Eingangshalle des Berliner Landgerichts (Quelle: imago/Mehrdad Samak-Abedi)
Audio: Inforadio | 13.03.2018 | Ulf Morling | Bild: imago/Mehrdad Samak-Abedi

Prozessauftakt vor Berliner Landgericht - 26-Jähriger streitet sexuelle Nötigung von 14-Jähriger ab

Ein 17-Jähriger soll ein 14 Jahre altes Mädchen über Facebook kennengelernt und sie später beim Sex gefilmt haben. Damit er die Aufnahmen nicht veröffentlicht, sollen er und weitere Männer sie zum Sex genötigt haben. Im Prozess sagte nun ein 26-Jähriger aus.

Eine 14-Jährige soll mit Videoaufnahmen erpresst und so zu sexuellen Handlungen mit sechs Männern genötigt worden sein. Zweieinhalb Jahre nach der Anzeige der Schülerin hat einer der 17 bis 26 Jahre alten Angeklagten diesen Vorwurf vor dem Landgericht Berlin zurückgewiesen. Es sei einvernehmlicher Sex gewesen, erklärte der 26-Jährige zu Prozessbeginn am Dienstag. Er habe nicht gewusst, dass die Jugendliche unter Druck gesetzt worden sei.

Dem 26-Jährigen und einem 17-Jährigen wird zudem Vergewaltigung einer 16-Jährigen zur Last gelegt. Zu diesem Vorwurf schwieg er. Alle weiteren Angeklagten verweigerten die Aussage.

Staatsanwaltschaft: Gemeinsamer Tatplan aller Angeklagten

Der 17-Jährige soll das damals 14 Jahre alte Mädchen im Sommer 2015 über Facebook kennengelernt, sich ihr Vertrauen erschlichen und freiwilligen Sex gefilmt haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem gemeinsamen Tatplan aller Angeklagten aus - "um die Geschädigte unter Androhung, die Aufnahmen zu veröffentlichen, zu weiteren sexuellen Handlungen zu nötigen", heißt es in der Anklage. Gegen den Willen der 14-Jährigen sei es an drei Tagen zu Übergriffen gekommen.

Der 17-Jährige soll etwa ein Jahr später eine damals 16-Jährige in die Wohnung des 26-Jährigen in Neukölln gelockt haben. Sie hätten die Jugendliche betrunken gemacht, heißt es in der Anklage. Der 26-Jährige habe die Wehrlose dann mehrfach vergewaltigt. Sie habe lautstark geweint und sich mehrfach übergeben. Der 17-Jährige soll das brutale Vorgehen gefilmt und an drei Bekannte gesendet haben. Der Prozess wird am 22. März fortgesetzt.

Kommentar

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6 Kommentare

  1. 6.

    Is doch wohl wurscht, wo die Vollhonks herkommen - Idiot ist Idiot......und ich hoffe, die kommen dahin, wo sie hingehören: in den Knast. Dort werden sie sicherlich gute Freunde bereits erwarten....

  2. 5.

    Die Anklage lautet nicht bloß auf "sexuelle Nötigung" sondern in diesem Fall kommt hinzu: besonders schwere(!) Nötigung, Vergewaltigung, Herstellung und Verbreitung jugendpornographischer Schriften, Verletzung des höchst persönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen, Freiheitsberaubung.
    s.dazu 13.03.2018 - Dienstag 09.00Uhr
    https://www.berlinkriminell.de/2/gericht_term.htm
    laut dem tagesspiegel.de Artikel (letzter Absatz) gaben sich die sportlich gekleideten Männer trotz der schweren Vorwürfe gelassen
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/prozessauftakt-am-berliner-landgericht-sechs-junge-maenner-sollen-minderjaehrige-zum-sex-gezwungen-haben/21066444.html
    Das sind die Signale, die unsere Justiz der Öffentlichkeit bei solchen Taten vermittelt.

  3. 4.

    Sollte dies zutreffen was die Kerle gemacht haben gibt es nur ein Wort: Schweine.
    Das Mädchen wird ein lebenlang daran zu knabbern haben.

  4. 3.

    Hallo Horst Jensch,

    wie die allermeisten Redaktionen hält sich auch rbb24 an die Empfehlungen des Pressekodex. Aus diesem Grund nennen wir die Herkunft grundsätzlich nicht, nur wenn ein begründetes öffentliches Interesse besteht. Das scheint zu diesem Zeitpunkt in diesem Fall nicht gegeben.

    Mit besten Grüßen aus der Redaktion.

  5. 2.

    Die Nationalität der Täter verschweigt der links gerichtete RBB wieder

  6. 1.

    Warum wird die Herkunft der Täter verschwiegen?
    Die im Raume stehende Gruppenvergewaltigung kommt laut Kriminalstatistik 47 mal häufiger bei Nicht-Deutschen als Täter vor als bei Deutschen. Es ist also relevant.

    Mohammed, Wael, usw.

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