Symbolbild: Ein Kind ist mit seinem Rad auf der Straße unterwegs (Quelle: imago/Rüdiger Wölk)
Bild: imago/Rüdiger Wölk

Unterwegs mit radfahrendem Kind in Berlin - "Mama, warum wird unsere Ampel mit der anderen grün?"

Erst kürzlich habe ich berichtet, wie alptraumhaft die Fahrraderlebnisse an der Seite meines kleinen Sohnes im Berliner Stadtverkehr sind. Jetzt ist ein Junge ähnlichen Alters tödlich verunglückt. Und mein Sohn fragt mich: Warum tut die Stadt nicht mehr für Kinder? Von Sabine Krüger

Ein Horrorszenario - auch mein ganz persönliches - ist am Mittwochmorgen für eine andere Berliner Mutter wahr geworden. Ihr achtjähriger Sohn ist im Berliner Stadtverkehr von einem abbiegenden Lkw erfasst und getötet worden. Sie fuhr direkt hinter ihm. Wenn ich mich in die Mutter hineinversetze, kann ich diesen Text hier kaum noch schreiben.

Mein eigener Sohn Ben*, mit dem ich mehrfach in der Woche fünf Kilometer Stadtverkehr bewältigen muss, ist genau im selben Alter. Was wir auf der Straße erleben, habe ich vor gut zwei Wochen an dieser Stelle aufgeschrieben. Und bin in den Kommentaren des Beitrags sogar dafür angefeindet worden: einerseits dafür, dass es so schlimm wie von mir beschrieben doch gar nicht sei, andereseits dafür, dass ich dem Kind das zumute.

"Du hast gesagt, dass Menschen wichtiger sind als Sachen."

Schlussendlich muss ich das selbst entscheiden und verantworten. Als wir am Donnerstag zum Fußball geradelt sind, habe ich eine neue, meines Erachtens ungefährlichere Strecke gewählt. Mein Sohn fährt wackelig und verunsichert, er hat in der Schule von dem tödlich verunglückten Kind gehört. Ich erkläre, wie wir beide ab jetzt noch vorsichtiger sein können.

Vor allem, dass wir nie wieder parallel mit Lkw an der Kreuzung losfahren, wenn beide, Radler und motorisierter Verkehr, an der Ampel gleichzeitig grün bekommen. Zum Training kommen wir ein paar Minuten zu spät. Egal. Beim Zubettgehen fragt mich mein Kind dann, nachdem es darüber offenbar lange nachgedacht hat: "Mama, es sind doch zwei Ampeln: Warum wird die für Radfahrer nicht einfach zuerst grün?" Meine Antwort, dass das wohl den Autoverkehr zu sehr verzögern würde, befriedigt ihn nicht wirklich. "Aber Du hast doch gesagt, dass Menschen wichtiger sind als Sachen."

Er braucht an diesem Abend lange, um einzuschlafen. Zwei Wochen vorher war er noch deutlich optimistischer gewesen, was seine eigene Sicherheit im Straßenverkehr betrifft.

Mein Bericht vom 27. Mai 2018:

Mit Kind im Stadtverkehr radeln? Ein Alptraum!

"Mama, darf ich hier freihändig fahren?", fragt mein achtjähriger Sohn und denkt sich offenbar nichts dabei. Wir sind gemeinsam auf der vielbefahrenen Wisbyer Straße in Berlin-Pankow unterwegs - genauer gesagt auf dem Radfahrstreifen. Links überholen uns Lkw, Autos und Motorräder, rechts wird immer wieder ein- und ausgeparkt. Die Idee mit dem Freihändigfahren ist für mich ein Alptraum.

Ich zitiere den Burschen auf den Gehweg. "Ben*, wir sind jetzt im wirklichen Straßenverkehr. Freihändigfahren ist hier lebensgefährlich. Ich dachte, das hättest Du verstanden", predige ich. "Aber Mama, gerade kam doch gar keiner", versucht er sich zu rechtfertigen.

Ich wähle eine andere - und wirksamere - Taktik: Mein Hinweis, dass es so streng verboten ist freihändig zu fahren, dass die Polizei sogar ein Bußgeld von fünf Euro erheben könnte (mit acht Jahren ist das richtig viel Geld), sorgt für ungläubig aufgerissene Augen. "Das wären ja fünf Wochen Taschengeld", murmelt mein Sohn entsetzt.

