Silvesterparty auf der Festmeile vorm Brandenburger Tor 2016 (Quelle: imago/STPP)
Bild: imago/STPP

Silvesterparty am Brandenburger Tor - Erstmals Schutzzone für Frauen auf der Festmeile

Für Besucherinnen der großen Silvesterparty am Brandenburger Tor wird in diesem Jahr zum ersten Mal eine spezielle Schutzzone eingerichtet. Dorthin sollen sich Frauen wenden können, falls sie auf der Partymeile belästigt oder bedroht werden sollten.

Bei Deutschlands größter Silvesterparty am Brandenburger Tor wird es in diesem Jahr erstmals eine spezielle Schutzzone für Frauen geben. Wie die Berliner Polizei mitteilte, soll diese sogenannte "Women's Safety Area" als Anlaufstelle für Besucherinnen der Partymeile dienen, wenn sie sich belästigt oder anderweitig bedroht fühlen.

Die Schutzzone wurde nach Veranstalterangaben auf Vorschlag der Polizei eingerichtet, um das Sicherheitsgefühl der Gäste zu erhöhen. "Die Polizei berichtete uns von den positiven Erfahrungen der Kollegen aus München. Dort gab es beim vergangenen Oktoberfest solch einen Schutzraum, der von weiblichen Besuchern gut angenommen wurde", erklärte Anja Marx, Sprecherin für den Veranstalter der Berliner Silvester-Partymeile, auf Nachfrage von rbb|24. 

Schutzzelt am Platz des 18. März

Die Frauen-Schutzzone werde sich im Zelt des Berliner Landesverband des Deutschen Roten Kreuz (DRK) am südlichen Ende der Ebertstraße in unmittelbarer Nähe vom Platz des 18. März befinden. "Dort stehen drei bis vier DRK-Helfer bereit, die besonders geschult sind und sich um Frauen kümmern können, die sich belästigt oder bedroht fühlen", so Marx. Sie begrüße die Zusammenarbeit mit dem DRK, auch aus dem Wissen heraus, dass die Hemmschwelle vieler Frauen höher sei, sich mit Belästigungserfahrungen an die Polizei zu wenden.  

Zwar habe man laut Marx auf ähnlichen Großveranstaltungen am Brandenburger Tor noch keine größeren Probleme mit Antänzern oder Angrapschern gehabt - vor allem im Vergleich zu den damaligen Ereignisse der Silvesternacht auf 2016 in Köln -, trotzdem gab es in Berlin im vergangenen Jahr mehrere Anzeigen wegen sexueller Belästigung auch auf der Silvesterfeier am Brandenburger Tor. Demnach wurden mehrere Frauen von Männergruppen auf der Festmeile körperlich bedrängt.    

Rund 500 Ordner sollen für Sicherheit sorgen

Neben DRK und Polizei sind rund 500 Ordner in der Silvesternacht für die Sicherheit auf der Festmeile verantwortlich. Die Polizei warnt neben möglichen Sexualdelikten aber vor allem vor Taschendieben. Sie empfiehlt daher Wertgegenstände nie unbeaufsichtigt oder gleich zu Hause zu lassen und wenig Bargeld mitzuführen. Auch sollten Besucher aggressive Personen oder Gruppen meiden. Im Falle von Belästigungen sollten Betroffene sofort auf sich aufmerksam machen: "Weisen Sie unmissverständlich darauf hin, dass Sie bestimmte Dinge, wie zu dichtes Herankommen oder Anfassen, nicht wünschen", so die Polizei.  

Die Silvester-Partymeile am Brandenburger Tor, für die bereits jetzt umliegende Straßen weiträumig gesperrt sind, öffnet am Sonntag ab 14 Uhr. Dann werden wieder Hunderttausende Menschen zur Silvesterfeier erwartet, auf der Musikacts wie Rednex, Whigfield, Oli P., Münchener Freiheit und die Spider Murphy Gang auftreten werden. Um Mitternacht folgt dann ein großes Feuerwerk mitsamt Lasershow.

Kommentar

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29 Kommentare

  1. 29.

    Die MdB`s haben nicht die Diäten erhöht sondern sie haben über das Anpassungsverfahren gemäß § 11 Absatz 4 des Abgeordnetengesetzes abgestimmt. Bitte vorher informieren!!!

  2. 27.

    einfach nur traurig das man Frauenzonen einrichten muss, und die Politik die immer noch keine Koalition gebildet hat erhöht sich einfach mal die Diäten und schaut zu.

  3. 26.

    Es gilt die Ursache zu bekämpfen und nicht das Symptom. Schlimm, dass sich so viele schon an diese Zustände gewöhnt haben.

  4. 25.

    Am besten gleich einen Platz schaffen, mit Gehegen, Genderkontrollpunkt für jedes Gender, für jede Neigung, jedes Vorstrafenregister und für jede Gesinnung, mit Tickets gegen Ausweis. So würde es keine Übergriffe mehr geben, und keine Anzeigen.
    Aber vielleicht doch diesen Public-WAHN abschaffen, dann würde es keine Probleme geben und keine Kosten, viele Beamte könnten dann bei ihren Familien zu Hause feiern und müssten nicht für Ordnung sorgen.

  5. 24.

    Da es in Köln in der Silvesternacht 2015/16 hauptsächlich Migranten aus dem Maghreb waren, habe ich inzwischen von denen so die Schnauze voll.
    Ich denke, daß dies auch mit den Frauenrechten im Islam zu tun hat.

