Blühender Birkenzweig (Quelle: imago/chromorange)
Bild: imago/chromorange

Hochsaison für Allergiker - Jetzt kommen massenweise Birkenpollen

Juckende Augen, laufende Nase und bleierne Müdigkeit - das sind Symptome, die Allergiker bestens kennen. Schon im Januar geht es alljährlich damit los. Doch nun beginnt der Birkenpollenflug - und der soll in diesem Jahr besonders heftig werden.

Hasel und Erlen sind durch. Doch jetzt beginnt der Birkenpollenflug. Und der droht, besonders heftig zu werden. Denn 2018 ist ein sogenanntes Mastjahr. Das heißt, die Birken werfen besonders viel Blütenstaub ab.

Birkenpollen fliegen bis zu 300 Kilometer weit

Für Allergiker in Berlin und Brandenburg ist das problematisch, weil die anspruchslose Birke überall auf den kargen Böden der Region präsent ist. Aber selbst, wenn sie nicht in Sichtweite ist, können ihre Pollen für Probleme sorgen, denn sie fliegen bis zu 300 Kilometer weit. Birken können zudem pro Kubikmeter Luft tausende Pollen freisetzen. In der Regel seien es auf diesem kleinen Raum 3.000 bis 5.000 Pollen, so Thomas Dümmel, Meteorologe der Freien Universität Berlin. Sehr schlecht für Allergiker sei trockenes und windiges Wetter. Dann fliegen Pollen besonders gut. Die Birke blüht rund 20 bis 25 Tage lang.

Besonders heftig wird es in diesem Jahr auch, weil sich durch die kalten Wochen im Februar und März die Blüte verzögert hat. Nun aber sei mit einer kleinen Explosion zu rechnen. Denn alle Birken würden gleichzeitig loslegen, egal ob an sonnigen oder schattigen Standorte, prognostizierte Dümmel schon Anfang April.

Auf natürliche Weise hilft nur viel Regen

Auf dem Land ist die Pollenbelastung in den frühen Morgenstunden am stärksten, in der Stadt hingegen wird das Maximum erst abends erreicht. Empfohlen wird daher, das Schlafzimmer nachts zu lüften und die Fenster am frühen Morgen zu schließen und auch tagsüber geschlossen zu halten. Hilfreich sind auch Pollenschutzgitter am Fenster und ein Lüftungsfilter im Auto.

Auf natürliche Weise kann Allergikern nur viel Regen helfen, der die Pollen zu Boden drückt. Experten empfehlen, die Kleidung beim Betreten der Wohnung zu wechseln. Auch ist es ratsam, vor dem Schlafengehen die Haare mit Wasser auszuspülen. Nasenduschen spülen Pollen ebenfalls aus. Sport im Freien sollte bei starkem Pollenflug vermieden werden.

Etwa zwölf Millionen Deutsche sind betroffen

Erreicht der Blütenstaub die Augen- und Nasenschleimhäute, bildet der Körper gegen die vermeintlichen Feinde Antikörper und schüttet unter anderem den Botenstoff Histamin aus. Die Folgen sind tränende und juckende Augen, Schnupfen, Niesattacken und Atemnot. Die Allergie kann auch zu Magen-Darm-Störungen, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen führen. In schweren Fällen droht ein allergischer Schock.

Zwischen 15 und 20 Prozent der Deutschen und damit mindestens zwölf Millionen Menschen leiden an Heuschnupfen. Etwa jedes zehnte Kind zwischen drei und 17 Jahren und damit mehr als eine Million Heranwachsende in Deutschland sind betroffen. Die meisten (95 Prozent) reagieren auf den Flug von Hasel, Esche, Gräser, Roggen, Beifuß, Ambrosia und Birke.

Kommentar

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4 Kommentare

  1. 4.

    Eine Hypersensibilisierung wird nicht deswegen gemacht damit man „vollständig“ ( funktioniert nur in wenigen Fällen)von der Pollenallergie befreit ist. Bei mir hat es zum Nachlassen eben dieser geführt und seither nehme ich, nur wenn nötig Loratadin und kann nur positives darüber schreiben. Die Allergiezeit durchzustehen ist eine Qual und in solchen Fällen rate ich zur Kortisonspritze. Auf Dauer ist diese aber sehr schlecht für die Nieren.

  2. 3.

    Leider hilft bei längst nicht jedem eine Hyposensibilisierung und auch Cetirizin oder Loratadin sind nach jahrelanger Einnahme meist nicht mehr so wirkungsvoll wie am ersten Tag. Daher bleibt wohl manchen nichts anderes übrig, als sich nach anderen alternativen Heilmethoden umzusehen oder eben die Allergiezeit einfach durchzustehen.

  3. 2.

    Heutzutage gibt es für fast alles Medikamente. Besonders den Pollenallergikern sei deshalb empfohlen z.B. das Mittel LORATADIN zu nehmen. Macht nicht müde und hilft. Doch selbst in meinem Bekanntenkreis gibt es unverbesserliche die lieber Leiden tun als sich solch ein Mittel aus der Apotheke zu besorgen. Schlimmer noch, einige lassen sich Kortison verabreichen, was auf Dauer gravierende Schäden verursacht. Eine spätere Hypersensiblisierung( Winter) tut auch sein gutes. Habe ich selbst durchlaufen.

  4. 1.

    Kein Problem, werde mein Bierglas schützen!

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