Wir befinden uns nicht in einer Simulation

Es klingt vielleicht gerade nicht so, aber eigentlich ist Ben schon ziemlich vernünftig für sein Alter. Er ist außerdem besonders sportlich und fährt sicher Rad. Tatsächlich kann er sogar freihändig um Kurven fahren. Das hat er lange geübt und beherrscht es glänzend. Im Park, wohlgemerkt. Und ich dachte, den Unterschied zwischen Radfahren im Park und auf der echten Straße hätte ich umfassend erklärt.

Geübt haben wir das Fahren im Verkehr viele Male in der Jugendverkehrsschule Pankow. Mein Kind kennt die Regeln, die meisten Verkehrszeichen und Gefahren theoretisch ziemlich gut. Doch mit dem echten Leben haben diese Schulungen offenkundig wenig zu tun. Denn weder Kampfradler noch rücksichtslose LKW- und Autofahrer werden hier simuliert.

Was der Trainer sagt, ist Gesetz

Hätten wir neuerdings nicht zwei Mal pro Woche einen fünf Kilometer Weg zu Bens Sportverein zu absolvieren, wäre ich sicher auch nie auf die Idee gekommen, das Kind jetzt schon in diesen vollkommen irren Berliner Stadtverkehr zu integrieren. Doch keine der Alternativen brächte uns pünktlich ans Ziel: Abholen darf ich meinen Sohn von der Schule frühestens um 15.00 Uhr. Das Fußballtraining beginnt um 15:30 Uhr. Wer zu spät kommt, wird vom Trainer schief angesehen, insbesondere, wenn das öfter passiert. Ungünstig, wenn man am Wochenende aufgestellt werden will, findet mein Sohn.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schaffen wir das leider nie und nimmer - wir müssten zwei Mal umsteigen. Laufen ist bei der Strecke illusorisch. Ein Auto haben wir nicht. Den Fußballverein wechseln will mein Kind auf gar keinen Fall. Das Training nach hinten zu verschieben geht auch nicht, da trainieren die Großen.

Auch auf den Gehwegen fahren geht nicht, weil wir durch das viele hoch und runter beim Queren von Straßen viel zu viel Zeit verlieren würden. Die Schonfrist für mein Kind ist also vorbei. Dass er diesen Weg in absehbarer Zeit alleine bestreiten kann, wie sonst inzwischen viele seiner Strecken, ist allerdings undenkbar.

Theoretisch erlaubt - praktisch nicht möglich

Rein rechtlich sieht es so aus: Seit seinem achten Geburtstag darf Ben, wie alle anderen Kinder diesen Alters, alle Radwege benutzen - also Radwege auf dem Gehweg wie auch Radfahrstreifen auf der Straße. Eigentlich super, dass er das jetzt darf. Allerdings bringt es uns gar nichts, etwas tun zu dürfen, wenn es nachher ein schwer verletztes oder totes Kind gibt - oder ich selbst dran glauben muss.

Denn Rücksicht nimmt tatsächlich keiner: Lkw fahren extrem dicht an uns vorbei, Radfahrer drängeln klingelnd von hinten heran und maulen uns an. Dabei macht mein Sohn seine Sache, bis auf die verrückte Frage mit dem freihändig fahren, ziemlich gut. Er fährt zügig, gibt Handzeichen, bremst nicht grundlos und hält sich meist auf der rechten Seite des Radwegs.

Ich fahre hinter ihm versetzt mittig auf dem Radweg. Wir gehören als Gespann offensichtlich zusammen. Aber das juckt keinen. Deshalb skandiere ich immer wieder Befehle: "Weiter nach rechts, einer will überholen!", "Achtung, das silberne Auto da parkt aus!" oder auch "Bremsen! Der steht voll auf dem Radweg!".

Besonders Letzteres sorgt immer wieder für ganz besonders gefährliche Momente: Lieferdienste, Taxen oder auch Privatautos parken - "nur ganz kurz" - den Radweg komplett zu. Mit meinem Sohn muss ich dann versuchen, im laufenden Verkehr auf die Fahrbahn zu kommen. Auch weil mal ein Gestrüpp den Weg zum rettenden Gehweg versperrt, mal parkende Autos. Da stehen wir dann. Keiner lässt uns einfädeln. Ben hat dann verständlicherweise Angst und ich frage mich, ob ich wahnsinnig bin, meinem Sohn und mir das zuzumuten.

