Polizisten an dem weißen Fluchtwagen, der mit geöffneten Türen auf der Kreuzung steht. (Quelle: tvnewskontor)
Bild: tvnewskontor

Verfolgungsjagd in Berlin - Flüchtender Autofahrer verletzt einen Polizisten schwer

Ein Mann will nicht von der Berliner Polizei kontrolliert werden. Auf seiner Flucht verletzt er einen Beamten und kann erst nach einer Verfolgungsjagd festgenommen werden.

Ein Polizist ist nach einer Verkehrskontrolle in Berlin-Kreuzberg schwer verletzt worden.

Dem Zivilfahnder und seinem Kollegen fiel am Mittwochabend ein Autofahrer auf, der sich nicht an die Verkehrsregeln hielt, wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte. Sie folgten dem Mann, der kurz darauf auf einem Supermarktparkplatz hielt und ausstieg. Als der Beamte ihn zur Rede stellen wollte, stieg er wieder ein und startete den Motor. Der Polizist konnte noch die Fahrertür öffnen, wurde jedoch erfasst, als der Fahrer den Wagen zurücksetzte. Er wurde dabei zu Boden gerissen und verletzt - stieg aber trotzdem wieder zu seinem Kollegen ins Auto.

Die Polizisten lieferten sich anschließend eine Verfolgungsjagd mit dem Mann über mehrere rote Ampeln. An einer Kreuzung musste der Fliehende mit seinem Wagen kurz stehenbleiben, querende Autos blockierten den Weg. Hier gelang es den Polizisten, ihr Auto vor den Fluchtwagen zu fahren und diesen zu blockieren. Zusammen mit herbeigerufenen Kollegen konnten die Beamten den 41 Jahre alten Autofahrer in Tempelhof festnehmen.

Fluchtgrund unklar

Nach einer Blutprobe und einer Identitätsfeststellung wurde der mutmaßliche Täter entlassen. Ihn erwarten unter anderem Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung und Straßenverkehrsgefährdung. Ob der Mann Alkohol im Blut hatte, war am Morgen noch unklar. Auch Angaben zu einem möglichen Motiv konnte die Polizei zunächst nicht machen. Der verletzte Polizist wurde erst nach der Festnahme in ein Krankenhaus gebracht, dort verblieb er stationär.

Sendung: Inforadio, 11.01.2107, 08:45 Uhr

Kommentar

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11 Kommentare

  1. 11.

    Ja sieht man doch wo es hin führt mir klar dass es auch Sache der Justiz ist. Die Justiz ist genauso überlastet. Und obendrein gibt es da einige krasse Fehlentwicklungen abseits der Gesetze. Also das System Justiz an sich ist reforbedüftig. Und ja ich weiß dass es viel zu wenig Polizei gibt. Und eigentlich ist ja primär das OA für parkvergehen zuständig. Aber gegenüber diesem haben Leute noch weniger Respekt als vor der Polizei. Ohne entsprechend harte Strafe wird es immer weiter Bergab gehen. Es ist nun mal so. Da müssen eben Rahmenbedingungen geschaffen und massiv eingestellt und ausgebildet werden. Wenn man die Menschen einfach machen lässt kommt das dabei raus was sich Menschheit schimpft...

  2. 10.

    Wenn die Polizei schon so tut als ob sie sich für die Verkehrsordnung einsetzt, könnte die ja mal die Busspur in Schöneberg freihalten...

  3. 9.

    Ihr Vertrauen i.unsere Polizei scheint ja nicht sehr groß zu sein.Unser Rechtsstaat schreibt es nun mal so vor: wenn jemand einer Straftat überführt wird,wie hier geschehen u.gemeldet ist,sprich einen festen Wohnsitz hat,darf dieser nach Überprüfung des Sachverhaltes wieder nachhause.Nur wenn nachgewiesenermaßen Fluchtgefahr besteht muß dieser festgesetzt werden.Das entscheidet aber d.Staatsanwaltschaft u.nicht d.Polizei alleine.Auch wenns Ihnen nicht gefällt.Im übrigen haben wir hier i.d.Stadt einen Polizeimangel.Somit kann diese nicht an zwei,drei Orten gleichzeitig sein.

  4. 8.

    Amüsant ja,weltfremd nein.Ohne Zweifel benehmen sich viele Fahrradfahrerinnen/Fahrer verkehrswidrig.Nur scheinen Sie selten o.gar nicht mit dem Zweirad i.dieser Autostadt unterwegs zu sein,dann wüßten Sie auch was es bedeutet,sich durch den Straßendschungel zu bewegen.Radwege versperrt,vermüllt,kaputt.Autos Parken i.d.zweiten Reihe u.u.u.
    Mittlerweile ist es echt schick f.Autonutzer selbst bei rot noch schnell ü.d.Kreuzung zu Fahren.Wer ist hier wohl d.Stärkere?

  5. 6.

    Nicht an die Verkehrsregeln gehalten....na da haben die Polizisten aber viel zu tun. Sie tun leider oft nichts dagegen. Die gesamte Berliner Polizei könnte ununterbrochen Verstöße feststellen, wenn sie nur wollte/könnte. Die Menschen in dieser Stadt in diesem Land auf dieser Welt sind ja so rücksichtsvoll und nachsichtig....Und wenn man so jemanden gleich wieder auf freien Fuß setzt gibt es folgendes Signal nach außen: ihr könnt machen was ihr wollt, ihr werdet nicht eingesperrt. Kein Wunder dass es den Bach runter geht. Danke Menschheit

  6. 2.

    Wieso bringe ich meiner Tochter eigentlich bei, dass sie bei grün über die Strasse gehen kann, wenn ich hier jeden zweiten Tag von Typen lese, die bei ihren Rennen oder auf der Flucht über rote Ampeln rasen? Und wieso kommen die dabei fast immer mit lachhaften Geldstrafen und zwei Punkten durch?

  7. 1.

    Gute Besserung dem Polizisten! Ich beobachte in Kreuzberg täglich Rotlichtverstöße durch Autofahrer an Fußgängerampeln; z.B. am Oranienplatz, Oranien- Ecke Adalbertstraße, am Kottbusser Tor, am Heinrichplatz, ... Gerne mehr kontrollieren oder besser Blitzer installieren zwecks Verkehrssicherheit für die Fußgänger.

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