Dunkle Gewitterwolken ziehen über das Brandenburger Tor in Berlin. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
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Video: rbb24 | 10.05.2018 | Bild: dpa/Paul Zinken

Prignitz besonders betroffen - Der Vatertag endet mit Gewittern

Eine Gewitterfront am Vatertag hat wohl viele Pläne für einen geselligen Grillabend vereitelt. Denn der Feiertag endete vielerorts in Berlin und Brandenburg mit Gewitter und Regen. Immerhin - dem Wald tun die Niederschläge gut.

Die sommerlichen Temperaturen haben vorerst ein Ende: Starke Gewitter haben an Christi Himmelfahrt Berlin und Brandenburg abgekühlt. Während es am Donnerstagmittag noch fast überall heiter und bis zu 29 Grad warm war, machte sich am Nachmittag eine näher rückende Kaltfront bemerkbar.

Die größten Probleme bescherten die Gewitter der Berliner S-Bahn. In einem Stellwerk bei Strausberg hatte ein Blitz eingeschlagen, der Zugverkehr auf der S5 war deshalb für eine Stunde unterbrochen. Auch der Flughafen Schönefeld meldete am Abend, dass es witterungsbedingt Probleme bei der Abfertigung gebe.

30 Liter Regen pro Stunden in der Prignitz

Besonders heftig erwischte es die Prignitz. Hier hatte der Deutsche Wetterdienst eine amtliche Warnung vor schwerem Gewitter herausgegeben. Bis zu 30 Liter Regen pro Stunde sowie Hagel und Sturmböen wurden erwartet. Auch in vielen anderen Teilen der Region Berlin-Brandenburg warnte der DWD vor starkem Gewitter.

Wie Meteorologin Tanja Kraus-Lamprecht von der MeteoGroup rbb|24 erklärte, konnte das Wetter jedoch auf engstem Raum sehr unterschiedlich ausfallen. So könnten einige Gärten auch trocken bleiben. Denn die Kaltfront, die den Gewittern folgte, hatte Lücken. 

Waldbrandwarnstufe gesenkt

Kraus-Lamprecht hoffte aber, dass es überall regnen wird, denn das brauche die Natur, sagte sie. Die Regenfälle ließen auch die Waldbrandgefahr sinken. Für Donnerstag wurde die Warnstufe in elf von 14 Landkreisen in Brandenburg auf die mittlere Gefahrenstufe 3 heruntergesetzt.

In den Landkreisen Barnim, Märkisch-Oderland und Oder-Spree sinke sie sogar auf eine geringe Gefahr (2), sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landesforstes, Raimund Engel. In den Vortagen war die Waldbrandgefahr auf der höchsten Warnstufe 5. 

Seit Jahresbeginn kam es zu 54 Waldbränden. Allein 20 davon ereigneten sich in den vergangenen fünf Tagen. Am Mittwochmittag stand ein Waldstück in Luckenwalde (Teltow-Fläming) in Flammen.

Am Muttertag geht's aufwärts

Der Freitag soll dann zunächst mit vielen Wolken und auch Schauern beginnen. Auch einzelne Gewitter sind noch möglich. Vom Westen her soll das Wetter in Berlin und Brandenburg dann aber wieder freundlicher werden. Die Temperaturen bleiben zunächst aber kühler - am Freitag bei rund 21 Grad und am Samstag sind 23 Grad vorhergesagt.

Am Sonntag, dem Muttertag, soll es dann wieder sommerlicher werden: sonnig, trocken und mit Höchsttemperaturen von 26 Grad. 

Sendung: 09.05.2018, 13:00 Uhr, Antenne Brandenburg

Kommentar

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12 Kommentare

  1. 11.

    Wen wundert es noch? Das sind doch die "liebsten" Wähler unserer heutigen Politiker! Hauptsache Fresse halten und ja schon gar nicht was hinterfragen oder gar aufmucken; am besten noch BLÖD-Zeitung lesend und Blöd-TV guckend.... alles klar soweit?!

  2. 10.

    Ich bin zwar Heide durch und durch,aber an einem solchigen Christlichen Feiertag sollten sich die Herren der Schöpfung,einmal überlegen,ob es dem Tag gut tut,sich mit Alkohol,voll zu schütten.Gegen 1-2 Bier ist gar nichts einzuwenden.Das mache ich auch.Man sollte lieber den Freien Tag nutzen,wenn das Wetter mitspielt, sich mit seinerFfamilie einen schönen Tag zu machen.

  3. 9.

    Soweit so gut. Ich habe Christi Himmelfahrt, den Herrentag, jetzt beendet und von Starkregen und Gewitter war allenfalls in weiter Ferne etwas zu hören. Mir scheint, dass sogar die Wetterberichte der allgemeinen Hysterisierung und Effekthascherei zum Opfer fallen wie alles andere.