Mit der S-Bahn läuft es auch nicht entspannter

Bisher haben wir wohl einfach Glück gehabt. Kein Lkw hat uns beim Abbiegen übersehen – da warte ich im Zweifelsfall trotz des Gemeckers der anderen Radfahrer mit meinem Sohn am rechten Rand des Radwegs und lasse sie lieber fahren. Neu in Bens Wortschatz ist seit ein paar Wochen der Ausdruck "toter Winkel".

Bislang hat auch noch keiner der Parkenden seine Autotür aufgerissen und uns so vom Rad geholt. Ben ist sich ohnehin sicher, dass das nicht passieren wird: "Mensch Mama, solange die Außenspiegel der Autos eingeklappt sind, ist das Auto doch gar nicht fahrbereit", erklärt er mir naseweis. Diesen Glauben hätte ich auch gern. Aber ich weiß ja, dass nicht alle Autos derart neuen Baujahrs sind.

Auf dem Rückweg nehmen wir übrigens meistens für einen Großteil der Strecke die S-Bahn. Entspannt läuft das aber auch nicht. Trotz unseres teuer erkauften Tickets zur Fahrradmitnahme machen wir uns da immer wieder unbeliebt, wenn wir mit gleich zwei Fahrrädern in die vollen Abteile wollen. Aber: Das werden wir wenigstens überleben.

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Die Rechtslage für Kinder auf dem Fahrrad -

Seit Dezember 2016 können radfahrende Eltern ihre Aufsichtspflicht im Straßenverkehr auch legal erfüllen. Eine Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) besagt, dass eine Begleitperson ab 16 Jahren ein Kind bis zum achten Lebensjahr radfahrend auf dem Gehweg begleiten darf. Natürlich unter Rücksichtnahme auf Fußgänger.

Außerdem dürfen Kinder unter acht Jahren seither auch auf baulich angelegten Radwegen fahren. Davon sind jedoch Radfahr- und Schutzstreifen ausgeschlossen. Radfahrstreifen auf der Fahrbahn sind nur für Kinder ab acht Jahren freigegeben.

Dafür, ab wann Kinder alleine mit dem Rad unterwegs sein dürfen, gibt es keine rechtliche Regelung. Einige Schulen empfehlen Kinder nicht vor der Radfahrprüfung in der vierten Klasse alleine fahren zu lassen.

* Ben heißt im wahren Leben nicht Ben. Der Name wurde von der Redaktion geändert, damit der Sohn der Autorin später selbst entscheiden kann, welche Informationen über ihn das Internet preisgibt.

Beitrag von Sabine Krüger

Kommentar

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72 Kommentare

  1. 71.

    Danke, dass Sie auf Verallgemeinerungen, Zuspitzungen und Übertreibungen verzichten!
    Schöne Güße vom Ponyhof,
    einer von "die Radfahrer"

  2. 69.

    Sperren sie ihre Kinder zu Hause ein, nur dort sind sie wirklich sicher. *kopfschüttel*

    Hätte man mir als Kind das Fahrrad weggenommen, das wäre für mich einer Amputation gleichgekommen.

    "Danke für diese klar durchformulierte einzig mögliche rationale Entscheidung."

    Das muß jeder für sich entscheiden, leider merken manche Eltern nicht was sie ihre Kindern damit antun, Stichwort "Helikopter-Eltern". Mir tun diese Kinder unendlich leid.

  3. 68.

    Danke für diese klar durchformulierte einzig mögliche rationale Entscheidung.
    Das Leben und die Gesundheit meiner Kinder sind einfach viel zu wichtig um sie im Stadtverkehr in Berlin beim Radfahren zu riskieren.
    Nebenbei: Auf dem Fußweg gilt Schrittgeschwindigkeit. Dann kann ich dort auch mit kleinen Kindern gefahrlos zusammen mit Radfahrern unterwegs sein.

  4. 67.

    Also ich fahre täglich am Morgen von Friedrichsfelde nach Pankow (zur Schule meines Sohnes) und dann zurück wieder nach Lichtenberg (zur Arbeit). Was in etwas eine Strecke von 22-25 km entspricht. Hierfür bin ich im Schnitt 1:20 - 1:30 Stunde unterwegs. Mit dem ÖPNV benötige ich mindestes 30 Minuten länger. Gerade durch vieles Umsteigen und dann kommen evtl. Zugausfälle noch hinzu. Sorry, aber der ÖPNV in Berlin ist mir a zu unzuverlässig und b möchte ich mit und meinem Sohn nicht eine volle Bahn antuen, da fängt der Stress ja schon beim fahren an. Dann fahre ich lieber entspannt Auto, hören ein schönes Hörbuch. Und dank intelligenten Navi auch nahezu Staufrei. Fahrrad ist leider bei dieser Entfernung keine Alternative. Und falls Fragen kommen, warum mein Sohn nicht wohnungsnah zur Schule geht. Ich lebe getrennt und habe ihn alle zwei Wochen.

