Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr kämpfen in Biesdorf gegen den Hausbrand. (Quelle: twitter/Berliner Feuerwehr)
Video: Abendschau | 02.12.2017 | Rainer Unruh | Bild: twitter/Berliner Feuerwehr

Gebäude in Biesdorf vorerst unbewohnbar - Bei Brand in Berliner Hochhaus 22 Menschen verletzt

Mit einem Großeinsatz löscht die Berliner Feuerwehr in Marzahn-Hellersdorf einen Brand in einem zehnstöckigen Hochhaus. Bewohner müssen über Leitern gerettet werden, fast zwei Dutzend Menschen sind verletzt. Die Wohnungen sind vorerst unbewohnbar.

Bei einem Hochhausbrand in Berlin-Biesdorf sind am Samstag 22 Menschen verletzt worden. Das teilte ein Feuerwehr-Sprecher dem rbb mit. 19 von ihnen wurden leicht, drei etwas schwerer verletzt, hieß es. Zur Art der Verletzungen konnte der Sprecher zunächst keine Angaben machen, er ging von Rauchgasvergiftungen aus.

Wohnungen unbewohnbar

Alle rund 50 Bewohner des zehngeschossigen Hauses in der Cecilienstraße mussten nach Feuerwehrangaben ihre Wohnungen verlassen. Diese seien vor allem aufgrund der Rauchentwicklung vorerst unbewohnbar. Der Bezirk stellte eine Turnhalle als Notunterkunft bereit - dort übernachteten die Hausbewohner, zunächst galt diese Lösung nur für eine Nacht.

Die Feuerwehr rettete 20 Personen aus dem Gebäude, davon mehrere über Drehleitern. Die Ursache des Brands ist bislang unklar. Zwischenzeitlich war die Cecilienstraße komplett gesperrt.

Berliner Feuerwehrmänner nach dem Löscheinsatz in Biesdorf. (Quelle: rbb/Matthias Bartsch)
Brand gelöscht - die Berliner Feuerwehr vor dem Haus in Biesdorf | Bild: rbb/Matthias Bartsch

Brandursache noch unklar

Ausgebrochen war der Brand laut Feuerwehr in einer Wohnung im dritten Stock. Ein Zimmer habe voll in Flammen gestanden. Wie Feuerwehrsprecher Frederic Finner dem rbb sagte, wurden die Einsatzkräfte kurz vor 12.00 Uhr alarmiert. "Es gab große Flammen, die aus dem Fenster rausgeschlagen sind und somit auch über die Fassade auf die darüberliegenden Geschosse übergreifen konnten." Sie breiteten sich schnell über das gesamte Treppenhaus bis unter das Dach aus.

Auch der Rauch habe sich in einen großen Teil des Gebäudes ausgebreitet, "so dass wir an den verschiedensten Ecken, in verschiedenen Etagen Personen hatten, die wir zu retten hatten", so Finner. Rund 150 Feuerwehrleute und zeitweise auch ein Hubschrauber waren im Einsatz. Nachdem die Flammen gelöscht waren, bekämpften sie Glutnester im Inneren des Gebäudes. Am Nachmittag kontrollierten sie das Gebäude noch regelmäßig und suchten nach Glutnestern.

Sendung: Abendschau, 02.12.2017, 19:30 Uhr

Mit Informationen von Matthias Bartsch

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17 Kommentare

  1. 17.

    Die Brände entstehen oft wegen der veralteten Elektroinstallationen. Die Notwendigkeit von entsprechendem E-Check wird oft vernachlässigt. Durch die Kombination von veraltete Elektroinstallation und der Fassadendämmung aus Polystyrol entstehen höhere Brandschaden.
    Es bildet sich eine Kettenreaktion bei Ausbreitung von Feuer und Rauch auf Fassadenflächen: typische Problematik und Risiken bei der Fassadendämmung aus Polystyrol.

  2. 16.

    In diesem Haustyp nicht, habe in der Nähe in solch einem Haus gewohnt.
    In meinem jetztigen Wohnhaus ist solch ein Übergang in der 9. Etage vorhanden.

  3. 15.

    Guten Tag,habt ihr keine anderen sorgen,ob Hochhaus oder Nicht,da sind Menschen die haben alles verloren

  4. 13.

    Mein Albtraum. Ich wohne nach meiner perslnlichen Definition im obersten Stockwerk eines Hochhauses. In der 7.Etage. Kein Fluchtweg übers Dach, kein 2. Aufgang, die Stufen sind aus Holz, nur die Treppenpodeste aus Stein und keine Feuerlöscher im Trppenhaus . Baujahr 1965, modernisiert grad jetzt 2017 und die Wärmedämmung ìst hoffentlich schwer entflammbar oder besser gar nicht brennbar.
    Die Mieter in Biesdorf tun mir so leid, das ist Horror pur und ja leider mit dem Löschen des Brandes nicht vorbei.

