ein und versuchen, in dem beschlagnahmten Auto Spuren zu beseitigen.

Nach dem Diebstahl der 100 Kilo schweren Goldmünze aus dem Bode-Museum im März haben Täter offenbar versucht, Beweismittel zu vernichten. Das hat der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft Martin Steltner bestätigt. Zuvor hatte die "B.Z." darüber berichtet.

Unbekannte waren demnach am 5. Juli in eine Halle des Polizei-Sicherstellungsgeländes an der Belziger Straße in Berlin-Schöneberg eingedrungen. Anschließend entleerten sie einen Feuerlöscher in dem Audi A6. Das Auto war zuvor nach einem illegalen Autorennen sichergestellt worden.

"Der Versuch, die Spuren zu beseitigen, ist fehlgeschlagen", sagte Steltner. Denn die Untersuchung des Fahrzeugs habe ergeben, dass Goldanhaftungen von der im Bode-Museum gestohlenen Münze bestehen. Das legt nahe, dass es sich um den Fluchtwagen der Münz-Diebe handeln könnte.

Razzia und Festnahmen im Juli

Mitte Juli, also nur einem Woche nach dem Vorfall, hatte die Polizei bei einer Razzia im Zusammenhang mit dem Münzdiebstahl mehrere Männer festgenommen. Von ursprünglich vier Verdächtigen sind inzwischen noch zwei in U-Haft.

Die Staatsanwaltschaft hatte damals mitgeteilt, sie gehe von einer organisierten Bandenstruktur aus, die Ermittlungen richteten sich gegen einen arabischstämmigen Clan. Die 100 Kilogramm schwere Münze mit einem reinen Goldwert von 3,7 Millionen Euro war Ende März gestohlen worden - von der Beute fehlt jede Spur.

Dregger fordert entschlossene Reaktion

Burkhard Dregger, innenpolitischer Sprecher der Berliner CDU-Fraktion teilte zu dem Vorfall mit: "Die Skrupellosigkeit, mit der offenbar Angehörige eines arabischen Clans bei dem Einbruch auf das Polizeigelände versucht haben, wichtige Spuren zu verwischen, übertrifft unsere schlimmsten Befürchtungen." Dregger hatte bereits in der vergangenen Woche eine Anfrage zu dem Vorfalls in Innensenator Andreas Geisel (SPD) geschickt, die bislang unbeantwortet geblieben sei.

Dregger forderte von Geisel "ein starkes Signal des Rechtsstaats und eine entschlossene Reaktion auf die immer skrupelloser agierende Organisierte Kriminalität in Berlin." Konkret meint Dregger damit offenbar Razzien bei Clan-Mitgliedern, um den Vorfall aufzuklären.

Mehrere Einbrüche in Sicherstellungsgelände

In der letzten Zeit hat es bereits mehrere Versuche gegeben, beschlagnahmte Autos aufzubrechen oder zu stehlen. Am Dienstag teilte die Polizei mit, erst am Freitag habe es einen Vorfall auf dem Sicherstellungsgelände in Biesdorf gegeben. Demnach habe ein Mann einen tags zuvor beschlagnahmten Wohnwagen aufbrechen wollen. Ein Polizeibeamter habe den 31-Jährigen auf dem Gelände im östlichen Stadtteil Biesdorf erwischt. Der Verdächtige wurde vorläufig festgenommen und später wieder entlassen. Die Ermittlungen laufen.

"Wenn die Polizei nicht mal in den eigenen vier Wänden absichern kann, dass dort eine Sicherheit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber eben auch für beschlagnahmte Sachen besteht, dann wirft das jetzt kein gutes Licht auf die Berliner Polizei, da brauchen wir gar nicht drum herumreden", sagte Benjamin Jendro von der Gewerkschaft der Polizei der rbb-Abendschau. "Man verliert dann als Bürger auch das Vertrauen in die staatlichen Institutionen, wenn die nicht mal auf sich selbst aufpassen können."

Schon im Oktober war bekannt geworden, dass Unbekannte vom Sicherstellungsgelände in der Cecilienstraße in Biesdorf zwei sichergestellte Autos gestohlen haben - ein BMA und einen Audi. Die Polizei beschlagnahmt Fahrzeuge beispielsweise nach Unfällen oder Straftaten, um Spuren zu sichern. Auch Fahrzeuge, bei denen der Verdacht erheblicher technischer Mängel vorliegt, können sichergestellt werden.

