Ausbeute der Polizei Berlin bei einem Drogenfund (Quelle: Polizei Berlin)
Bild: Polizei Berlin

Zufallsfund der Polizei - Richtig viel Crystal Meth in Hohenschönhausen

Bei ihrer Razzia gegen mutmaßliche Menschenschleuser sind Berliner Polizisten zufällig auf den größten Crystal-Meth-Fund der vergangenen Jahre gestoßen. Bei der Durchsuchung einer Wohnung in Neu-Hohenschönhausen fanden Fahnder am vergangenen Dienstag knapp neun Kilogramm der synthetisch hergestellten Substanz, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Stoff im Wert von einer halben Million Euro

Auf dem Schwarzmarkt hätte das Crystal Meth einen Wert von etwa 500.000 Euro, wie es hieß. Die Ermittlungen konzentrierten sich nun darauf, wem die gefundenen Drogen zuzuordnen seien.

Rund 200 Polizisten der Bundespolizei und der Berliner Landespolizei hatten am Dienstagmorgen etwa 20 Wohnungen durchsucht, zwei davon in Brandenburg. Der deutsch-vietnamesischen Bande wird vorgeworfen, unter anderem Scheinehen arrangiert zu haben. Dass sie bei ihrem Zugriff eine solche Menge an Rauschgift finden würden, hatten die Ermittler nicht erwartet.

Extrem euphorisierend mit heftigen Nebenwirkungen

Crystal oder Crystal Meth sind Szenenamen für Methamphetamin, ein vollsynthetisches Stimulantium, das schon 1934 entwickelt und als Medikament unter dem Handelsnamen Pervitin bis in die 1980er Jahre vertrieben wurde.

In den vergangenen Jahren ist die Verbreitung von Crystal Meth stark gestiegen. Immer mehr Menschen werden abhängig. Konsumiert wird die Droge in allen Bevölkerungsschichten und Altersgruppen. Sie wirkt extrem euphorisierend, leistungssteigernd, sexuell stimulierend und verdrängt oft tagelang Müdigkeit und Hunger. Die Nebenwirkungen aber reichen von Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Nierenschäden über Zahnausfall, Abmagerung bis hin zu Psychosen, Paranoia und starker Abhängigkeit.

Sendung: RadioBerlin88,8, 17.05.2018, 18 Uhr

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