  5. 66.

    Ben* und Herr Krüger, Sie haben so Recht! Bitte diesen konstruktiven Vorschlag weiterverfolgen! Demos, Petitionen, ADFC, ...

  6. 65.

    Die Überschrift besgt es recht treffend und prägnant und es ist die Unvorfestgelegtheit der Kinder, genau dies zu erkennen: "Warum wird unsere Ampel mit der anderen grün?"

    Will sagen: Warum hat der Rechtabbiegende, der unseren Weg kreuzt, mit uns auch grün und glaubt sich auch noch im Recht?

    Grün für die einen sollte Rot für den anderen heißen, wenn sich zwei Verkehrsströme kreuzen. So ist es zwischen Kfz, so ist es zwischen Kfz und Straßenbahn und Bus, wo diese eingefädelt werden. Nicht so ist es zwischen Kfz. und Radfahrern und zu Fuß Gehenden, wenn Erstere abbiegen, Zweite geradeaus gehen und fahren. Also Fahrwege auch hier gekreuzt werden.

    Vom Schutzgedanken ist in dieser Hinsicht die gegenwärtige StVO soweit entfernt wie Erde und Mond. Zählte der Schutz menschlichen Lebens und der körperlichen Unversehrtheit höher als der Verkehrsfluss der Kfz, dann sähe die Sache anders aus: Rot, wenn der andere Grün hat.

  7. 64.

    Lkw-Verkehr abschaffen, Straßenbahnen auch. Alle Menschen zwangsumsiedeln aufs Land. Wo sie vor die Pflüge gespannt werden, denn Tiere zu nutzen, ist Faschismus (fragen Sie PETA und Co.). Vorher aber extra Grünphasen für Radfahrer an jeder Ampel. Sorgt sicher für die Verringerung von Abgasen und den schlimmen Feinstaubwerten.

    Im echten Leben, das leider kein Ponyhof ist, kann man übrigens zum Beispiel am Kottbusser Tor ("Unfallschwerpunkt, früher lebensgefährlich für Radler!") sehen, wozu tüdelige Ampelschaltungen führen: So lange Wartezeiten auch für Fußgänger, daß viele entnervt bei Rot laufen. Und die Radfahrer achten sowieso weder auf ihre eigenen Ampeln noch nutzen sie die eigens für sie für viel Geld angelegten Furten und anderen Wege (bedeuten teils Umweg von vier, fünf Metern). Auf die Fußgänger, deren Wege sie flott kreuzen, achten sie natürlich noch weniger. Höchstens um zu schimpfen auf das Pack, das sie auf den Bürgersteigen stört.



  8. 62.

    "Da stehen wir dann. Keiner lässt uns einfädeln. Ben hat dann verständlicherweise Angst und ich frage mich, ob ich wahnsinnig bin, meinem Sohn und mir das zuzumuten."

    Wenn man die Traute hat: Abwarten bis eine Lücke entstanden ist, der Erwachsene sperrt dann mit seinem querstehenden Rad eine komplette Spur. Junior fährt los und man wartet bis er genügend Fahrt aufgenommen hat, dann fährt man hinterher. Feddisch.

    Und weil es immer (!) min. einen Vollidioten gibt der hupend auf sie zufährt und erst kurz vor ihrem Rad hält: Zuhause vor dem Spiegel den mitleidigen Blick üben und ein paar einschlägige Verwünschungen zurechtlegen. :-D

  9. 61.

    Achtjährige sind viel zu jung um die Gefahren der Stadtverkehrs einzuschätzen. Das sieht man ja auch an den völlig wirren Aussagen und Verhalten des Jungen im Artikel. Kinder überschätzen sich und ihre Auffassungsgabe, unterschätzen die Gefahren des Strassenverkehrs. Selbst wenn man als Elternteil hinterherfährt und "Anweisungen" gibt, es gibt keine physische Kontrolle. Die Kinder sind "sitting ducks" im Strassenverkehr.

