Das abgerissene Dach eines Busses liegt vor der Bahnbrücke in Berlin-Spandau (Quelle: dpa/Berliner Feuerwehr)
Video: zibb | 05.12.2017 | Rainer Unruh | Bild: Berliner Feuerwehr

Doppeldecker in Berlin-Spandau - Fernbus bleibt an Bahnbrücke hängen - Dach abgerissen

Der Fahrer eines Flixbusses hat sich wohl gründlich verschätzt: Beim Versuch, eine Bahnbrücke in Berlin-Spandau zu passieren, wurde das komplette Dach des Fahrzeugs abgetrennt. Der Doppeldecker ist jetzt ein Cabrio.

Auf das Augenmaß ist nicht immer Verlass: Diese Erfahrung hat am Montagabend gegen 19:30 Uhr der Fahrer des Fernbus-Unternehmens Flixbus in Berlin gemacht. In der Klärwerkstraße im Stadtteil Spandau schätzte er offenbar die Höhe einer Brücke falsch ein - und baute sein Fahrzeug unabsichtlich zum Cabriolet um.

Die Brücke ist für Fahrzeuge mit einer Höhe von mehr als 3,40 Metern gesperrt. Der 59-jährige Fahrer übersah möglicherweise das entsprechende Schild und steuerte den knapp vier Meter hohen Doppeldecker-Bus in die oberirdische Straßenquerung.

Dabei prallte das Oberdeck des Fahrzeuges gegen die Brücke und dadurch riss das Dach vom Bus komplett ab. Dies verkeilte sich zwischen der Fahrbahn und der Brücke, weshalb neben dem Straßenverkehr auch der Bahnverkehr unterbrochen werden musste.

Das neue Flixbus-Cabrio

"Da bleibt des Öfteren jemand stecken"

Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr mussten mit einem Mobilkran das Dach des Busses von der Brücke lösen. Der 59-jährige Fahrer blieb unverletzt. "Zum Glück handelte es sich um eine Leerfahrt", erklärte ein Polizeisprecher. Es war also niemand an Bord.

Bei den Rettungsdiensten ist der Unfallort bereits bekannt: "Da bleibt des Öfteren jemand stecken", sagte der Sprecher. Immer wieder gebe es Einsätze, weil beispielsweise Lastwagen und andere hohe Fahrzeuge an der Brücke aneckten.

Kommentar

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32 Kommentare

  1. 32.

    Mal ehrlich... Wenn man sich über mangelhafte Sprachkenntnisse anderer beschwert, dann sollte man selbst kein Wort vergessen und als Bonus auch Kommata richtig verwenden. Zur Sache: Solange andere Unternehmen Mindestlohn zahlen, ist alles lediglich Wettbewerb. Zahlen sie keinen Mindestlohn, dann sollte man entsprechende Behörden(Zoll) informieren. Das permanente Meckern über Politiker ist zwar in, bringt hier aber nicht viel. Aber es lässt Rückschlüsse zu...auf den Intellekt und die Fähigkeit zum Führen eines Unternehmens.

  2. 31.

    Was kann man von einem Unternehmen erwarten, das nur noch "billig" Fahrer beschäftigt. Ich habe auch Buslinie
    an ein "billig"Unternehmen verloren. Da werden Fahrer eingesetzt die der deutschen Sprache nicht mächtig sind.
    Der Stundenlohn beträgt € 6,00 - € 8,00 und die Landkreis Politiker schauen auf die Seite.

  3. 30.

    "Sind das alles Dumme?"

    Nicht unbedingt. Manche sind vielleicht auch unaufmerksam, leichtsinnig, verantwortungslos. In jedem Falle darf man ihre Fähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeugs, erst recht in der Personenbeförderung, bezweifeln.

    Ihr Mitgefühl für den "armen Fahrer" erinnert mich an Leute, die beklagen, wenn Menschen von einem Zug erfasst werden, nachdem sie um geschlossene Schranken herumgelaufen oder -gefahren sind (was ja auch öfter vorkommt). Da ist dann auch immer die böse Bahn schuld. Die Aufsichtsbehörde. Der liebe Gott. Oder wer weiß wer. Aber nie die Menschen, die sich falsch verhalten und damit sich und andere in Gefahr gebracht haben.

  4. 29.

    Natürlich kann sowas mal passieren. Und natürlich darf sowas nicht passieren. Alles richtig. Aber wie schnell muss man auf dieser doch recht kleinen Strasse sein, um sich das komplette Dach runterzuschieben? Gibt es da schon Erkenntnisse?

  5. 28.

