Ost-West-Verbindung der BVG - U3 wird ab Mai bis Warschauer Straße verlängert

Mi 07.03.18 | 15:31 Uhr
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Ab Mai fährt die U3 bis zur Warschauer Straße durch (Bild: dpa)
Bild: dpa

Künftig gibt es mehr U-Bahnzüge auf der Ost-West-Verbindung in Berlin. Die U3 endet ab Mai nicht mehr am Nollendorfplatz, sie fährt auf der gleichen Strecke wie die U1 bis zur Warschauer Straße durch.

Die Berliner U-Bahn-Linie 3 wird ab Anfang Mai verlängert. Wie die BVG am Mittwoch mitteilte, enden die Züge künftig nicht mehr am Nollendorfplatz, sondern fahren von Krumme Lanke bis Warschauer Straße - also auf der gleichen Strecke wie die U1.

Damit sei auf dem Hochbahn-Viadukt künftig alle drei bis vier Minuten eine U-Bahn unterwegs und somit deutlich öfter als bisher, so die BVG. Für viele Fahrgäste entfalle damit außerdem das Umsteigen am Nollendorf- oder Wittenbergplatz.

Die U3 fährt dann tagsüber montags bis freitags auf der ganzen verlängerten Linie im 5-Minuten-Takt. Früh am Morgen und am späten Abend sowie sonnabends und sonntags sind die Züge alle zehn Minuten unterwegs. Nur in den Randzeiten morgens (wochentags bis ca. 6 Uhr, am Wochenende bis 10 Uhr) und abends sowie nachts endet die U3 am Nollendorfplatz.

Die U1 fährt künftig immer im 10-Minuten-Takt, im Wochenend-Nachtverkehr alle 15 Minuten. Die Umstellung ist zum 7. Mai geplant.

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Sendung: Inforadio, 07.03.2018, 14:20 Uhr 

4 Kommentare

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  1. 4.

    Im Grunde genommen handelt es sich bei der Kreuzberger Strecke um die "Große Unvollendete". Zu Beginn der U-Bahn-Zeit angefangen, weil das Kaiserhaus Skepsis hatte vor einer U-Bahn im Zentrum, also wurde mithin erst einmal außen vor gebaut. Seither hat sich streckenmäßig nicht viel getan. Eine Abtrennung und die Beseitigung dieser Abtrennung nach Ende der DDR, dann in Richtung Osten Fehlanzeige, ebenso in Richtung Westen.

    Nicht, dass das vorher Angedachte jetzt U-Bahn sein müsste. Mittlerweile gibt es technisch ganz andere Möglichkeiten des "Zwitterbetriebs" zwischen Straßenbahnen und U-Bahnen und ggf. noch anderer Verkehrssysteme. Die provisorischen Endstellen an der Warschauer Straße und zehnmal mehr noch an der Uhlandstraße haben es verdient.

    Eine Aufwertung der Strecke ab Mai. Gut erstmal.

  2. 3.

    Am liebsten hätte die BVG vermutlich die Strecke östlich Wittenberg- oder Nollendorfplatz ganz der U 3 übertragen und den Abzweig zur Uhlandstraße wieder zur Minilinie gemacht. Warum tut sie das nicht?

    Weil umsteigen von der U 9 Richtung Kreuzberg auf dem Bahnhof Spichernstraße bedeutet: Rolltreppe (so in Betrieb) hoch, Steintreppe runter, Steintreppe rauf. Aufzüge? Fehlanzeige. Umsteigen von der U 9 in Richtung Kreuzberg auf dem Bahnhof Kurfürstendamm dagegen: Rolltreppe rauf. Aufzüge vorhanden. Also "barrierefrei". Künftig aber ganztags nur noch alle zehn Minuten möglich, und auch die Bedienung des U-Bahnhofs Uhlandstraße wird mit der neuen Regelung eben halbiert.

    Im übrigen: Abwarten, wie lange die BVG die Erhöhung der Zahl der gefahrenen Kilometer durchhält. Sie hat bekanntlich einen Mangel an Wagen und an Fahrern.

  3. 2.

    So fuhr sie doch vor 20 Jahren schon. Wer kam jetzt auf die schlaue neue Idee? Aber hey, besser als was neues bauen, vorhandenes nutzen!

  4. 1.

    Super! Die BVG schafft wieder dichtere Takte und schnellere umstiegslose Verbindungen. Weiter so!!! Hoffentlich trägt's auch dazu bei, dass noch mehr Autos stehen gelassen werden - besser als die Luft in der Innenstadt zu verpesten.

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