Ein Raser rammte bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei diesen unbeteiligten Smart. Der Fahrer wurde verletzt. (Quelle: TV News Kontor)
Audio: RadioBerlin 88,8 | 14.01.2018 | Bild: TV News Kontor

Ein Verletzter, vier Autos beschädigt - Unfall-Fahrer flüchtet nach Verfolgungsjagd mit Polizei

Es ist die dritte Verfolgungsjagd durch Berlin innerhalb einer Woche: Ein Verletzter und vier beschädigte Autos sind die Bilanz des Crashs in Kreuzberg in der Nacht auf Sonntag. Der Unfallverursacher ist auf der Flucht.

In Berlin-Kreuzberg ist in der Nacht zum Sonntag erneut ein Mensch bei einer Verfolgungsjagd verletzt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, nahmen Beamte am späten Samstagabend an der Kreuzung Oranienstraße Ecke Alte Jakobstraße die Verfolgung eines verdächtigen Autofahrers in einem Renault auf, der durch seinen aggressiven Fahrstil aufgefallen war.

Ein Verletzter, viele Blechschäden

Daraufhin überfuhr der Fahrer des Renaults mit hoher Geschwindigkeit mehrere rote Ampeln. An der Kreuzung Möckernstraße Ecke Tempelhofer Ufer stieß das verfolgte Auto dann gegen einen fahrenden Smart. Durch die Wucht des Aufpralls soll der Renault gegen einen geparkten VW und einen ebenfalls auf dem Tempelhofer Damm fahrenden Jaguar gestoßen sein.

Der Fahrer des Smarts wurde verletzt und in eine Klinik gebracht. Der Smart und der Renault haben einen Totalschaden. Die drei Männer aus dem Tatfahrzeug flüchteten zu Fuß. Sie konnten bislang nicht gefasst werden.

In diesem Renault flüchteten die Raser vor der Polizei. (Quelle: TV News Kontor)In diesem Renault flüchteten die Raser vor der Polizei.

Dritter Fall binnen weniger Tage

Erst in der Nacht zum Samstag waren bei einer Verfolgungsjagd durch Berlin-Charlottenburg zwei Polizisten und ein Autofahrer verletzt worden. Der Fahrer war mit seinem Peugeot mit einem Einsatzwagen zusammengestoßen. 

Zuvor hatte es bereits am Mittwochabend eine Verfolgungsjagd in Kreuzberg gegeben. Ein Mann wollte sich nicht von der Berliner Polizei kontrollieren lassen. Auf seiner Flucht verletzte er einen Beamten schwer und wurde nach einer Verfolgungsjagd festgenommen.

Kommentar

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7 Kommentare

  1. 7.

    Körperverletzung? Werden solche Taten denn nicht als versuchte Tötungsdelikte verfolgt?

  2. 6.

    Ich hoffe, dass das hier benutzte Tatwerkzeug der Marke Renault versichert war und man über den Halter an die 3 Flüchtigen herankommt. Und dann reden wir mal wieder über versuchten Mord. Vielen Dank an die Polizei, die den aggressiven Fahrstil zum Anlass einer Verfolgung genommen hat - die Grenze zwischen (auch schon grenzwertiger) innerstädtisch ausgelebter "Freude am Auto-Fahren" und rücksichtsloser Aggressivität verschwimmt nämlich immer mehr.

  3. 5.

    Dass die Polizei die Täter hat entkommen lassen finde ich ehrlich gesagt ein kleines bisschen unbefriedigend. Fehlt nur noch, dass die Unfallwagen und damit die Beweismittel auf mysteriöse Weise aus dem Polizeiparkplatz gestohlen werden. Alles natürlich auf mysteriöse Weise.

  4. 4.

    Ich habe den unfall vom 13.01.2018 live aus einem taxi beobachtet ...und gott sei dank das wir gerade rot bekamen sonst wären der taxifahrer,mein hund und ich es gewesen statt des smartes...es war wirklich sehr heftig und brauchten auch erstmal einen moment.ich wünsche dem smart fahrer eine schnellstmögliche genesung

  5. 3.

    Wir diskutieren zuviel. Wer sind diese Täter (Verbrecher)? Solange das Kind nicht beim Namen genannt wird, bessert sich nichts, im Gegenteil, von Sozialgeld lebende Jugendliche sehen hier Vorbilder. Es kostet ja nichts.

  6. 2.

    Weiterhin gute Besserung allen Verletzten. Danke an alle Polizeibeamten, die einen "aggressiven Fahrstil" nicht mehr durchgehen lassen - leider ist der hier längst alltäglich. Bitte die Kontrollen weiter verstärken. Gerne auch mit fest installierten und mobilen Blitzern; mit diesen lassen sich Vergehen meist ohne Verfolgungsjagden belegen.

  7. 1.

    Autofahrer, die dermaßen rücksichtslos fahren, das war in allen 3 Fällen gefährliche Körperverletzung, sind eine Gefahr für die Allgemeinheit und haben eindeutig nicht die Eignung ein Fahrzeug zu führen. Da reicht die Beschlagnahmung, der Führerscheinentzug und eine Bewährungsstrafe m.E. nicht aus, egal ob Ersttäter oder nicht. Ich hoffe für die Geschädigten, dass diese Typen versichert sind. Gute Besserung für alle Geschädigten.
    Man kann nur froh sein, wenn man selbst doch solche Flegel nicht in Gefahr gerät und sooo unwahrscheinlich ist das leider nicht.

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