  6. 23.

    Von mir aus kann diese ganze öffentliche Silvesterfeierei sowieso abgeschafft werden. Als ob es am Jahreswechsel noch was zu Feiern gäbe. Die Natur um uns rum geht zugrunde. alles wird zugebaut, Kinder haben die schlimmste Zukunft seit Menschengedenken vor sich, Arten sterben aus und und und usw. Aber wir machen uns Gedanken um Schutzzonen an Silvester. Hört auf mit diesem Quatsch, dann braucht auch keiner eine Schutzzone. Die Schutzzonen die wirklich nötig wären liegen ganz woanders.

  7. 22.

    "Oft bin ich nach 21.00 Uhr die einzige Frau in der BVG. " Das kann ich völlig bestätigen, wobei ich abends auch kaum noch BVG fahre und dann denke, die BVG muss ja außerhalb der Rush hour immense Umsatzeinbußen haben.

  8. 21.

    Es ist einfach traurig, das es im Jahr 2017/2018 in Deutschland wieder nötig ist, Frauenschutzzonen einzurichten, was ist bloß aus unserem Land geworden.

  9. 20.

    erst die Armlänge von Frau Reeker in Köln, dann das Armband mit der Aufschrift "Respekt" .. und jetzt diese Schutzzone ... wouh ....
    aber eigentlich ist es doch so, das Männer immer die Täter sind es diese "Männer" das schon seit Jahrzehnten machen und Frauen in Deutschland schon immer Angst hatten vor "Männern"

    also wo ist das Problem?

  10. 19.

    Eine schöne Idee, die doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Das Peoblem ist schon weiter als die Polizei, denn Frauen gehen abends/nachts nur noch viel seltener aus dem Haus als vor Köln und all den anderen Ereignissen. Oft bin ich nach 21.00 Uhr die einzige Frau in der BVG. Die gesellschaftliche Entwicklung macht mir Angst. Ich wünsche mir

  11. 18.

    Eine Schutzzohne für Frauen auf der Sylvesterfeier ist sehr hilfreich und zu begrüßen!

  12. 17.

    Was mache ich, wenn ich als Mann belästigt oder bedroht werde? Oder als Angehörige/r/s des mittlerweile offiziell anerkannten dritten Geschlechts? Oder irgendeines, von dessen Existenz die meisten Menschen noch nichts ahnen?

  13. 16.

    Was ich meinte war, dass Frauen immer den Schutz von Männern brauchten und brauchen werden, da Männer den Frauen meistens körperlich überlegen sind. Die Sicherheit wird garantiert durch ein Heer von Männer, sei es in der Polizei, der Justiz oder in der US Armee bis hoch zum US Präsidenten (ja der). Weibliche Polizisten zb hätten ohne Dienstwaffe oft das Nachsehen. Gesellschaften sind aus diesem System des Schutzes der Famile und des Schutzes des schwächeren Geschlechtes erwachsen. Dieses System des Schutzes versagt natürlich, wenn man Männer ins Land lässt bzw nicht entfernt, die sich nicht diesem System der allgemeinen Sicherheit verpflichtet fühlen und die Frauen als Beuteobjekt betrachten. Ironischerweise sind es mehrheitlich Frauen, die sich Ideen wie "Bleiberecht für alle" "Abschiebestopp" "Anspruchseinbürgerung" etc. auf die Fahnen geschrieben haben. Naja mir solls egal sein. Ich bin ja keine Frau.

  14. 15.

    Eine Frauenschutzzone, wow Deutschland hat es aber weit gebracht. Wir sollten uns noch weiter öffnen.....

  15. 14.

    Die öffentliche Sicherheit für Frauen war hier in den 90er Jahren hoch und z. B. in der Zeit viel, viel besser als z. B. in London. London hat aber mit viel Sicherheitstechnik ganz gut aufgeholt. Umfangreiche Vodeotechnik hätte bezüglich Köln 2015 viel geholfen, da bisher kaum einer der Sexualtäter verurteilt werden konnte, bei 24 vollzogenen oder nur an der Strumpfhose gescheiterten Vergewaltigungen. Außerdem haben wohl viele dt. Männer nicht "verstanden", was dort passiert ist, weil sie das verharmlosen (wollen).

  16. 13.

    bitte schließen sie die kommantarspalte. es entsteht sonst der eindruck, dass die schon länger hier lebenden keine probleme mit frauenschutzzonen auf öffentlichen plätzen bei öffentlichen veranstaltungen haben. und welche steigerung erwartet uns nächstes jahr ? frauensilvester und männersilvester ? oder verstößt die frage wieder gegen die netiquette ? dann streichen sie halt die letzten fragen !

  17. 12.

    Die Auswüchse von Köln, bei der die öffentliche Sicherheit bis in die Morgenstunden nicht mehr existierte, 1200 (!!!) Opfer, waren hier einmalig. Auch dank der Polizeipräsenz in Köln 2016. Wegen Köln 2015 musste hier ein neues Strafgesetz gegen aus einer Gruppe heraus begangene Sexualdelikte in der Öffentlichkeit eingeführt werden. Das können Sie mit dem Oktoberfest kein bisschen kleiner reden. Lesen Sie lieber mal zu taharrush gamea nach.

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