ARCHIV - Neugeborenen liegen nebeneinander (Quelle: dpa/Grubitzsch)
Bild: dpa/Grubitzsch

Beliebteste Vornamen - Alexander aus Berlin, Ben aus Brandenburg

Was die Namen für den Nachwuchs betrifft, gibt es Unterschiede in Berlin und Brandenburg. Das zeigt die Namenshitliste für 2017 der Gesellschaft für deutsche Sprache. Die jeweiligen Favoriten liegen aber auch bundesweit im Trend.

Marie und Alexander sind in Berlin die derzeit beliebtesten Vornamen. In Brandenburg nennen Eltern ihre Kinder am liebsten Ben und Sophie. Das geht aus einer Auswertung der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) für das Jahr 2017 hervor, die am Donnerstag veröffentlich wurde.

In der Hauptstadt liegen insgesamt klassische Namen weit vorne, bei den Mädchen Maria oder Emilia, aber auch Hanna und Emma. Und fast genauso beliebt wie in Brandenburg ist in Berlin auch der Name Sophie. Damit liegt die Hauptstadt bei den Mädchennamen ganz im bundesweiten Trend. Bei den Jungen rangieren Paul und Louis auf Platz zwei und drei.

In Brandenburg stieg Ben in der Erhebung der Sprachforscher vom vierten auf den ersten Platz auf, danach folgen Oskar sowie Finn und Paul. Bei den Mädchen verteidigte Sophie den ersten Platz, danach folgen Marie und Charlotte.

Johanna und Luca sind out

Bundesweit wählten Eltern dagegen Marie und Maximilian am häufigsten – diese Namen liegen auf Platz eins. Auf der Plätzen zwei und drei folgen bei den Mädchen Sophie und Maria, bei den Jungen Alexander und Paul. Insgesamt gab es im Vergleich zum Vorjahr wenig Veränderung bei den zehn Vor- und Zweitnamen, die am häufigsten vergeben wurden. So rückten nur Luisa und Felix neu in die Top Ten auf und verdrängten Johanna und Luca.

Bei den türkisch/arabischen Namen für Kinder in Deutschland liegen Layla/Leyla, Elif und Nour/Nur ganz vorn sowie Mohammed, Ali und Malik.

Die GfdS wertete die Daten von rund 700 Standesämtern aus und erfasst nach eigenen Angaben 87 Prozent aller Namen. Wird lediglich auf den Erstnamen geschaut, dann landen Emma und Sophia sowie Ben und Paul vorne.

Voll im Trend: Kurze, großmütterliche Namen

Insgesamt gehe der Trend zu kurzen Namen, erklärten die Experten. Vor allem im Osten wende man sich nach einer anglo- und frankophonen Welle der 1990er allerdings wieder Großmutters Zeiten zu und vergebe vermehrt alte Namen wie Karl oder Klara.

Kommentar

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6 Kommentare

  1. 6.

    Danke für den Hinweis! Ich bin im Ausland unterwegs und habe nur ein sehr instabiles Netz. So habe ich mir angewöhnt alles möglichst schnell zu überfliegen, und dabei entgeht mir dann doch manchmal etwas.

  2. 5.

    Ben ist einfach nur ein verstümmelter Name, der nicht mehr klingt. Die armen Kinder.

  3. 3.

    @ RBB24
    >Haben Sie andere Zahlen vorliegen als wir oder ist das ein Bauchgefühl?<

    .
    https://www.beliebte-vornamen.de/jahrgang/j2017/be2017

    Wie seriös die Quelle ist könnte natürlich angezweifelt werden.
    Allerdings bezieht sich die Süddeutsche Zeitung auffallend häufig bei der Nennung der Quellen auf Knud Bielefeld.
    http://www.sueddeutsche.de/leben/beliebte-kindernamen-der-namenjaeger-1.1631646

  4. 1.

    Komisch. Letzten November habe ich meine beide Nachbarkinder zum Martinsfest begleitet, weil die Mutter keine Zeit hatte. Die KlassenkameradInnen hiessen Cem, Ali, Murat, Mehrdad, Mehmet, Mohammed, Aische, Rima, und dergleichen. Sophias und Karls gab es da nicht.
    Auch die Tochter einer Bekannten, die in der Charité auf der Neugeborenen Station tätig ist, berichtet von dem Überhang an Mohammeds und Husseins. Diese Zählung woraus lauter deutsche Namen hervorgehen stimmt ganz sicher nicht, es sei denn die Erhebung stammt aus Bayrischen Dörfer oder aus Gegenden wie Grunewald und Nikolasee.

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