Eine alte Halle des ehemaligen Schlachthofs in Berlin-Prenzlauer Berg steht in Flammen. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

Rauchsäule weithin sichtbar - Feuer in ehemaligem Berliner Schlachthof ausgebrochen

Eine Rauchsäule steigt weithin sichtbar über Prenzlauer Berg auf. Auf dem früheren Schlachthof nahe dem S-Bahnhof Landsberger Allee ist ein Feuer ausgebrochen und hat einen stundenlangen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst.

Im ehemaligen Schlachthof in Berlin-Prenzlauer Berg ist am frühen Samstagabend ein Feuer ausgebrochen. Wie die Feuerwehr über Twitter mitteilte, wurde niemand verletzt. Sie sei mit  rund 80 Einsatzkräften auf dem Gelände an der Hermann-Blanckenstein-Straße im Einsatz. Die Polizei sperrte das Areal nahe der S-Bahn-Station Landsberger Allee weiträumig ab.  

Ursache für Feuer noch unklar

Der Brand war in einer leerstehenden 1.200 Quadratmeter großen Halle ausgebrochen, es habe mehrere Brandherde gegeben, wie die Feuerwehr rbb|24 sagte. Auch am späten Abend waren die Einsatzkräfte noch mit den Löscharbeiten beschäftigt. Der Zugang zur Halle sei für die Feuwehrleute schwierig, wie ein Mitarbeiter im Lagedienst der Feuerwehr erklärte. Auf andere Hallen auf dem Areal griffen die Flammen nicht über. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar.

Eine hohe Rauchsäule war weit über dem Brandort zu sehen. Die Anwohner wurden aufgefordert, die Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die bisher gemessenen Schadstoffwerte sind der Feuerwehr zufolge aber unbedenklich.

Hallen stehen unter Denkmalschutz

Die vier alten Backsteinhallen auf dem Gelände stehen unter Denkmalschutz. Ein privater Investor lässt sie derzeit sanieren und umbauen. Medienberichten zufolge sollen hier Geschäfte und Gastronomie einziehen. Außerdem plant der Investor ein neues Bürogebäude auf dem Areal.

Sendung: rbb aktuell, 14.04.2018, 21.45 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

2 Kommentare

  1. 2.

    Guten Abend Herr Krüger,

    ich kann nicht für die gesamte Redaktion sprechen, aber bei der Bebilderung dieses Artikels ging es nicht um eine Faszination des Feuers, sondern darum, das Ausmaß des Brandes zu zeigen. Dabei ist der Rauch (worauf die Dachzeile hindeutet) das, was auch den größten Raum des Fotos einnimmt.

    LG aus der Redaktion

  2. 1.

    Zu 99 % ist von außen nur Rauch, aber kein Feuer zu sehen. Das ist Paul Zinken und den Traumzeit-Fotografen zu wenig. Auch der RBB will symbolhaft dasjenige ins Bild holen, was nicht zu sehen ist.

    Ich empfinde darin geradezu eine Faszination des Feuers, die bspw. erklärt, warum bei Feuerwehrleuten ein überdurchschnittlicher Anteil an Pyromanen vorhanden ist. Zwischen Legung eines Feuers und seiner Bekämpfung liegt für manche Charaktere nur ein kleiner Unterschied. Brandstiftung, wie sie hier vermutet wird, ist psychologisch vor allem aus einer Faszination erklärbar. Das andee, die rationale Erklärung, gesellt sich dann eher dazu und legt sich "drum herum".

Das könnte Sie auch interessieren

Ausgang der U-Bahn Rathaus Neukoelln in Berlin
imago/Emmanuele Contini

Organisiertes Verbrechen - Ein Besuch bei Neuköllns arabischen Clans

Es war eine der spektakulärsten Aktionen der Polizei gegen das organisierte Verbrechen: 77 Immobilien eines berüchtigten arabischen Clans wurden beschlagnahmt, wegen des Verdachts auf Geldwäsche. In Neukölln kennt man die Familie R. gut. Von Thomas Rautenberg