    Wie man unschwer erkennen kann, befindet sich das Schild mit der maximalen Durchfahrtshöhe DIREKT noch mal an der Brücke.. = 3,40 Meter. Höhe des Doppeldeckers - knapp 4 Meter.
    Da braucht's keine Klugscheißerei, sondern ganz einfaches rechnen.
    Wer sich da auf's schätzen verlässt, sollte zu Fuß gehen. Dann paßt man auch unter solch einer Brücke durch

  6. 27.

    Wer die Verkehrsschilder die eine Höhe von 3,4 Metern ausweisen nicht lesen kann .....

    Wobei der Bus 4 Meter hoch ist....

    Führerscheinentzug auf jeden fall

  7. 26.

    Und warum bleiben da ständig welche steckstecken, hauen sich den Aufbau weg?????????
    Kommt ja nicht 1 mal in 10 Jahren vor sind das alles dumme???
    Macht mich nachdenklich

  8. 25.

    Die Schuld kann man dem Fahrer doch nicht wirklich zuweisen , da steht das schon viele dran hängen geblieben sind , Ergo... ganz beschissenen ausgewiesen o.b. ausgeschildert , sonst währen ja nicht schon öfter welche dran hängen geblieben .
    Die Schuld sehe ich eher in der in der Planung , bessere Beschilderung frühzeitige Höhenwarnung.... viele kennen Sie von Mac Donald Duck) ))) .
    Wer fremd ist und unter Zeitdruck steht macht schon mal Fehler....der arme Fahrer

  9. 24.

    Was steht da auf dem roten, runden Schild? 3,40m???? Wer lesen kann ist klar im Vorteil!
    Wen lassen die eigentlich heutzutage alles auf den Bock drauf? Es gibt übrigens Navigationgeräte für LKW und Busse. Da kann man die Abmessungen vom Fahrzeug eingeben und es sind Beschränkungen von Höhe und Gewicht bei Brücken enthalten.

  10. 23.

    Natürlich ist der Busfahrer schuld, dennoch auch "nur" ein Mensch.
    Meines Wissens befindet sich in der Nähe ein Betriebshof zum Leeren des WCs. Möglicherweise schaute er aufs Navi um diesen zu finden, war müde dank langer Fahrzeit und übersah im Dunkeln die Brücke.
    Darf natürlich nicht passieren, besonders als Berufskraftfahrer, traue ich in einem unachtsamen Moment aber so ziemlich jedem Menschen zu. Der Folgeschaden ist nur leider sehr erheblich und glücklicherweise niemand verletzt.

  11. 22.

    Ist mir auch schon passiert. Kann passieren...

  12. 21.

    Soll ja schon Leute geben, die lt. Führerschein 40-Tonner mit Anhänger fahren dürfen, ohne je eine Prüfung dafür gemacht zu haben, wie ich aus eigenen Familienkreisen bestätigen kann......

    LG aus DD

  13. 20.

    Mein lieber Schwan, da kann man auch nur Witze drüber machen weil niemand drin saß...

  14. 19.

    Wie man auf den Fotos unschwer sehen kann steht da ein eindeutiges Schild mit der Durchfahrtshöhe.

    Dieter Nuhr lässt grüßen...

  15. 18.

    Sie gehören nicht zufällig zu jenen Leuten, die mal eben die Hand auf eine Herdplatte legen, und wenn sie sie sich verbrennen, den Hersteller des Herdes verklagen, weil da ja kein Warnhinweis angebracht war, daß die Platte heiß sein könnte? Natürlich groß, in mehreren Sprachen und auch mit Bildchen für Analphabeten?

    Wer unfähig ist, Verkehrsschilder zu entziffern oder zu verstehen, ist zum Führen eines Kraftfahrzeugs nicht geeignet. Schon gar nicht eines Kraftfahrzeugs, mit dem er berufsmäßig Menschen befördert.

    Im vorliegenden Fall hat der Fahrer extrem unverantwortlich gehandelt. Wäre der Bus besetzt gewesen, hätte es ein Gemetzel gegeben.

    Machen Sie also bitte nicht den Täter zum Opfer.

  16. 17.

    Ich denke auch, dass dieser Busfahrer in der Regel keine Doppeldecker gefahren ist.

    Man sieht aber an dem Beispiel sehr schön, dass die Karossen der Busse lediglich dazu da sind, dass es in den Bus nicht reinregnet.
    Gegen einen Aufprall oder auch bei Sturm herabstürzende Äste bieten die keinen Schutz.

  17. 16.

    Cabriolet ist ja ganz ok, aber im Winter nicht so zweckmäßig.

  18. 14.

    Schade, dass man Busfahrer offenbar nicht einem Intelligenztest unterzieht, bevor man sie auf die Menschheit loslässt.