    Selbst mit 15, 16 Jahren habe ich noch halsbrecherische Bestleistungen mit dem Fahrrad im Strassenverkehr hingelegt, weil in dem Alter dann eben auch die männlichen Hormone eine Rolle spielen (und das noch bis Ende 20 tun). Als ich damals dann auch einmal im innerstädtischen Verkehr gefahren bin (Torstrasse und Umgebung) war die Rechtslosigkeit und Geschwindigkeit, mit der die Autos gefahren sind selbst mir zuviel. Das habe ich nie wieder gemacht (es gab auch keinen Anlass). Bin dann U-Bahn gefahren.

    TLDR: Ihr Junge sollte nie wieder Radfahren zum Training.

  10. 60.

    Komische Überschrift.
    Die Ampeln der Radfahrer müssen weg, wenn diese nicht zur Übersicht beitragen, vielleicht tatsächlich fahren viele Kinder zu spät mit der Autoampel los.

  11. 59.

    Genau. Gesetzlich "gilt" übrigens der "Vorrang des Kindeswohls (Artikel 3): Das Generalprinzip der Orientierung am Kindeswohl verlangt, dass bei allen Gesetzgebungs-, Verwaltungs- und sonstigen Maßnahmen öffentlicher oder privater Einrichtungen das Wohlergehen des Kindes vordringlich zu berücksichtigen ist. [...] Das Konzept des Kindeswohls unterscheidet sich in seinem Wirkungsgrad entscheidend von seinen Vorgängerideen, wie dem des Kinderschutzes oder dem der Kinderwohlfahrt, da dem Kind darin erstmals eigene Rechte zugestanden werden, die mit den Rechten erwachsener Personen vergleichbar sind. Kindeswohl ist ein bewusst breit angelegter Begriff, der je nach Fachdisziplin anders definiert wird, sodass die Messung kindlichen Wohlbefindens variiert. [...] Kinder können sich bei Rechtsverletzungen an den Ausschuss für die Rechte des Kindes der Vereinten Nationen in Genf wenden, um ihre Rechte geltend zu machen." Bitte zügig vor Ort umsetzen Bezirk, Land, Bund!

  12. 56.

    Die Verhaltensweisen in einer Großsstadt werden sich nicht ändern. Es muss etwas am Verkehrssystem geändert werden, und zwar so schnell wie möglich. Die Einrichtung der Kreuzungen, die Einrichtung der Straßen, die Einrichtung der Ampelschaltungen, usw. Man geht eben davon aus, zu Recht, dass es ein Umfeld gibt, welches die verschiedenen Modalitäten gerecht wird. Lieber aber - und das ist natürlich ein generelles kulturelles Problem in diesem Land - ändert man gar nichts. Selbst bei einer Generalüberholung lässt man es lieber so, wie es war, aus Angst für... ja für was eigentlich?
    Kurze Anekdote: vor etwa 10 Jahren bin ich zum ersten Mal von meiner ursprünglichen Heimat (westlich d. BRD) nach und in Hamburg gefahren mit dem Auto. Ich habe dort beim Abbiegen bis auf wenigen Metern fast einen Radfahrer umgefahren, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass diese gleichzeitig grün hatten. Für einen Holländer (oder Däne?) ist die Situation in der BRD unvorstellbar.

  13. 55.

    Täglich zur Arbeit 6500km im Jahr.
    Radfahrstreifen in Bobingen schmaler als zulässig. Jeden Tag wird mir die Vorfahrt genommen. 30cm Abstand beim überholen normal. Smartphone während der Fahrt. Ich lasse meine Kinder nicht im "Stadtverkehr" fahren, Am schlimmsten: Busfahrer!

  14. 54.

    Hallo.. Wer meint in Berlin mit dem Auto schneller zu sein als die ÖNV war wohl dort noch nicht oft unterwegs. Kommt natürlich auch auf die Strecke an, aber 30 min für 7 km ist keine Seltenheit. Dazu kommt dann noch die Parkplatzsuche - also realistisch nochnmal 5 -10 minuten.

  15. 53.

    Also ich habe gestern einen bekannten älteren Herren (seit längerem) gesehen und war geschockt, denn er hatte keinen linken Fuß mehr, da dieser von einem LKW in Folge eines Unfalls mit dem Rad überrollt wurde. Fußballtrainig abschaffen oder Auto anschaffen, niemals Fahrradfahrem in diesem Alter unter diesen Bedingungen.

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