Regionalzüge des Herstellers Bombardier, die auch in Berlin und Brandenburg verkehren. (Quelle: imago/Raimund Müller)
Bild: imago/Raimund Müller

Nach Beschwerde über Kinderlärm - 21-Jähriger im Regio nach Berlin krankenhausreif geprügelt

Weil er sich über lärmende Kinder beschwerte, ist ein 21-Jähriger am vergangenen Samstag im Regionalexpress zwischen Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) und Berlin krankenhausreif geprügelt worden. Wie die Bundespolizei am Montag mitteilte, fühlte sich der junge Mann durch die Lautstärke einer Familie mit zwei Kindern gestört und bat um Ruhe.

Frau hielt das Opfer fest, ihr Mann trat zu

Nach einer zunächst verbalen Auseinandersetzung schlug der Vater der Kinder, ein 35-Jähriger, mit Fäusten auf den Fahrgast ein. Seine 39-jährige Lebensgefährtin hielt das Opfer derweil fest. Später riss sie den 21-Jährigen zu Boden, während ihr Mann weiter auf das Opfer eintrat. Mitreisende Fahrgäste trennten das Pärchen von ihrem Opfer und verständigten die Bundespolizei.

Der angegriffene Mann erlitt mehrere Frakturen und wurde ambulant in einem Krankenhaus versorgt. Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher
Körperverletzung ein.

Kommentar

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22 Kommentare

  1. 22.

    War auch eher spaßig gemeint, mein Kommentar. :)

    Auch wenn der Artikel und der dort geschilderte Vorfall alles andere als spaßig sind... :-/

  2. 21.

    Das würde ich selbst nicht ertragen (ist beides nun gar nicht meine Musikrichtung), aber es sollte ja auch nicht dazu animieren, sich selbst auf dasselbe rücksichtslose Niveua herabzulassen, worunter auch wieer etliche Unbeteiligte leiden würden ;-)

  3. 20.

    In Ihrem geschilderten Fall würde ich dann als Gegenmaßnahme einfach empfehlen, übers Smartphone laute Heavy Metal-Musik oder - noch besser - Helene Fischer-Songs laufen zu lassen. ;-)

  4. 19.

    Was aus den armen Kindern mal wird, das scheint bei solchen Spezis schon vorprogramiert zu sein.

  5. 18.

    Leider behandelt unsere Justiz solche Fälle als Lapalie,was allgemein fehlt in unserer Gesellschaft ist Respekt vor anderen,hier sollte aber null Toleranz gelten, Kinder werden so, wie es ihnen vorgelebt wird,hier geht es vor allem um die Erziehung der Eltern,die sie nicht haben!

  6. 17.

    Genau das ist es, Lothar! Wie "CD" hier in #13 bereits schrieb, gibt es inzwischen eine nicht unerhebliche Anzahl an Eltern, die schon bei kleinster Kritik an ihrem Wundernachwuchs komplett austicken. Da reichen schon Hinweise auf minimalste Selbstverständlichkeiten aus.
    Da immer mehr Eltern dem antiautoritären Erziehungsstil frönen, wird es auch immer schlimmer. Diese Eltern begreifen nicht, dass Erziehung immer Autorität bedingt. Gewalt in der Erziehung ist glücklicherweise tabu, aber den Kindern ein Minimum an Anstand und Rücksichtnahme beizubringen ist ja wohl nicht zu viel verlangt. Kein Wunder, wenn solche Kinder dann spätestens im Berufsleben so richtig hart in der Realität aufschlagen und dann die Welt nicht mehr verstehen.

  7. 16.

    Wieso nennt man nicht hier das Kind beim Namen? „Asoziales Gesockse“ und nichts weiter. Ohne Verstand und viel schlimmer noch, ihren Kindern ein dermaßen schlechtes Vorbild. Mehr glaube ich brauche wohl nicht anzufügen.

  8. 15.

    Die Eltern knallhart zu verknacken hätte sicher einen sehr wünschenswerten erzieherischen Effekt, der bei der deutschen Kuscheljustiz aber ausgeschlossen sein dürfte.

  9. 14.

    Hoffentlich werden die LeserInnen über den weiteren Verlauf dieser Angelegenheit hier weiter informiert.

  10. 13.

