Polizisten gehen an einem Wohnhaus in Alt-Hohenschönhausen vorbei. Eine 14 Jahre alte Jugendliche ist in einer Wohnung in Alt-Hohenschönhausen getötet worden. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Video: Abendschau | 11.03.2018 | Kerstin Breinig | Bild: dpa/Paul Zinken

Gewaltverbrechen in Alt-Hohenschönhausen - Erstochene Schülerin: 15-Jähriger gesteht Tat

Am Mittwoch wurde eine 14-Jährige in ihrer Wohnung in Alt-Hohenschönhausen getötet. Nun hat die Berliner Polizei offenbar den Täter gefasst. Der Jugendliche ist erst 15 Jahre alt, er hat die Tat gestanden.  

Ein Jugendlicher hat gestanden, eine 14-Jährige in Berlin-Alt-Hohenschönhausen getötet zu haben. Das teilte die Polizei am Sonntagabend mit. Der 15 Jahre alte Schüler aus dem Bekanntenkreis des Mädchens war am Morgen festgenommen und vernommen worden. Das Motiv ist noch unklar. Am Montag soll der junge Mann dem Haftrichter vorgeführt werden.

Weitere Details zu dem mutmaßlichen Täter hatte die Polizei zunächst nicht nennen wollen, er war am Sonntag stundenlang von der Mordkommission verhört worden. "Wir werden, sobald die laufenden Ermittlungen es zulassen, gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft weitere Informationen zum Fall der getöteten 14-Jährigen herausgeben", hieß es.

Schwer verletzt in der Wohnung gefunden

Die Mutter hatte ihre 14-jährige Tochter am Mittwoch gegen 17.30 Uhr schwer verletzt in der gemeinsamen Wohnung gefunden, wie die Polizei mitteilte. Sie habe dann Polizei und Rettungskräfte gerufen. Trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen erlag das Mädchen seinen vielen Stichverletzungen.  

Eine Obduktion in der Rechtsmedizin bestätigte am Donnerstag, dass das Mädchen erstochen wurde. In der Wohnung in der Plauener Straße sicherten Experten der Polizei Spuren. Beamte durchsuchten auch die nähere Umgebung des Mehrfamilienhauses, wo sich unter anderem ein Baugrundstück befindet.

Sendung: Abendschau, 09.03.2018, 19.30 Uhr

Kommentar

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45 Kommentare

  1. 44.

    Hallo. Im Pressekodex steht außerdem:

    "Richtlinie 13.3 – Straftaten Jugendlicher
    Bei der Berichterstattung über Ermittlungs- und Strafverfahren gegen Jugendliche sowie über ihr Auftreten vor Gericht soll die Presse mit Rücksicht auf die Zukunft der Betroffenen besondere Zurückhaltung üben."

    "Richtlinie 8.3 – Kinder und Jugendliche
    Insbesondere in der Berichterstattung über Straftaten und Unglücksfälle dürfen Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres in der Regel nicht identifizierbar sein."

  2. 43.

    Idiotisch. Kinder über 14 Jahre sind strafmündig. "Ehrenmord" ist an den Haaren herangezogen, "Sippe" ein Zeichen für ihr hasserfülltes Wesen, das überall nur sieht, was es sehen will.

  3. 42.

    Ich finde es einfach erschreckend, dass schon Jugendliche scheinbar keine andere Lösung sehen, als zur Waffe , in diesem Fall zum Messer zu greifen. Jeder Fall ist einer zuviel und die Frage ist, was läuft da falsch.

  4. 39.

    Wenn man den Eltern oder dem sozialen Umfeld die Schuld nicht zuschieben will, dann müssen wieder die Videospiele herhalten... Wer ist denn bitte dafür verantwortlich, dass ein Kind altersgerechte Spiele spielt?

  5. 38.

    Solche Diskussionen gibt es nur, weil aus rein politischen Gründen Ross und Reiter nicht genannt werden.

  6. 37.

    Hi Lars - hat man im Affekt zufällig ein langes Messer dabei? Oder nimmt man selbiges als 15jähriger heutzutage immer zum Mädelbesuch mit - man weiss ja nie, wie die so drauf ist? Und dann weiss man dank Videogames auch, wo man zulangt, damit man erfolgreich den Tatort verlässt - ggf. zum nächsten Date - Messer hat man schließlich schon dabei?

    Ehrlich, ich finde es höchst ungewöhnlich, als 15Jähriger zu einem 14jährigen Mädel zu gehen, auf ein "Date", und eine Waffe (ein ordentliches Messer..) dabei zu haben. Und dann gleich zu töten. Von "Unschuld der Jugend" ist da nix mehr übrig...