    Für das Gesamtklima sind die Vorhersagen jedenfalls beredetes Zeichen und in ihrer Machtart nicht unbedingt ein gutes ...

  4. 8.

    Tatsächlich scheinen die Kommentare jetzt etwas am Inhalt des Beitrags vorbeizugehen - der Beitrag wurde editiert, in der Ursprungsversion bezog er sich mehr auf den "Herrentag" an sich als auf das zu erwartende Wetter. Die Kommentare des ursprünglichen Beitrags wurden übernommen.

  5. 7.

    Erstaunlich, was für Kommentare hier zusammenkommen, nur weil rbb24 über das Vatertags-bzw. Himmelfahrtswetter schreibt. Äh :-(

  6. 6.

    >Ach stimmt ja, im Osten wurde der Brauch des Herrentagsbesäufnis ja erst erfunden.... Sorry, weitermachen....<
    Stimmt nicht ganz. Der Brauch des alkoholgemütlichen Männertags kommt aus religiösen Regionen. Vormittags in die Kirche die Himmelfahrtprefigt abgeholt und dann gabs zum Festtag Abends ein nettes opulentes Essen. Und das haben die Frauen gekocht und gebraten. Während dessen wussten die Herren nix mit der Zeit anzufangen, geschweige denn, dass die eine Küche kannten. Also alle Männer eines Dorfes trafen sich zum feucht fröhlichen Zeitvertreib.
    Und ja... zu DDR Zeiten haben sich viele diesen gemütlichen Tag frei genommen und fernab von Rotlichtbestrahlung und sozialistischer Mangelwirtschaft mal ausgeklinkt und mit Freunden gefeiert. Himmelfahrt war in der DDR kein Feiertag! Mehrheitlich gings locker zu, von Ausnahmen wie überall und heute abgesehen.
    Jugendliches Komasaufen ist kein Erbe der DDR!

  7. 4.

    Mal ehrlich. Glauben Sie tatsächlich ALLE Väter oder Männer verhalten sich so wie Sie hier beschreiben? Nee, nee,nee, mitnichten. Auch wenn ich zu keinem der beiden Gruppen gehöre.

  8. 3.

    Ein Tag an dem sich viele Menschen so richtig gehen lassen können. >Immer rin mit dem Suff in die hohle Birne.< Danach die Umgebung vollpissen und vollkotzen. Mitbürger/innen belästigen und rumpöbeln. Die ganz stark Alkoholisierten lassen sich dann auf Kosten der Sozialversichererungspflichtigen versorgen und verpflegen.
    Frauen und auch Männer mit Niveau halten sich von den Hardcore-Veranstaltungen am besten fern.
    Für alle Proleten der Hinweis: Alkohol trinkt man mäßig und unregelmäßig.

  9. 2.

    Männer..... Die Pfeifenköppe, die sich an diesem Tage bis zur Besinnunglosigkeit besaufen, sind durchweg keine Väter, Männer und gestandene Kerle, das sind Kinder, die irgendwann man ein "Herr" werden wollen, so Sie diesen Zustand je erreichen.
    Da wurde ein Brauch weitergegeben, bzw übernommen, der so nichts damit zu tun hat, wie sich die "Herren" mal auch vernünftig benommen haben. Und man sollten diesen Vollpfosten auch mal erklären, was es mit diesem Tag auf sich hat. Ach stimmt ja, im Osten wurde der Brauch des Herrentagsbesäufnis ja erst erfunden.... Sorry, weitermachen....

  10. 1.

    Nach dem 1. Mai und dem Baumblütenfest in Werder der dritte Event wo sich immer mehr (vor allem männliche)Jugendliche und Erwachsene exzessiven Alkoholkonsums hingeben und sich danach wie wildgewordene Paviane verhalten. Der öffentliche Raum und vor allem die öffentlichen Verkehrsmittel sind dann noch mehr als sonst mit Müll und widerwärtigen menschlichen Ausscheidungen übersät. Herrliche Tage für die offensichtlich immer größer werdene Gruppe von sozial Verwahrlosten und gesetzlosen Egoisten. Heute wird noch einmal richtig "vorgesoffen", denn das nächste Saufevent ist noch lange hin, das Oktoberfest. Hier kann man sich wieder sinnlos betrinken, Mitmenschen belästigen und Ordnungskräfte sowie Sanitäter bedrohen und die Umwelt verschmutzen. Das ist deutsche Leitkultur: saufen und raufen. Feiern auf höchstem deutschen Niveau: volle Menschen und volle Züge.

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