Rettungswagen des DRK bei einem Noteinsatz in Berlin (Quelle: imago/Peters)
Bild: imago stock&people/Peters

Angriffe auf Rettungskräfte - Sanitäter in Berlin-Weißensee mit Messer bedroht

Die Attacken auf Rettungskräfte in Berlin hören nicht auf: In Weißensee wurden Sanitäter in der Nacht zum Sonntag von einer betrunkenen Frau mit einem Messer bedroht. Zur Unterstützung herangezogene Polizisten wurden mit einem Glas beworfen.  

In Berlin sind erneut Sanitäter und Polizisten im Rettungseinsatz attackiert worden. Eine 21-Jährige habe in der Nacht zu Sonntag in Weißensee zwei Rettungskräfte mit einem Küchenmesser bedroht, teilte die Polizei mit.

Die Sanitäter waren wegen einer betrunkenen 13-Jährigen gerufen worden. In der Wohnung befanden sich noch eine 19-Jährige und ihre 21-jährige Schwester.

Nach Zeugenaussagen soll die ebenfalls alkoholisierte 21-Jährige die Rettungsmaßnahmen zunächst verbal gestört und dann mit einem Messer herumgefuchtelt haben. Herbeigerufene Polizisten wurden am Einsatzort mit einem Glas beworfen. Die 13-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht, die 21-Jährige vorläufig festgenommen.

Freitagnacht: Sanitäter mit Böllern beworfen

Erst in der Nacht zu Samstag hatte ein Mann in Kreuzberg zwei Sanitäter mit Böllern beworfen und bespuckt. Zudem versuchte der Betrunkene, auf einen Defibrilator zu urinieren. Er konnte von den Sanitätern fixiert und der Polizei übergeben werden.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) zeigte sich fassungslos über den Vorgang. Erst zum Jahreswechsel waren in der Hauptstadt Einsatzkräfte angegriffen worden.

Die Gewerkschaft der Polizei, die Feuerwehr-Gewerkschaft und die Bundesärztekammer forderten ein Ende der Angriffe auf Rettungskräfte.

Sendung: Abendschau, 07.01.2018, 19.30 Uhr

Kommentar

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6 Kommentare

  1. 6.

    Das wundert mich nicht. Ich habe eine Zeit lang Polizeimledungen gelesen und bekomme immernoch das ein oder andere mit. Was man nicht alles tun kann um nach Erkennungsdienstlicher Behandlung entlassen zu werden. Wenn man sowas nicht konsequent bestraft passiert es halt. Muss man sich nicht wundern. Anscheinend finden es die Entscheider noch nicht schlimm genug (für sich selbst). Solange man in seiner sicheren Villa haust und per Luxuswagen Chauffiert wird ist sowas natürlich egal. Die umrühmliche Rolle der (allerdings auch maßlos überlasteten) Justiz erstmals außen vor. Unter Garantie wurde auch hier keine Strafe ausgesprochen. Ein Armutszeugnis für den ach so tollen Rechtsstaat von dem viele gerne reden und - warum auch immer - stolz darauf sind

  2. 5.

    Ich bin vor 20 Jahren auch mit dem Notarztwagen gefahren. Gerade bei Menschen unter Alkoholeinfluss oder psychiatrischen Patienten kam es, wie dann auch im Krankenhaus, sehr oft zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, durch Personen- und Situationsverkennungen .... ich finde dies keine neue Erscheinung. Das Helfer oder Polizisten nur so zum Spaß und ohne Drogen oder Erkrankungen angegriffen werden, ist bedenklich und stellt eine Verrohung für mich da.

  3. 4.

    "forderten ein Ende der Angriffe auf Rettungskräfte"

    Mit Verlaub, dass dürfte die Betrunkenen in den beiden Fällen kein bisschen interessieren was die Interessensvertreter da fordern.

  4. 2.

    wie lange soll dies noch so weitergehen???
    Muss demnächst jeder Rettungseinsatz von der Polizei begleitet werden ???
    Hier muß endlich mal hart durchgegriffen werden:

  5. 1.

    Bis einer von den Idioten getötet wird dann ist das Geschrei groß.

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