Symbolbild: Gefällte Bäume in Berlin (Quelle: dpa/Zinken)
dpa/Zinken
Audio: Inforadio | 14.12.2018 | Ute Schuhmacher | Bild: dpa/Zinken

Radwegsanierung - An der Heerstraße werden 61 Bäume gefällt

An der Berliner Heerstraße ist der größte Teil der Straßenbäume gefällt worden, denn dort wird der Rad- und Gehweg saniert. Insgesamt werden zwischen Frey- und Stößenseebrücke 61 Bäume abgeholzt. Fällungen in solchem Ausmaß seien eine Ausnahme, sagte der Sprecher der Senatsverkehrsverwaltung am Mittwoch. Normalerweise würden bei Radwegsanierungen nur einzelne, besonders ungünstig stehende Bäume gefällt.

An der Heerstraße sei aber die Standsicherheit der Bäume stark beeinträchtigt, wenn der Radweg auf 1,60 Meter Breite gebracht werde. Deshalb müssten die Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Zum Ausgleich sollen in Spandau 92 neue Bäume gepflanzt werden. An der Heerstraße selbst ist allerdings kein Platz dafür.

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10 Kommentare

  1. 10.

    Ich bin auch mehr als entsetzt und es tut mir in der Seele weh, die abgeholzten Bäume zu sehen. Schnell noch das Wort Standsicherheit erwähnen und schon sollen alle beruhigt werden. Der Senat macht sich lächerlich, leider auf Kosten der Bäume.
    Und die Begründung für die Erweiterung des Radweges ist echt Schmarrn. Gerade stadteinwärts stehen - äh standen - die Bäume in der gleichen Flucht wie die Strassenlaternen und die Pfosten für die Verkehrsregelung. Kommen die nun auch weg zum Wohl des Radweges? Wohl kaum! Ausserdem betrifft es einen Bereich der Heerstrasse, bei dem es kaum Fussgänger gibt. Hier hätte es auch eine andere Regelung, wie z.B. gemeinsame Nutzung von Fussgängern und Radfahrer, gegeben ---- vorausgesetzt natürlich, man hätte nach einer gesucht. Bleibt mal abzuwarten, ob die Restbaumstümpfe so stehen bleiben; das wäre dann die Krönung von allem.
    Ich bin sooooo wütend über diese Aktion!!!!!

  2. 8.

    Und das, obwohl die Grünen mit im Senat sitzen.
    Das war doch immer eine Kernaufgabe der Grünen.
    Aber:Was interessiert mein Geschwätz von gestern.
    Vor der Wahl ist nicht nach der Wahl.

  3. 7.

    Hauptsache die Verantwortlichen in der Senatsverkehrsverwaltung sind nicht morsch damit Sie nicht bei der nächsten Wahl gefällt werden müssen. Selbst bei der Berliner S-BAHN wird zunehmend die Axt angelegt und Sträucher und Bäume gefällt. Dann fährt die Bahn bestimmt pünktlicher.?? Und der Lärm der Züge wird dann auch weniger abgeschirmt, die Anwohner sind wohl keine Wähler.???

  4. 6.

    Hallo! So schlimm ist das doch nicht: Irgendwo werden schließlich irgendwelche 92 Bäume gepflanzt. Die sicher auch im Nullkommanix die Größe der gefällten erreicht haben und einen genauso guten Beitrag zum Stadtklima leisten werden.

    Das ist konsequente Klima- und Umweltpolitik! Und dem Radfahren gehört sowieso die Zukunft. In einer überalternden Gesellschaft. Mit immer mehr "extremen" Wettersituationen. Und wo ließe es sich schöner radeln als kilometerweit entlang der von Kfz ja kaum befahrenen Heerstraße? (Im Sommer dann künftig kaum mehr durch Bäume vor der Sonne geschützt.)

  5. 5.

    Entlang der S-Bahntrasse der S25 Richtung Hennigsdorf werden aktuell ab Schönholz mehrere Stationen lang kilometerweit Bäume gerodet. Ist das auch eine "Ausnahme"?

  6. 4.

    Einfach alles absägen, was im Wege steht. Fragt den keiner nach Naturschutz ?

  7. 3.

    Unmöglich
    Warum solll Berlin auch grün bleiben?!!!!

  8. 2.

    Was hat Berlin doch gleich noch mal für eine Regierung, rot/rot/was???

  9. 1.

    Klar! Die Heerstraße ist einfach zu klein, um auf eine Fahrbahn zugunsten des Radverkehrs zu verzichten. Parkplätze sind natürlich auch wichtiger als Bäume. Radwege sind jedenfalls besser als der ursprüngliche Zweck der Straße: "Heerstraße, seit dem Mittelalter Bezeichnung für eine breite Überland-Verbindungsstraße, die auch von Heeren benutzt wurde und oft über Ländergrenzen hinweg verliefen.
    Die Heerstraße wurde 1903-1911 gebaut, um für die Berliner Garnison eine direkte Verbindung zwischen Berlin und dem westlich gelegenen Truppenübungsplatz in Döberitz, der 1897 angelegt worden war, unter Umgehung Spandaus herzustellen. Angeblich soll der gerade Verlauf daher rühren, daß Kaiser Wilhelm II. bei der Planung der Straße den Ausgangspunkt in Berlin und das Ziel in Döberitz auf einer Landkarte mit dem Lineal verbunden hat." https://berlin.kauperts.de/Strassen/Heerstrasse-13591-13593-13595-14052-14055-Berlin#Geschichte

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