    Leider begreifen manche Eltern nicht, dass sie einen Erziehungsauftrag haben. Kinder wollen sich bewegen und sind nicht immer leider, das ist normal. Nicht normal ist es, wenn Eltern sich nicht die Spur darum kümmern, was ihr Nachwucht treibt, und jede berechtigte und ruhig/freundlich vorgebrachte Beschwerde gleich zum Anlass nehmen, unreflektiert auszuflipen. Das erlebt man leider immer wieder! Auch schon erlebt: Ich hatte extra einen Platz im RUHE-Abteil eines Zugs gebucht. Da saß eine Mutter mit Grundschulkind drin, die sich damit beschäftigten, stundenlang ein laut klackerndes Spiel zu spielen und dabei auch noch Kinderhörbücher über ein Smartphone mit Mini-Lautsprecher laufen hatten. Sowas ist schlichtweg unverschämt.

  11. 12.

    Gewalttätige Leute erziehen zwei Kinder?

  12. 11.

    wer so brutal auf Menschen einschlägt muss einfach ins Gefängnis vor allem noch vor ihren Kindern was sind das bloß für Menschen

  13. 10.

    Oh wie sich in mir grollend der Haß aufsteigt!
    Diesen Tätern gehört eine saftige Geldstrafe auferlegt! Anwälte werden zum Schweigen gebracht.
    Dazu bräuchte es ein neues Gesetz.

    Sollte die Geldstrafe innerhalb eines (kurzen) Zeitraumes nicht gezahlt werden können, kommen die Kinder ins Heim. Das ist mir einerlei! Die Eltern haben es so und nicht anders verdient.

    Sorry, liebe Mitleser.
    Aber bei diesen gesellschaftlichen Aborten werd´ ich wirklich sauer!


  14. 9.

    Ohne dass ich das geschrieben habe: Bei mir, also in meinem Falle, saßen die Eltern auch dabei. Als ich kurz vor dem Aufstehen war, war es dem Kind aber genug. Ansonsten hätte ich die Eltern freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen, dass es ihr Erziehungsauftrag ist, dem Kind beizubringen, im Zug keinen bewussten und nichtsnutzigen Lärm zu machen.

    Die Kinderfeindlichkeit liegt doch nicht darin, den Kindern so etwas zu sagen oder den Eltern so etwas zu sagen, sie liegt darin, den Kindern diesen Lernerfolg vorzuenthalten. Wie sollten sie von selber darauf kommen?

  15. 8.

    Haha die Situation kommt mir bekannt vor,nur dass bei mir noch der Vater in aller Seelenruhe daneben gesessen hat. Da hab ich mich das Gleiche gefragt. Nach einer nachdrücklich formulierten Beschwerde war dann aber auch Ruhe.

    Zu der Tat an sich braucht man ja nicht viel schreiben. Die bekloppten Eltern sind echte Vorbilder für ihre Kinder...

  16. 7.

    Das eine folgt aus dem anderen.
    Ich halte mich da eher an das Grund Gebende, als an das, was letztlich am Ende stand.
    Gäbe es keinen Grund für Aufregung, gäbe es auch keinen, der völlig unverhältnismäßig austickt.

    Soweit es sich um jemanden gehandelt hat, der sowieso nur einen Anlass für sein körperliches Austicken gesucht hat, sind dafür eher Psychologen und Psychiater zuständig, als dass wir hierüber eine Diskussion führen könnten.

  17. 6.

    Auch wenn wir hier nicht wissen wie der Mann um Ruhe gebeten hat,wie der Schlagabtausch stattgefunden hat,so ist dies einfach so nicht hinnehmbar.Kindern kann man wohl zur Ordnung gemahnen,sowas gehört schlichtweg zur allgemeinen Erziehung. Ausgerechnet Sie lassen den Übergriff völlig außer acht und schreiben nur oberflächliches daher.Schade,hätte mehr erwartet von Ihnen.

  18. 5.

    Ja Wladimir diese Frage ist mehr als berechtigt und kann aus meiner subjektiven Wahrnehmung nur mit JA beantwortet werden!!!

  19. 4.

    Gibt es nur noch "Bekloppte" auf dieser Welt???

  20. 3.

    Nun müssen ja Kinder nicht gezüchtigt mit den Händen auf den Schoß sitzen, wodurch Generationen von Menschen drangsaliert wurden. Und ein gewisser Geräuschpegel muss eben in jedem Zug in Kauf genommen werden. Dennoch frage ich mich, ob da nicht etwas schiefgelaufen ist, wenn ein Kind in der Sitzgruppe hinter mir gerade den Metalldeckel des Mini-Müllbehälters entdeckt hat und diesen im 5-Sekunden-Takt 50 x hintereinander hörbar zuschlägt.

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