    Da werden Leute beschäftigt, die offenkundig damit überfordert sind, sich zu merken: 1. Wie hoch ist mein Bus? 2. Nicht alle Brücken sind hoch genug, damit ich mit meinem Gefährt hindurchpasse. 3. Wie hoch ist die Durchfahrtshöhe einer Brücke (merke: das steht, vor allem wenn es ungewöhnlich niedrig ist, auf einem Schild; das Schild befindet sich meist am rechten Straßenrand).

    Aber mit solchen etwas eingechränkten Menschen muss sich ja erfahrungsgemäß auch die BVG herumärgern. Wo es außerdem nicht gelingt, allen Fahrern (und Fahrerinnen) beizubringen, was das rote Schild "Gesperrt für DD-Bus" bedeutet und wo in Berlin die wenigen Bahnstrecken liegen, die notorisch niedrige Brücken besitzen.

  19. 13.

    Ach ja, wenn da öfter jemand hängen bleibt - wie im Beitrag gesagt - wäre es natürlich nett, wenn man eine rot-weiß gestreifte Schranke am besten ca. 50m vorher in der Durchfahrthöhe flexibel aufhängen würde.
    Gibt Städte, die machen so was.

  20. 12.

    Genau das fiel mir auch zu der Meldung ein. Daß Leute, die normalerweise PKW fahren, auf Durchfahrthöhe nicht geeicht sind, ist eher klar. Hab schon manchmal Wohnmobile oder Transporter unter Brücken und in Einfahrten zu Parkhäusern festhängen sehen. Wäre mir einmal auch fast passiert. Fahrer von Doppeldeckerbussen sollten das aber eher auf dem Schirm haben. Allerdings werden die Fahrer dort wohl auch so schlecht bezahlt, daß Qualifikation nicht so die Rolle spielen kann. Zum Glück keine Verletzten.

  21. 11.

    Flixbus plant offensichtlich den Einstieg in das Stadtrundfahrtgeschäft, scheut aber die Kosten für die Abtrennung des Daches.

  22. 10.

    Diese Klugsch... bei Unfällen welcher Art auch immer regt mich stets enorm auf. Ohne Kenntnis des genauen Sachverhaltes werden immer wieder nicht belegbare Kommentare abgegeben - da fällt mir ein schönes Zitat von Dieter Nuhr ein .... Wenn es hier schon einige vergleichbare Unfälle gegeben hat, sollte die Verwaltung endlich mal auf die Idee kommen, ein eindeutiges unübersehbares Hinweisschild im Sinne der Verkehrssicherheit zu installieren !

  23. 9.

    Ich vemute nach solchen Unfällen eher, dass die Busfahrer einfach vergessen haben, dass sie gerade einen Doppeldecker fahren anstatt vielleicht sonst meist einen niedrigeren Bus. Es wäre interessant zu wissen, wie oft bzw. selten solche Unfälle Fahrern passieren, die ständig Doppeldeckerbusse fahren.

  24. 8.

    zum Glück war es eine Leerfahrt. Vielleicht sollte das Tiefbauamt Spandau mal überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, oben an der Brücke ein zusätzliches Schild (3,40m) anzubringen.

  25. 7.

    Ach kommt das ist doch nur die neue Wintermode für die Busse

  26. 6.

    Nicht auszudenken, was für Folgen es gehabt hätte, wenn der Bus oben besetzt gewesen wäre....

  27. 5.

    Ja, LESEN ist hier 'Schätzen' und 'Augenmaß' überlegen.
    Warum die Berichterstattung suggeriert, das Durchfahren von Brücken erfordere Augenmaß und Einschätzungsvermögen finde ich irreführend und lässt den Fahrer fast als Opfer dastehen. Dabei dürfte es sich fahrlässig um Unachtsamkeit und mangelnde Vorsicht handeln für die der Fahrer zu Rechenschaft zu ziehen ist.

  28. 4.

    Man dankt und wünscht frohes Schaffen. Zur näheren Beschreibung: Die Straße verbindet in Höhe des Klärwerks die Charlottenburger Chausse und die Straße Freiheit. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stra%C3%9Fen_und_Pl%C3%A4tze_in_Berlin-Spandau

  29. 3.

    Verschätzt?
    Niemand ist gezwungen seine Fahrzeughöhe zu schätzen, die steht im Fahrzeugschein. Die maximale Durchfahrtshöhe hat man praktischerweise an die Brücke rangeschrieben. Sogar auf dem Bild ist gut zu erkennen, dass die Durchfahrtshöhe nur 3,4 m beträgt.

    Es ist nur zu bemerken, dass viele Fahrer die in die Beschilderung eingerechnete Sicherheit (30-50 cm) grundsätzlich ausnutzen und die Schilder immer ignorieren.

  30. 1.

    Würde es viel Mühe bereiten, das Geheimnis um den genauen Unfallort zu lüften? Klärwerkstraße?

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