Angeklagte im Kriminalgericht Moabit am 04.11.2014 im Prozess um Mord in einem Reinickendorfer Wettbüro (Quelle: dpa/Matthias Balk)
Bild: dpa/Matthias Balk

Mord in Berliner Wettbüro - Richter aus Berliner Rockerprozess wurden Akten geklaut

Einem Richter aus dem Berliner Rockerprozess ist offenbar ein Koffer mit Akten gestohlen worden. Nach Informationen von "Bild" und "B.Z." lagen die Papiere des Beisitzers in seinem Auto. Bei der "Bild" heißt es dazu: "Möglicherweise handelte es sich um einen gezielten Angriff auf den Richter."

Eine Gerichtssprecherin sagte am Donnerstag, es werde jetzt gegen Unbekannt ermittelt. "Das Verfahren geht aber weiter."

Prozess läuft seit 2014

Der bislang größte Rocker-Prozess der Hauptstadt dauert inzwischen mehr als drei Jahre. Mit elf Angeklagten startete die Verhandlung am 4. November 2014, inzwischen sitzen noch zehn Rocker, die den Hells Angels zugerechnet werden, auf der Anklagebank. Der 33-jährige Kadir P. gilt als Boss. Er soll den Anschlag vom Januar 2014 angeordnet haben.

Damals sollen laut Anklage vermummte Männer in ein Wettspiel-Café im Stadtteil Reinickendorf gestürmt sein. Der Mann an der Spitze soll im Hinterzimmer einen 26-Jährigen ohne Vorwarnung erschossen haben. Der Anschlag vor laufenden Überwachungskameras dauerte 25 Sekunden. Ermittler sprachen später von einer Hinrichtung aus Rache.

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2 Kommentare

  1. 1.

    "Richter aus Berliner Rockerprozess wurden Akten geklaut"

    Und?

    Üblicherweise schleppt man als Richter keine Akten im Original durch die Gegend.

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