Ein toter Wolf liegt auf einem Waldboden (Symbolbbild) (Quelle: Polizei Koblenz)
Bild: Polizei Koblenz

Südbrandenburg - Tote Wölfin wurde überfahren - nicht erschossen

Nach dem Tod einer zweijährigen Wölfin in Südbrandenburg gibt es jetzt neue Erkenntnisse zur Todesursache. Das Landesamt für Umwelt teilte dem rbb mit, das Tier sei an den Folgen eines Schädelbasisbruchs gestorben, der wiederum von einen Verkehrsunfall herrühre.

Die junge Wölfin sei vermutlich nicht sofort tot gewesen und habe sich vom Unfallort entfernt. Das Landesumweltamt zitiert damit aus dem Obduktionsbericht des Leibniz-Instituts. Dort war der Kadaver untersucht worden.

Bisher war nur bekannt, dass das Tier zwei Schussverletzungen aufwies. Diese seien aber älteren Datums, heißt es in dem Bericht.   

Förster entdeckte das tote Tier

Das tote Tier war von einem Förster im Bereich des Ruhlander Schwarzwassers (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) an der Landesgrenze von Brandenburg und Sachsen entdeckt worden.  Durch den Wolfsbeauftragten sei das Tier zur weiteren Untersuchung in das Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin gebracht worden, heißt es im Polizeibericht. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz.

Seit dem Jahr 2000 seien im Land Brandenburg neun geschossene Wölfe bekannt geworden, teilte das Landesumweltamt mit. Bisher sei nur in einem Fall der Täter ermittelt worden. Das Strafverfahren laufe derzeit.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

2 Kommentare

  1. 2.

    @Ingolf

    sie vergessen nur ein kleines Detail. Wir haben gute 5 mio. registrierte Schusswaffen in Deutschland. Dem stehen nach polizeilichen Schätzungen etwa 15 Mio illegale und nicht registrierte Waffen gegenüber die keiner kennt und die genau so tötlich sind wie die registrierten Waffen. Aber der Jäger ist es gewesen!!! Alles klar. Sie haben eine blühende Phantasie. Haben Sie schon mal etwas von Unschuldsvermutung gehört??? Es werden auch nicht alle Autofahrer automatisch zu Mördern nur weil einer an einem tötlichen Verkehrsunfall beteiligt war.

  2. 1.

    ...geschossen wurde also auf das Tier trotzdem. Unfall hin oder her, schießen können doch bei uns nur Jäger, und jeder hat sein Revier. Trotzdem findet nie jemand was raus. Sehr mysteriös...

Das könnte Sie auch interessieren

Die freiwilligen Retter Janosch Raßmann, Paula Zock und Yannis am DLRG-Stützpunkt Luftschiffhafen Potsdam (Bild: Janosch Raßmann)
Janosch Raßmann

DLRG-Wasserrettung in Not - "Leben retten ist etwas Großes"

Der heiße Sommer zieht mehr Menschen als sonst ins oder aufs Wasser. Dadurch steigt die Zahl der Badeunfälle. Hochkonjunktur also für die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Doch die hat ein Problem: Es fehlt an Nachwuchs. Von Susanne Hakenjos