Polizeifahrzeuge stehen am 13. Mai 2018 auf der Bundesstraße 179 an der Unfallstelle (Quelle: dpa/Julian Stähle)
Video: rbb aktuell | 14.05.2018 | Jacqueline Piwon | Bild: dpa/Julian Stähle

Auto fährt ungebremst in Radlergruppe - Zustand der drei überlebenden Radfahrer kritisch

Der Zustand der drei Radfahrer, die am Sonntag in Klein Köris von einem 81-Jährigen angefahren worden sind, ist weiter kritisch. Eine Frau aus der vierköpfigen Radlergruppe ist inzwischen gestorben.

Nach dem schweren Unfall mit vier Berlinern Radfahrern auf einer Bundesstraße im Landkreis Dahme-Spreewald ist der Zustand der drei Überlebenden weiter kritisch. Das teilte die Polizei am Dienstagmorgen mit. Nach dem Unfall am Sonntag war am Montag bereits eine Radfahrerin im Krankenhaus gestorben.

An dem Unfallwagen und den Fahrrädern würden derzeit Spuren gesichert werden, um ein Gutachten zu erstellen, sagte Polizeisprecherin Ines Filohn dem rbb.

Unfallursache noch unklar

Am Sonntagnachmittag hatte ein 81-Jährer die Radler auf der Bundesstraße 179 bei Klein Köris mit seinem Wagen in voller Fahrt von hinten erfasst. Laut der Polizeisprecherin hatten Zeugen den Unfall unmittelbar beobachtet und Erste Hilfe geleistet. Die Zeugen sagten demnach aus, dass der Mann zu weit rechts gefahren und der Radlergruppe nicht ausgewichen sei.

Der 81-jährige Unfallverursacher hatte einen Schock erlitten und musste stationär behandelt werden. Die Prüfgesellschaft Dekra untersucht die Unfallursache. Das Ergebnis wird erst in einigen Wochen erwartet.

Verunglückte Radfahrer kamen aus Berlin

Bei den Opfern handelt es sich um zwei Paare aus Berlin: eine 55-Jährige und ihren gleichaltrigen Ehemann sowie eine 51-Jährige und einen 64-Jährigen. Die 51-Jährige ist ihren Verletzungen erlegen. Die vier waren möglicherweise auf dem Weg zu einem Gartengrundstück in der Nähe des Unfallortes.

Sendung: Abendschau, 15.05.2018, 19.30 Uhr

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8 Kommentare

  1. 8.

    Fahrradfahrer werden unzureichend geschützt, es gibt nach zu vor zu wenige Radwege. Die Gefahr wird unterschätzt. Auch müssten ältere Autofahrer überprüft und junge Raser konsequent aus dem Verkehr gezogen werden. Was hier passiert ist schrecklich. Wir denken an die Opfer und möchten weitere vermeiden. Gleichzeitig möchten wir das Fahrrad als umweltschonendes Verkehrsmittel dennoch nach vorne bringen.

  2. 7.

    Leider doch, denn es war wohl "nur" ein Honda Civic. Kraft bleibt eben immer noch Masse mal Beschleunigung...

  3. 6.

    Es wird langsam allerhöchste Zeit regelmäßige Fahrtüchtigkeitsuntersuchungen für ältere Verkehrsteilnehmer einzuführen. In anderen Ländern ist dies seit Jahren oder gar Jahrzehnten die Norm.

    Ich bin selbst viel mit dem Auto unterwegs und es ist nach eigener Erfahrung zu 90% der Fall, dass Senioren bei seltsamen Fahrmaneuvern hinterm Steuer sitzen oder auf der Autobahn die Mittelspur als Schleichweg missbrauchen. Die Politik muss hier endlich gemeinschaftlich und ohne Rücksicht auf Wählerstimmen reagieren.

  4. 5.

    Es wäre sehr gut, zu erfahren, was für ein AutoTyp es war? Ein Kleinwagen kann sicher nicht diesen schrecklichen Unfall verursachen.

  5. 4.

    Sie haben Recht, die Formulierung "rast" war überzogen. Wir ändern das. Danke für den Hinweis!

  6. 3.

    Herzliches Beileid allen Angehörigen und Freund*innen. Den Verletzten weiterhin gute Besserung.

  7. 2.

    Treffender müsste es heißen:
    Auto fährt ungebremst in eine Radfahrergruppe.

    Die Ungebremstheit ist sofort feststellbar gewesen, dass die Radfahrenden eine Gruppe bildeten, auch.

  8. 1.

    "Auto rast in Brandenburg in Radlergruppe" das Wort "rast" (abgeleitet von dem Verb "rasen") suggeriert, dass der PKW zu schnell unterwegs war. Ist dem so?

    Bitte nich auf der Niveau der "Bild" sinken, danke :)

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