Ein Polizist steht am 6. November 2017 vor einem Geschäft in der Bundesallee in Berlin-Wilmersdorf, wo ein 21-Jähriger erstochen wurde. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

Tödliche Messerstiche in Berlin-Wilmersdorf - Polizei nimmt 22-jährigen Verdächtigen fest

Nach einem tödlichen Raubüberfall Anfang November hat die Polizei einen von drei Verdächtigen festnehmen können. Der 22-Jährige hatte sich elf Tage nach der Tat gestellt. Gemeinsam sollen die Männer in Wilmersdorf einen 21-Jährigen erstochen haben.

Nach den tödlichen Messerstichen gegen einen 21-Jährigen Anfang November in Berlin-Wilmersdorf ist der Polizei ein erster Fahndungserfolg gelungen. Bereits am 16. November sei ein Mann festgenommen worden, bei dem es sich um einen von insgesamt drei Tatverdächtigen handeln soll, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Überfall galt einem Späti in der Bundesallee

Es handele sich um einen 22-Jährigen, der dringend verdächtig sei, am 5. November an einem Mord in der Bundesallee beteiligt gewesen zu sein. rbb|24 hatte berichtet. Nach Erkenntnissen der zuständigen Mordkommission waren an der Tat noch zwei weitere Männer beteiligt; diese seien zwar identifiziert, würden sich aber weiter auf der Flucht befinden. Der Festgenommene habe sich selbst gestellt.

Sohn eilte Mutter zur Hilfe - und wurde erstochen

Der Fall hatte Anfang November größeres Aufsehen erregt. Die drei Männer sowie zwei junge Frauen wollten damals einen Spätkauf an der Bundesallee überfallen. Für den Sohn der Geschäftsfrau nahm der Raubüberfall ein tödliches Ende.

Als die Betreiberin ihr Geschäft um 22.45 Uhr verließ, wollten die Täter der Frau vor ihrem in der Nähe gelegenen Wohnhaus die Tageseinnahmen rauben. Doch die Frau - so der Polizeibericht - habe laut geschrien und sei ins Wohnhaus gerannt. Durch die Schreie sei ihr 21-jähriger Sohn auf die Tat aufmerksam geworden und habe versuchte, die beiden männlichen Täter zu stellen. Doch der noch flüchtige 20-Jährige habe auf ihn eingestochen und sei dabei von einem weiteren 22-jährigen Begleiter unterstützt worden. Das Opfer erlag noch am Tatort seinen Verletzungen.

Festgenommener steuerte das Fluchtfahrzeug

Der Verdächtige, der Mitte November festgenommen wurde, habe während der Tat mit den beiden Frauen im Fluchtfahrzeug gesessen. Zusammen mit den beiden anderen Männern seien sie dann nach Wedding gefahren. Das Messer sei unterwegs von einer Brücke ins Wasser geworfen worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Gegen die beiden Frauen im Alter von 18 und 19 Jahren werde wegen des Verdachts der Beteiligung an einem versuchten schweren Raub ermittelt. Der Fahrer des Fluchtfahrzeugs sei einen Tag nach seiner Festnahme verhaftet worden. Es bestehe der Verdacht des gemeinschaftlichen Mordes. Nach den beiden Flüchtigen werde weiter gefahndet.

Sendung: Abendschau, 13.12.2017, 19.30 Uhr

Kommentar

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4 Kommentare

  1. 4.

    So eine grausame Tat. Wie kann man wegen den paar Euros so grausam handeln. Ich hoffe die 2 Männer werden gefasst und alle 5 ihre gerechte Strafe bekommen. Aber hier in Deutschland weiß man es nie :(

    Auch der Familie wünsche ich viel Kraft. Besonders der Mutter, die diese Tat sehen musste wie das Leben von ihrem eigenem Fleisch und Blut auf einer unmenschlichen
    Art beendet wurde. Sie wird sich davon nie erholen können...
    Für diese Tat fehlen einem einfach nur die Worte.

  2. 3.

    Ich wünsche der Mutter und den anderen Hinterbliebenen viel Kraft in dieser Zeit.

    Die Brutalität, die Abgebrühtheit und die kriminelle Energie wegen Tageseinnahmen von ein paar hundert Euro machen sprachlos. Ein Leben ausgelöscht für ein paar Euro. Ich hoffe das die Täter schnellstmöglich gefasst und im Rahmen des gesetzlich Möglichen entsprechend verurteilt werden.

    Noch ein Gedanke: Liebe Leute, mischt euch niemals körperlich ein, wenn ihr mehr als 1 Gegner vor euch habt. Ihr werdet verlieren (es sei denn ihr seid darauf trainiert).
    Hat der Gegner ein Messer, lauft weg oder gebt ihm euer Geld oder das Handy. Auch hier gilt: wenn ihr nicht im Messerkampf trainiert seid und euch wehrt, werdet ihr verlieren.
    Ruft die Polizei, die Feuerwehr, macht Fotos, Videos oder erzeugt Aufmerksamkeit. Aber bringt euch nicht in Gefahr.

  3. 1.

    Vorschlag: Möchte rbb24 im ersten Satz, vorletzter Absatz "Tag" durch "Tat" ersetzen?
    Das Ereignis an sich ist schon traurig genug.

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