ARCHIV - Familie und Freunde von Burak Bektas zum Gedenken an den Verstorbenen. (Quelle: dpa/Scheunert)
Bild: dpa/Scheunert

Vor sechs Jahren in Berlin getötet - Familie und Freunde gedenken Burak Bektas zum Geburtstag

Aus Anlass seines Geburtstages haben Familienangehörige, Freunde und Unterstützer am Mittwochabend des vor knapp sechs Jahren ermordeten Burak Bektas gedacht. Dazu aufgerufen hatte die "Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas". Die Veranstaltung fand demnach am Gedenkort in der Rudower Straße, Ecke Möwenweg in Berlin-Neukölln statt. Bektas wäre 28 Jahre alt geworden. "Wir fordern weiter Aufklärung", hieß es zuvor in einer Mitteilung der Initiative. Bislang ist der Mord an dem damals 22-Jährigen nicht aufgeklärt.

Burak Bektas war am 5. April 2012 gestorben. Ein Unbekannter hatte in der Nacht plötzlich auf offener Straße im Süden Neuköllns mehrere Schüsse auf eine Gruppe junger Männer abgegeben, die sich unterhielten. Burak Bektas starb an den Verletzungen, zwei weitere Männer wurden lebensgefährlich verletzt.

Kritik an den Ermittlungen

Die Aufklärungs-Initiative kritisierte bereits mehrfach die Ermittlungen. Zuletzt hatte sie im vergangenen Frühjahr gefordert, die Ermittlungen müssten insbesondere in Richtung eines rassistischen Tatmotivs neu aufgerollt werden.

Die Berliner Staatsanwaltschaft wies die Vorwürfe damals zurück. Der Sprecher, Martin Steltner, verwies auf eine sehr schwierige Ausangslage, da der Täter wort- und spurlos verschwunden sei und die Personenbeschreibungen sehr schlecht gewesen seien. Ermittler seien jedoch allen Spuren nachgegangen und hätten detailliert gearbeitet, betonte er.

Im vergangenen April - fünf Jahre nach dem Mord an Bektas - wurde der Grundstein für einen Gedenkort in der Nähe des Tatorts enthüllt. Der Gedenkort soll in diesem Jahr eröffnet werden.

Sendung: radioBerlin 88.8, 14.02.2018, 19:05 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Ist es ein Kriegsheld? Ein Dichter? Ein Musiker? Ein Schauspieler? Ein angesehender Politiker?

    Bekomme ich nach meinen Tod auch ein Denkmal, falls nicht lassen wir den Vorwurf von Rassismus im Raum stehen?!

  2. 1.

    14. Februar // 17 Uhr // Gedenkort für Burak (Rudower Straße / Möwenweg) gegenüber vom Klinikum Neukölln (Bus 171) http://burak.blogsport.de/2018/02/05/gedenken-zu-buraks-geburtstag/

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