Die Kriminalpolizei steht am 11.04.2018 nach einem Einbruch in Kleinmachnow vor Bushidos Grundstück (Bild: newskontor)
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Polizei sichert Spuren in Kleinmachnow - Einbruch auf Bushido-Anwesen endet im künstlichen Koma

Auf dem Grundstück des Rappers Bushido in Kleinmachnow hat es einen Einbruchsversuch gegeben. Der mutmaßliche Täter verletzte sich dabei schwer und liegt nun im künstlichen Koma. Pikant ist, wem der Einbruch eigentlich galt.

Bei dem Versuch, in ein Gebäude auf dem Anwesen des Rappers Bushido in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) einzudringen, hat sich ein Mann offenbar schwer verletzt. Die Polizei nahm am Mittwochnachmittag einen stark blutenden circa 20-Jährigen fest, der zu Fuß in Richtung Berlin flüchten wollte. Er widersetzte sich der Festnahme und konnte nur unter dem Einsatz von Pfefferspray fixiert werden, wie die Polizeidirektion West am Donnerstag mitteilte.

Haus gehört Bushidos Ex-Kumpan Abou-Chaker

Der Mann, bei dem es sich vermutlich um den Einbrecher handelt, wurde in ein Krankenhaus gebracht. Wegen seiner starken Kopfverletzungen wurde er in ein künstliches Koma versetzt. Seine Identität ist noch nicht geklärt, so die Polizei. Er wird im Krankenhaus bewacht.

Die Polizei stellte klar, dass sich der Einbrecher nicht an der Bushido-Villa zu schaffen machte. Vielmehr soll es sich um ein Haus handeln, das auf demselben Grundstück liegt und Bushidos langjährigem Freund und Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker gehört. Abou-Chaker ist Chef eines libanesischstämmigen Berliner Clans, unter dessen Schutz Bushido jahrelang stand.

Der Polizei zufolge gelang es dem Täter nicht, in das Haus einzudringen. Kriminaltechniker fanden Blutspuren unterhalb einer gläsernen Überdachung, die offenbar von dem Einbrecher stammen. Ermittelt wird nun wegen versuchten Einbruchs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Körperverletzung: Bei der Festnahme wurden Polizisten durch die starke Gegenwehr des Mannes verletzt.

Bericht über Gefährderansprachen durch Berliner LKA

Bushido hatte sich vor zwei Wochen öffentlich von Abou-Chaker losgesagt (siehe Facebook-Post unten). Die Hintergründe der Trennung sind unklar.

Die "Bild"-Zeitung berichtet in ihrer Donnerstagsausgabe, dass LKA-Beamte mittlerweile Gefährderansprachen mit Mitgliedern des Clans führen. Damit signalisiere die Polizei, dass polizeiliches Interesse an ihrer Person bestehe und eine Gefährdungslage bei der Polizei registriert sei. Ein Beamter wird mit den Worten zitiert, man sehe "erhebliches Konfliktpotenzial" zwischen Bushido und Arafat Abou-Chaker. Es sei nicht auszuschließen, dass es auch zu "gewalttätigen Auseinandersetzungen" kommen könnte.

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Kann man so machen - dann heult aber zuverlässig der vereinigte Rechten-Chor von Bayern bis MV los, dass sich der "Staat zurückzieht", "rechtsfreie Räume hinterlässt" und die Polizei sich "in bestimmte Stadtviertel gar nicht mehr hineintraut".

  2. 2.

    "Ein Beamter wird mit den Worten zitiert, man sehe "erhebliches Konfliktpotenzial" zwischen Bushido und Arafat Abou-Chaker. Es sei nicht auszuschließen, dass es auch zu "gewalttätigen Auseinandersetzungen" kommen könnte." -> Na und? Das sollte dann doch deren Problem sein! Da diese beiden Parteien nach meinen Kenntnisstand keine "Einmischung" seitens des Staates bzw. der Staatsgewalt wünschen, wäre hier maximale Zurückhaltung der Polizei und anderen staatlicher Stellen angezeigt. Wie sagt der Volksmund:" Sollen die sich doch gegenseitig die Köppe einschlagen!"

  3. 1.

    Musste an mehreren Stellen lt. lachen. Bushio = schlechtes Karma? ^^

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