Polizeieinsatz in Brieselang auf der Suche nach der seit 2006 vermissten Georgine Krüger (Quelle: Polizei Berlin)
Video: Abendschau | 19.04.2018 | Annette Dornieden | Bild: Polizei Berlin

Mädchen aus Berlin seit 2006 vermisst - Erneute Suche nach vermisstem Mädchen vorerst eingestellt

Die Suche nach der seit zwölf Jahren verschwundenen Georgine Krüger aus Berlin-Moabit ist am frühen Donnerstagabend vorerst beendet worden. Seit dem Vormittag wurde ein Waldstück in Brieselang durchsucht - ohne Ergebnis. 

Die erneute Suche nach einem seit 2006 vermissten Mädchen in einem Waldstück bei Brieselang (Havelland), westlich von Berlin ist am frühen Donnerstagabend vorerst eingestellt worden.

Die Ermittler hätten dort nicht wie erhofft Hinweise auf die verschwundene Georgine Krüger gefunden, sagte der Berliner Polizeisprecher Thomas Neuendorf. Auch in den nächsten Tagen soll die Suche nach seinen Angaben nicht fortgesetzt werden. Sollten sich neue Erkenntnisse ergeben, werde sie aber wieder aufgenommen.

Beamte der Mordkommission hatten seit dem Vormittag das rund 5.000 Quadratmeter große und mit Flatterbändern abgesperrte Areal westlich der Hauptstadt vorsichtig untersucht. Auch drei Leichenspürhunde und eine Polizeidrohne waren vor Ort.

Vor wenigen Wochen kam ein neuer Hinweis

Die damals 14-jährige Georgine Krüger war 2006 in Berlin-Moabit spurlos verschwunden. Vor wenigen Wochen erhielt die Polizei einen neuen Hinweis - per Notruf 110. "Der anonyme Anrufer machte so konkrete Angaben für dieses Waldgebiet, dass wir dem jetzt nachgehen", sagte der Berliner Polizeisprecher Thomas Neuendorf. Woher der Hinweis kam, wollte die Polizei nicht sagen.

Am Morgen hatte Neuendorf gesagt: "Wir müssen leider mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass wir nur noch die Leiche von Georgine finden werden."

Der 225. Hinweis

Am 25. September 2006 gegen 13.50 Uhr verließ Georgine einen Bus an der Perleberger Straße im Berliner Stadtteil Moabit. Seitdem wurde sie nicht mehr gesehen. Trotz umfangreicher Suche und vieler Aufrufe in der Öffentlichkeit blieb das Mädchen verschwunden. Die Polizei und viele Beobachter des Falls gehen davon aus, dass es Opfer eines Verbrechens wurde. Einige der am Donnerstag an der Suche beteiligten Beamten sind bereits von Anfang an, seit fast 12 Jahren, in die Ermittlungen involviert.

Der anonyme Anrufer lieferte nach Angaben der Polizei den inzwischen 225. Hinweis.

Sendung: RadioBerlin 88,8, 19.04.2018, 09.00 Uhr

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