Auch bei anderen Berliner Behörden und Polizeidienststellen wurde in diesem Jahr schon eingebrochen. Im Oktober entwendeten Diebe aus der Ausländerbehörde in Tiergarten Stempel und Blankodokumente. Im September stiegen Einbrecher ins Polizeipräsidium am Platz der Luftbrücke in Tempelhof ein und klauten historische Abzeichen. Im April drangen Unbekannte in das Bürgeramt in der Frankfurter Allee ein und erbeuteten fertige Reisepässe, Personalausweise und Führerscheine.

Kommentar

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18 Kommentare

  1. 18.

    Ooch, man muß kein AfD Wähler sein um Rassist zu sein.

    Umgekehrt natürlich auch.
    Lassen sie doch einfach die Verallgemeinerungen und bleiben beim Thema!

  2. 17.

    Vielen Dank. Wenn auch irgendwie peinlich. Das man es wie zu pubertierenden Kindern andauernd wiederholen muss.
    Gegen die Funktionalisierer hilft allerdings nur..."die berechtigten Sorgen des Bürgers" ernst zu nehmen. Auf deren Ursachen /Tatsachen er aber ja nicht kommen soll - damit weiter fiktionalisiert, funktionalisiert, gehetzt werden kann.
    Natürlich besteht die Gefahr einer "Unterwanderung" In einem Land in dem das Beschwerderecht gegen die Polizei, die Strukturen der Selbstkontrolle völlig unzureichend geregelt sind. In dem ich mühelos Geldwäsche betreiben kann - zum Beispiel über Immobilienbesitz, Briefkastenfirmen, Steuerhinterziehung. Im Zweifelsfall erfahren Sie ja nicht, wem Ihre Wohnung wirklich gehört. Wie sollte man einen Eigentümer sozial verpflichten (Grundgesetz) wenn man ihn nicht kennt? Zum Thema Polizei ist dies hilfreich: http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/uploads/tx_commerce/Unabhaengige_Polizei_Beschwerdestellen.pdf

  3. 16.

    Halte ich auch für dringend erforderlich.Täte uns allen gut,anstatt immer nur die eine Sichtweise vor Augen zu haben.

  4. 15.

    Wer in diesem Land lebt und wer nicht, wer ins Gefängnis kommt und wer nicht, bestimmen Gesetze und Gerichte, und nicht die Internetbenutzer nach dem Feierabendbier, oder ein selbsternannter Gelehrter nach einem Blick ins heilige Buch. Wer das nicht verstehen kann oder will, braucht sich auf seine Zivilisation nichts einzubilden, denn an der nimmt er nur zufällig Teil, als Trittbrettfahrer. Man könnte sich ja jetzt freuen dass man den Dieben näher kommt. Statt dessen wird krakeelt man solle ganze Familien abschieben. Noch mal zum mitmeisseln: bestraft wird, wem eine Straftat nachgewiesen wird. Alles andere ist Bananenrepublik. Wer das anders haben will, dem soll man zur Eingewöhnung mal das nächste Parkticket über 30 Euro nicht nur an ihn, sondern gleichlautend auch an seine Kinder, Eltern, Onkel und Tanten zustellen. Und zum Thema der angeblichen "Unterwanderung" der Polizei kann man nur sagen: das ist eine Fieberphantasie rechter Paranoiker & Spinner!

  5. 14.

    Liebe Redaktion, der "arabische Clan" wird ja nun zunehmend zum festen Begriff. Ich finde ihn unscharf.
    Der redlichere Sammelbegriff wäre wohl eher "Mhallami-libanescher-Clan" Schön wäre hierzu einmal eine richtig lange, richtig gute und deshalb auch selbstverständlich richtig teuer recherchierte Dokumentation in Auftrag zu geben. Neben all den thrills, den dieser Zweig des organisierten Verbrechens hergibt, ist es auch die Fluchtgeschichte einer Gruppe von Menschen, die an keinem Ort und in keiner Gesellschaft zwischen Mardin, Libanon und Deutschland in den letzten 100 Jahren wenigstens ihren Kindern etwas anderes als eine...kriminelle Karriere bieten kann. Manchen mag reichen festzustellen das es offenbar so ist. Mir erscheint es wie ein Brennglas dafür, was die Einwanderungspraxis in den letzten 40 Jahren angerichtet hat. Kein gesicherter Aufenthaltsstatus, Arbeitsverbot, keine Zukunft. Deshalb freiwillig ja nicht in die Sozialhilfe gezwungen. "Missbrauch" mal andersrum betrachtet

  6. 13.

    Wie gut, dass die Polizei nicht von Verbrechern unterwandert ist. Ich vertraue unseren Behörden voll und ganz und alles zu.