    Liebe rbb-Redaktion. Falls ein Spendenkonto eingerichtet, bitte schnell veröffentlichen.

  5. 11.

    Vom Gefühl her ist in Marzahn ein Hochhaus erst ab 18 Etagen, aber die offizielle Definition darf gern eine andere sein.
    In den 10/11-Geschossern ist meist in der 9. Etage ein Übergang zum Nebenaufgang mit Feuerabschlusstüren. Das dürfte nach DDR-Recht den zweiten Fluchtweg gesichert haben. Ob es heute noch so genehmigungsfähig wäre, weiß ich nicht.

  6. 10.

    Ich habe vor ca. 2 Monaten das selbe in Friedrichfelde erlebt. Da war es der Keller. Zum Glück gab es nur Leichtverletzte. Ursache Brandstiftung. Ich wünsche allen Betroffenen alles Gute. Ich weiß, wie schlimm diese Situation war. Man hat Todesängste und der Rauch lässt keinen Raum mehr zum Atmen.

  7. 9.

    Martin.
    Hier könnt ihr alle lesen was als Hochhaus gilt.
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hochhausrichtlinie
    Das betroffene ist wohl kein Hochaus, jedenfalls glaube ich nicht das es allen Forderungen entspricht.
    Ich sehe nur die Bilder. Aber hätte es den Sicherheitsstandard eines "Hochhaus" hätte sich der Brand sicher nicht über den Treppenraum in eines der hohen Stockwerke ausgebreitet. Gleiches gilt für den Rauch durch den doch einige Menschen verletzt wurden.

  8. 8.

    Hallo Martin, mit "Raum" ist gemeint "Wohnraum". Sobald nur 1 "Wohnraum" über einer Höhe von 22 Meter liegt, dann ist es ein Hochhaus.

  9. 7.

    Denke alles max. 22 Meter. Je nachdem an welchen Punkt auf ebener Erde anfängt zu messen. Sieht aus als ob es nicht nach den Richtlinien für Hochhäuser errichtet wurde. Ich sehe keinen 2.Rettungsweg/Treppenraum. Das ist ja gerade der Klassiker von Bauweise der bundesweit in Deutschland ein hohes Gefährdungspotiential bietet. Zumindest sollten fristweise gerade die Treppenräume mit rauchdichten Brandabschnitten versehen werden. Gerade in diesem Typ Häuser.

  10. 6.

    Liebe Sabrina, ja es gilt als Hochhaus! Wie schon von der Redaktion richtig kommentiert, muss ein Fußboden von nur einem Raum über 22m von der Geländeoberfläche liegen, da die Feuerwehrdrehleiter auf nur 23m kommt.
    Daher gilt es als Hochhaus, wo dann hoffentlich hier auch, mehr Brandschutzauflagen gelten.

  11. 5.

    Ich bin ja nicht so schnell mit Beileidsgedusel.
    Aber hier tun mir die Leute, die unverschuldet zu Schaden gekommen sind, sehr leid.
    In solchen Situationen ist man in der Regel machtlos.
    Ich hätte auch in so einem Haus eine Wohnung bekommen können. Vielleicht wäre ich dann auch betroffen.

  12. 4.

    Ich weiß nicht, worauf Sie hinaus wollen.

    Soll das eine behördliche Festlegung sein, ab wann in Deutschland ein Haus als Hochhaus gilt?

    Dann wäre tatsächlich jeder gewöhnliche 10/11-Geschosser per Definition ein Hochhaus.

  13. 3.

    Genau. Das ist ein 10-Geschosser. War bestimmt das oberste Flurfenster offen. Gute Besserung für alle.

  14. 2.

    Guten Abend Sabrina,

    Sie sind sich sicher, dass die Fußböden aller Aufenthaltsräume weniger als 22 Meter über der festgelegten Geländoberfläche liegen?
    Viele Grüße aus der Redaktion!

  15. 1.

    Das ist kein Hochhaus.
    Das ist ein stinknormaler 10/11-Geschosser.

    Falls das Foto von diesem Gebäude ist, so bin ich doch sehr verwundert über die Intensität des Brandes und dass sowohl aus dem unteren als auch dem oberen Fenster des Treppenhauses starker Rauch dringt.

    Ich würde da auf Brandstiftung tippen.

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