SYMBOLBILD - Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht bei einem Einsatz in Berlin. (Quelle: imago/Ralph Peters)
Bild: imago/Ralph Peters

Fahrer prallt gegen Einsatzfahrzeug - Verkehrssünder und zwei Polizisten bei Verfolgungsfahrt verletzt

Der zweite Fall innerhalb weniger Tage in Berlin: Ein Verkehrssünder versucht der Polizei zu entkommen und verletzt dabei Beamte. Die Verfolgungsjagd in der Nacht zu Samstag führte von Reinickendorf bis nach Charlottenburg.

Bei der Verfolgung eines Verkehrssünders sind in Berlin-Charlottenburg zwei Polizisten und der Autofahrer verletzt worden. Der Fahrer war mit seinem Peugeot in der Nacht zu Samstag mit einem Einsatzwagen zusammengestoßen. In der Hauptstadt ist es der zweite derartige Fall binnen einer Woche.

Der 33-jährige Autofahrer hatte zuvor im Stadtteil Borsigwalde eine rote Ampel ignoriert, erklärte ein Polizeisprecher am Samstag. Zivilbeamte wollten ihn stoppen - doch der Fahrer raste davon. Mit hoher Geschwindigkeit fuhr er über die Stadtautobahn nach Charlottenburg. An der Ausfahrt Kaiserdamm verließ der 33-Jährige die Autobahn und fuhr bei seiner Flucht teilweise auch über Gehwege.

Autofahrer prallt am Ende gegen Einsatzfahrzeug

Laut Darstellung der Polizei gelang es den Zivilpolizisten, den Peugeot-Fahrer in der Neuen Kantstraßezu überholen. Der habe gewendet und sei entgegen der Fahrbahnrichtung erneut davongerast. Ein weiterer Einsatzwagen wich ihm aus und prallte gegen einen geparkten Wagen.

Der 33-Jährige kam dann beim Versuch, an der Kreuzung Sophie-Charlotten-Straße/Knobelsdorffstraße abzubiegen ins Schleudern, krachte gegen einen weiteren Polizeiwagen und blieb schließlich stehen. Die beiden Insassen des gerammten Einsatzfahrzeugs wurden leicht verletzt. Auch der Peugeot-Fahrer wurde leicht verletzt und zur ambulanten Behandlung in eine Klinik gebracht. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Straßenverkehrsgefährdung und Unfallflucht ermittelt.

Am Mittwochabend war ein anderer Berliner Polizist bei der Kontrolle eines Autofahrers verletzt worden, dieser hatte ebenfalls Verkehrsregeln missachtet. Der Zivilfahnder hatte die Fahrertür geöffnet, dann setzte der Fahrer plötzlich mit dem Wagen zurück. Der Polizist wurde dabei zu Boden gerissen und schwer verletzt.

Die Kreuzung Sophie-Charlotten-Straße / Knobelsdorffstraße

Sendung: Abendschau, 13.01.2018, 19.30 Uhr

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Antwort auf [Rolf] vom 13.01.2018 um 21:29
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12 Kommentare

  1. 12.

    Sorry, wenn Ihnen damals im Herbst niemand geantwortet hat. Ihre Nachfragen sind alle berechtigt, wir werden das in einer der nächsten Morgensitzungen besprechen und dem nachgehen. Herzliche Grüße

  2. 11.

    Bereits im vergangenen Herbst und auch aktuell hatten Sie ueber die Klage zur seit 15 Jahren angemahnten Einrichtung eines zweiten Fluchtwegs an einer Weddinger Schule berichtet:
    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2018/01/fehlender-fluchtweg-schuelerin-verklagt-schule-berlin-wedding.html
    Wie auch andere Leser hatte ich im Herbst ebenso wie aktuell um Informationen gebeten, aufgrund welcher persoenlichen, strukturellen und/oder finanziellen Probleme diese (und womoeglich andere) Masznahmen durch das offenbar zustaendige BA Mitte fuenfzehn Jahre lang verschleppt wurde. Ich halte solche Hintergrundinformationen fuer immens wichtig; auch, weil ich hier einen prinzipiellen Grund fuer den teilweise schlechten Zustand oeffentlicher Einrichtungen und der damit einhergehenden Politikverdrossenheit vermute. Und ganz konkret, weil es zu spaet waere, wenn die Frage 'Warum?' auf handgemalten Schildern zwischen Blumen und Stofftieren an einem Ungluecksort stuende.

  3. 9.

    Schoen, dass 'rbb24' in Fragen der Wortfindung in den direkten und angeregten Kundendialog geht.
    Schade, dass 'rbb24' auf Bitten von Kunden zur tiefergehenden Informationen zu grundlegenden Sachverhalten (z.B. Brandschutz an Schulen) gar nicht reagiert.

  4. 7.

    Da bedarf es keines Vorschlages. Das Wort heisst Verbrecher...

  5. 5.

    Der Begriff "Verkehrssünder" verharmlost die kriminellen Taten eines Autofahrers im Straßenverkehr.

  6. 4.

    Genau...der war betrunken und deshalb nicht schuldfähig bzw. bekommt milderne Umstände. Das ist das sowas wie ein Freibrief zum kriminell sein. Wer alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss Straftaten begeht, sollte m.E. nach noch härter bestraft werden

  7. 3.

    "fuhr bei seiner Flucht teilweise auch über Gehwege." Fußgängerfurten in Kreuzungsbereichen können baulich so gestaltet werden, dass diese Fußgänger-Bereiche nicht zugeparkt werden und ein Befahren des Gehwegs erschwert wird. Wenn Fußgänger als Verkehrsteilnehmer gestärkt werden sollen, dann ist das eine sinnvolle Maßnahme als Teil des noch in Planung befindlichen Mobilitätsgesetzes.
    UND VIELEN DANK UND GUTE BESSERUNG den Polizisten!

  8. 2.

    Das ick nich lache....solche Forderungen in Berlin. Da musste erstmal kieken ob der Fahrer nich irgendein Problemchen hat, wat sein Handeln eventuell noch entschuldigt.

  9. 1.

    Entweder wurde darueber frueher seltener berichtet oder ich habe es seltener mitbekommen - oder aber sowas entwickelt sich zum Sport. Vllt, weil manche Leute Playstation und Wirklichkeit nicht mehr auseinander halten koennen?
    - In jedem Fall erwarte ich von der Berliner Justiz eine sauber konstruierte Anklage, die sich rumspricht und den Taetern nicht den Hauch einer Hoffnung laesst, mit einem blauen Auge davonzukommen. Als juristischer Laie fiele mir z.B. bei schneller Fahrt ueber den Gehweg bzw auf einen Einsatzwagen zu versuchte schwere Koerperverletzung oder gar versuchte Toetung ein.
    Wenn es gelingt, in Hamburg jemanden wg Flaschenwurfs auf einen behelmten Polizisten 3,5 Jahre einzubuchten, sollte die Gefaehrdung zahlreicher Polizisten und Buerger durch ein KFZ zu lebenslangem Fahrverbot sowie einer ebenfalls mehrjaehrigen Haftstrafe fuehren. Aber wahrscheinlich laeuft es wieder auf zwei Monatsloehne und ein halbes Jahr Knast auf Bewaehrung raus. Pappe hatte er ja eh nicht.

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