    Vielleicht bin ich von meinen bisherigen Wohn- und Arbeitsstätten in Berlin (Moabit, Neukölln, Zehlendorf, Charlottenburg Nord, um nur einige zu nennen...) sowas auch nicht gewohnt. Vielleicht machen deutsche Jungs das ja auch inzwischen so? Statt mit Blumen mit einer Waffe zum Date gehen? Hm....

  7. 36.

    Bei "Ehren"morden werden die jüngsten Söhne für ein mildes Strafmaß und aber nicht für "kein" Strafmaß eingesetzt. Das Thema stellt sich hier nicht, oder wollen Sie andeuten, der Täter hätte sich in seiner "Ehre" verletzt gefühlt?

  8. 34.

    Unwissenheit, gepaart mit Bösartigkeit und Fremdenhass. Bravo, auf das Niveau muß man erst einmal hinabsteigen.

    Schade dass das hier die von ihnen und ihresgleichen so viel bescholtenen ÖR sind und kein Forum. Dort hätten sie für diesen "Beitrag" erst einmal eine Zwangsdenkpause erhalten und im Wiederholungsfalle eine lebenslange Sperre.

  9. 33.

    Hallo Berlinerin, das mit den vielen Kommentaren liegt vor allem daran, dass alle zeitgleich geantwortet hatten, weil die Freischaltung halt etwas dauert. Würde ich jetzt nicht überbewerten.
    Das mit dem Oberstübchen stimmt wohl, da ist wohl irgend etwas falsch verknüpft. Aber üben musste er sicher nicht, das ist ja das gefährliche an dieser Waffe.

  10. 31.

    Nein. Statistisch gesehen häufen sich die Katastrophen in den Kinderzimmern unseres Nachwuchses nicht mehr als Anderswo. In den Kreisen unserer Kinder ist es nur schmerzlicher. Sind ja unsere Kinder. Die Kinder. Immer. Überall. Eben Kinder. Unsere Kinder -zumindest unsere in Europa- töten nicht mehr Menschen. Als beispielsweise der übermüdete LKW-Fahrer mit Knebelvertrag der ins Stauende rast. Gesichert auch nicht mehr als der US-Soldat, der auf der Air-Base Ramstein die Drohne überm Jemen steuert. Auch nicht mehr als der "Leistungsträger" der mit seiner schnellen schweren Limousine den Twingo von der Überholspur räumt. Sie töten auch weniger als jene Geschäftsleute, denen es gelingt ihre Granaten dorthin zu verkaufen wo sie verbraucht werden. Sind nicht zynischer als der Normalerwachsene der es rechtfertigt, der Politiker der es ermöglicht.

  11. 30.

    Es tut uns schrecklich leid, wenn der Fakt, das wohl mehrere User des Chats gleichzeitig die Fehleistung in rechtlicher Hinsicht kommentiert haben, sie nervt. Zu Ihrer Frage, ob es bindend notwendig ist, die Abläufe eines Tötungsdelikts zu üben, lautet nein. Das nennt man Affekt. Dementsprechend kann die Umgebung keine Wahrnehmungen machen. Konstruktionen sind doch was schönes.

  12. 29.

    ......Strafmündigkeit beginnt mit 14 Jahren das nur nebenbei und da der Täter keinen Migrationshintergrund hat ist der Rest ihres Kommentars auch eher minderoptimal geeignet um auf den hier vorliegenden Fall einzugehen.........
    In der Meldung steht nichts von Migrationshintergrund! Können Sie die Quelle für die Behauptung anführen?

  13. 28.

    So, nun haben wir es alle verstanden. Mit 15 biste dran. Strafmündig. Reicht jetzt.
    Ich frage mich allerdings, wie so ein halbwüchsiger Furzknoten es schafft, ein solches Gemetzel anzurichten, ohne vorher "geübt" zu haben. Ohne Vorsatz, ohne Vorbereitung, ohne Vorbild. Da läuft doch mehr bei ihm im "Oberstübchen" als bei anderen Teenies...hat das keiner vorher bemerkt? Eltern? Lehrer?


  14. 27.

    Sie irren. Ab 14 ist man Jugendlicher mit Verantwortungsreife. Der Junge kann also sehr wohl für seine Tat bestraft werden. Den Rest Ihrer Aussage lasse ich besser unkommentiert.

  15. 26.

    Schädlich bei dieser Sachlage derartige Spekulationen von sich zu geben.

    Und ansonsten meinen Sie wohl eher die generelle Schuldunfähigkeit von Kindern (noch nicht 14 Jahre alt)
    Ich empfehle folgende Lektüre

    http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__19.html
    https://www.gesetze-im-internet.de/jgg/__1.html

    Mein Mitgefühl gilt der Mutter, Familie, Freunden und Bekannten und auch allen eingesetzten Rettungs- und Polizeikräften.

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