Eine Bewohnerin steht vor Briefkästen (dpa / Markus Scholz)
Bild: dpa

Verdächtige Geräusche aus dem Briefkasten - Vibrierender Vibrator ängstigt Oranienburger Mieter

Die Angst vor Paketbomben hat in Oranienburg für einen skurrilen Einsatz gesorgt. Weil aus einem Briefkasten ein verdächtiges Brummen kam, riefen Mieter die Polizei. Einige von ihnen trauten sich bis die Beamten kamen nicht aus dem Haus.

Ein vibrierender Briefkasten hat die Bewohner eines  Mehrfamilienhauses im brandenburgischen Oranienburg in Angst und Schrecken versetzt. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, trauten sich einige der Mieter wegen des Vorfalls am Dienstagnachmittag zeitweise nicht mehr aus dem Haus.

Offenbar sensibilisiert wegen der Warnungen vor verdächtigen Sendungen im Zusammenhang mit dem DHL-Erpresser alarmierten sie die Polizei. Die Beamten entdeckten durch den Briefschlitz den Grund für die Aufregung: einen vibrierenden und klingelnden Vibrator. Das Sexspielzeug hatte sich offenbar beim Transport oder beim Einwerfen in den Briefkasten eingeschaltet.

Der Inhaber des Briefkastens war nicht zu Hause. Die Polizei entschied daraufhin, Entwarnung an die Hausbewohner zu geben und den Vibrator im Briefkasten einfach weiterlaufen zu lassen, da die Batterie ohnehin zur Neige ging.

Verdächtige Pakete auch in Wittstock und Gransee

Die Erpressung des Paketdiensts DHL hat in den vergangenen Tagen auch an anderen Orten für erhöhte Aufmerksamkeit bei Paket-Empfängern gesorgt. In Wittstock an der Dosse meldete sich ebenfalls am Dienstag ein 32-Jähriger bei der Polizei und gab an, ein Paket ohne Absender erhalten zu haben. "Im Paket befand sich ein Luftgewehr, das der Mann jedoch nicht bestellt hatte", teilte die Polizei mit. Die Beamten beschlagnahmten die Waffe und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ein.

Am Montag hatte ein verdächtiges Paket bei der Bußgeldstelle in Gransee für Aufregung gesorgt. Eine Mitarbeiterin wollte es nicht öffnen, ein Absender stand aber darauf. Dieser teilte der herbeigerufenen Polizei schließlich telefonisch mit, dass die Sendung "eine Danksagung für die Mitarbeiterin" sei. Sie enthielt unter anderem einen Christstollen und eine Flasche Wein.

Erpresser fordert Millionenbetrag von DHL

Sprengstoffexperten der Bundespolizei hatten am Freitag ein Paket unschädlich gemacht, das in einer Apotheke mitten in der Potsdamer Innenstadt abgegeben worden war. Die Ermittler gehen davon aus, dass hinter der Paketbombe eine Erpressung in Millionenhöhe gegen den Paketdienst DHL steckt. Die Ermittler warnten die Bevölkerung am Sonntag vor weiteren möglicherweise gefährlichen Sendungen.

Sendung: Brandenburg aktuell, 06.12.2017, 19:30 Uhr

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