Auf der A10 zwischen Glindow und Dreieck Werder (Potsdam Mittelmark) ist am 12.06.2018 ein Kleinlaster an einem Stauende ungebremst auf einen Gefahrguttransporter aufgefahren. Dabei ist Kunststoffgranulat ausgetreten. (Bild: rbb/Stefanie Brockhausen)
Video: Brandenburg Aktuell | 12.06.2018 | Bild: rbb/Stefanie Brockhausen

Vollsperrung auf der A10 - Ein Mensch stirbt bei Unfall mit Gefahrguttransporter

Bei einem Unfall auf der A10 ist am Dienstagmorgen ein Mensch ums Leben gekommen. Laut Polizei fuhr zwischen Glindow und Dreieck Werder (Potsdam Mittelmark) ein Kleinlaster an einem Stauende ungebremst auf einen Gefahrguttransporter auf. Wie die Feuerwehr dem rbb mitteilte, starb dabei der 49-jährige Fahrer des Kleinlasters. Eine weitere Person wurde offenbar verletzt.

Die Autobahn war an der Unfallstelle in beiden Richtungen voll gesperrt. Der Verkehr wurde an verschiedenen Stellen abgeleitet, wie der Sprecher der Polizeidirektion West, Daniel Keip, dem rbb sagte. Um die Anfahrt der Rettungskräfte nicht zu erschweren, wurde das aber nur in gewissen Abständen durchgeführt. Der Polizeisprecher rechnete mit einem längeren Einsatz. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Sperrung der Bundesautobahn 10 konnte nach Abschluss der Bergungsmaßnahmen gegen 13.30 Uhr aufgehoben werden.

Auf der A10 zwischen Glindow und Dreieck Werder (Potsdam Mittelmark) ist am 12.06.2018 ein Kleinlaster an einem Stauende ungebremst auf einen Gefahrguttransporter aufgefahren. Dabei ist Kunststoffgranulat ausgetreten. (Bild: rbb/Sandra Fritsch)
Bild: rbb/Sandra Fritsch

Feuerwehr kam nur langsam zur Unfallstelle

Durch die Wucht des Aufpralls sei der Tank des Lkw beschädigt worden, hieß es von den Rettungskräften. Anschließend rieselte eine geringe Menge ungefährlichen Kunststoffgranulats auf die Fahrbahn. Zunächst hatte die Polizei mitgeteilt, dass eine unbekannte Flüssigkeit ausgelaufen sei. Daraufhin waren im Umkreis von 200 Metern alle Menschen in Sicherheit gebracht worden.

Die Feuerwehr war auf ihrem Weg zu der Unfallstelle zunächst nur langsam vorangekommen. Die Autofahrer hatten offenbar Probleme, eine Rettungsgasse zu bilden.

Sendung: Inforadio, 12.06.2018, 9.40 Uhr

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Was mich persönlich noch viel mehr ärgert ist, dass die Menschen in den Autos es nicht "gebacken" bekommen eine Rettungsgasse zu bilden. Ich fahre viel (u.a. auch genau diese Strecke) und ich bin jedes Mal enttäuscht/wütend, wenn keine Gasse gebildet wird. Stattdessen steigen die Leute im Stau aus, laufen fröhlich wie bei einem Wanderausflug nach vorne um erstmal zu Gaffen. Dafür hab ich keinerlei Verständnis!

  2. 2.

    Ja, wirklich traurig. Aber ich war am Wochenende auf der A 10 unterwegs, nur wenige Kilometer von dieser Unglücksstelle entfernt. Baustellenbereich ab Ludwigsfelde, Überholverbot! Für 80 Prozent der FahrerInnen dort eine grobe Empfehlung, es rauschte nur so rechts an mir vorbei, obwohl ich über Höchstgeschwindigkeit im Bereich fuhr.
    Und warum fahren so oft Laster/Kleinlaster aufs Stauende auf?

  3. 1.

    Ungebremst. Stauende. A10. Gibt man das in Google ein, wundert man sich, was genau in den LKW passiert, die ungebremst in Stauenden rasen - obwohl die Fahrer höher sitzen, den definitiv besseren Überblick haben sollten - wenn sie denn vorne aus dem Fenster schauen. Nicht aufs Navi, nicht aufs Handy, nicht auf die Zeitung, TV, etc. - und wenn sie ausgeschlafen sind.

    Wenn diese Grundprobleme nicht beseitigt und bekämpft werden, wird jede Woche jemand ungebremst im Stauende versterben.

    Ganz, ganz traurig.

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