  7. 12.

    Ich glaube, mir wird gerade schlecht.
    Ich weiß nicht ob man hier sich schämen noch angebracht ist.

    Eine Schande ist dieser Zustand.


  8. 11.

    Warum fühlen Sie sich genötigt, explizit darauf hinzuweisen, dass Sie kein AFD-Wähler sind? Dürfen diese sich nicht zu solchen Angelegenheiten äußern? Oder gerät man, wenn man diese Zustände hier kritisiert, automatisch in den Verdacht, AFD-Wähler zu sein? Eigentlich müsste es doch die Pflicht eines jeden noch einigermaßen normal denkenden Bürger's sein, die Zustände in dieser Stadt wenigstens zu kritisieren. Auch wenn's wahrscheinlich schon zu spät ist!

  9. 10.

    Völlig richtig!
    Eine deutsche Staatsbürgerschaft müsste man denen wieder aberkennen können. Wenn rechtlich schwierig, müssen Gesetze geändert werden!
    (Bin kein AfD-Wähler!!)

  10. 9.

    Das ist mir doch so egal ob ich als Rassist tituliert werde oder nicht.
    Jedenfalls gehören die kriminellen arabischen Clans nicht nur aus Belrin sondern aus ganz Deutschland rausgeworfen, egal wo sie herkommen. In den arabischen Ländern hat es immer noch sehr viel Platz und da können sie dann ihr Unwesen treiben.

  11. 8.

    Unreife Mitglieder eines Araberclans fahren ihre gefährlichen und rücksichtslosen Strassenrennen mitten in der Stadt und nehmen dafür ein heisses Auto, dass vorher zum Transport der Riesen-Goldmünze benutzt wurde. Soweit, so dämlich. Aber wie unglaublich ist es denn, dass dieses Auto augenscheinlich nach polizeilicher Beschlagnahme nicht ausreichend gesichert wurde, bzw. nicht alle Spuren zwischenzeitlich genommen und untersucht wurden? Und woher stammt das Insiderwissen, wie weit reicht der Arm dieser multipel-kriminellen Araberclans? Drängt den Einfluss dieser kriminellen Familienclans zurück, die Libanon-Mafia darf ihre Krakenarme nicht weiter ausstrecken.

  12. 7.

    Hier weiß man nicht ob man lachen oder weinen soll.
    Armes Berlin, armes Deutschland was ist aus dir geworden.

  13. 6.

    Eigentlich ungeheuerlich, der ganz Vorgang!
    Diese kriminellen arabischen Clans, wenn sie nicht inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft leider erworben haben, gehören samt und sonders ausgewiesen und zwar umgehend, gleichgültig woher sie kommen.

  14. 5.

    Da sieht man mal wieder, dass kriminelle Arabische Clans die Stadt fest im Griff haben. Das darf man zwar nicht öffentlich sagen, sonst ist man ja gleich ein Rassist, Nazi usw. Ist klar. Unsere RRG Politclowns kümmern sich lieber um Bio-Trockentoiletten, Genderwahnklos, überflüssige Begegnungszonen usw. Diese Stadt verkommt immer mehr.

  15. 4.

    Wann wird in diesem Milieu endlich aufgeräumt!?
    Es muss doch möglich sein diese arabischen Familien-Clans endlich aus dieser Stadt zu verbannen und irgendwo im arabischen Raum anzusiedeln!
    Unbegreiflich, dass die immer noch ihre kriminellen Machenschaften bei uns unbehelligt verrichten können!

  16. 3.

    Nach dem Museumsdiebstahl beim LKA nun eine neue Räuberpostille. Es gibt tatsächlich immer noch eine Steigerung. Man glaubt es nicht- aber leider ist es traurige Wahrheit. Berlins Polizei hat ein Problem. Und zwar ein ziemlich GROßES.

  17. 2.

    Ohh, das hat sicherlich nichts mit Unterwanderung zu schaffen und auch nicht damit das jemand den Tätern sagte wo das Fahrzeug sichergestellt ist. Der Polizeipräsident hat ja gestern am Abend in der unschlagbaren und seit Jahrzehnten kritischen Abendschau beim Interview wenn er einmal nicht lächelte oder lachte völlig ausgeschlossen das so etwas möglich ist.

  18. 1.

    Leider geht aus dem Bericht nicht hervor,ob die Beweise vorher am Fahrzeug schon sichergestellt wurden.Ich gehe aber davon aus das dem nicht so ist.Die Münze ist längst eingeschmolzen u.der Reibach wurde aufgeteilt.Bedauerlich.

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