Ein Obdachloser auf einer Bank in Berlin-Schöneberg (Quelle: dpa/Wolfram Steinberg)
Audio: Inforadio | 13.06.2018 | Thomas Rautenberg | Bild: dpa/Wolfram Steinberg

Initiative des polnischen Botschafters - Warschau kümmert sich um polnische Obdachlose in Berlin

Die Regierung in Polen will polnischen Obdachlosen in Berlin helfen. Nach Informationen des rbb sollen sich bereits ab Juli Sozialarbeiter der Stiftung "Barka" in der Hauptstadt um sie kümmern - und möglichst zur Rückkehr nach Polen bewegen.

Der polnische Senat hat die Gelder für die Betreuung polnischer Obdachloser in Berlin freigegeben. Das hat Botschaftssprecher Dariusz Pawlos dem rbb-Inforadio bestätigt. Demnach werden die ersten "Barka"-Mitarbeiter ab Juli auf den Berliner Straßen unterwegs sein und den Kontakt zu polnischstämmigen Obdachlosen suchen.

Bis zu 2.000 obdachlose Menschen aus Polen

Die Sozialarbeiter sollen mit den Menschen reden und ihnen Hilfe bei der Heimfahrt vermitteln, sagte Pawlos. Dabei soll "Barka" mit Vereinen wie "Gangway" oder "Klik" kooperierern, die sich in Berlin bereits um Obdachlose kümmern.

Nach Schätzungen der Regierung in Warschau leben etwa 2.000 polnische Staatsbürger ohne festen Wohnsitz in der deutschen Hauptstadt. Der polnische Botschafter hatte sich persönlich für das neue Hilfsangebot stark gemacht. Derzeit läuft die Abstimmung mit dem Berliner Senat, wie und wo die Hilfe am besten eingesetzt werden kann.

Viele Obdachlose leiden unter gesundheitlichen Problemen

Nach Schätzungen von Hilfsorganisationen leben in Berlin bis zu 6.000 Obdachlose. Ihre Lage ist oft prekär. Vor allem benötigen sie eine bessere medizinische Versorgung. Das hatte ein erst im Frühjahr veröffentlichter Gesundheitsbericht gezeigt. Darin wird ein "fachliches und finanzielles Gesamtkonzept" gefordert. Nötig sei unter anderem ein unbürokratisches, gut ausgestattetes und niedrigschwelliges medizinisches und zahnmedizinisches Versorgungssystem, in dem alle Bedürftigen einen leichten Zugang zu medizinischen Leistungen haben, hieß es.

Sendung: Inforadio, 13.06.2018, 6.00 Uhr

Kommentar

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21 Kommentare

  1. 21.

    Und wieder solch ein inhaltsloser Kommentar. Mehr haben Sie nicht zu bieten. Sind wohl der geborene Zyniker:-(

  2. 20.

    Da sind Sie aber im Irtum. Die polnische Botschaft hat erst auf Drängen von Seiten des Senats reagiert. Zuerst mit der Bekundung: polnische Obdachlose dürfen gerne ins Konsulat kommen, um sich eine Fahrkarte zur Heimreise abzuholen. Doch sollten Sie nicht betrunken sein. Ist schon recht lange her und jetzt erst schicken Sie polnische Sozialarbeiter hierher um die 2000 poln. Obdachlosen dazu zu bewegen doch wieder heimzufahren. Also mal ganz ehrlich, wieviele von denen werden das Angebot annehmen? Im übrigen wird hier nicht Steuergeld zum Fenster hinausgeworfen oder verschenkt. Viele Ehrenamtliche tun tagaus,tagein einen Knochenjob um diesen Gestrandeten unserer Gesellschaft ein wenig Würde zurückzugeben. Wer spendet trägt auch dazu bei. Denken Sie bitte darüber mal nach.

  3. 19.

    Das ist ja das Problem. Wenn es darum geht gutes mit Steuergeldern zu tun, dann schreien alle laut jawohl, aber auch nur ein einziges mal daran zu denken, dass Ihnen die Steuergelder nicht gehören, die sie da verteilen möchten, kommt ihnen nicht in den Sinn. Die könnten doch den nächsten osteuropäischen Obdachlosen lieber am Sonntag zum Mittagessen einladen und ihn dann noch paar Tage bleiben lassen. Aber so weit geht die Nächstenliebe doch nicht.

  4. 18.

    Kann man nicht die Kommentatoren hier, die gerne unser Geld verteilen/verschenken, hier so feststellen/identifizieren, das sie verpflichtet werden, persönliche Bürgschaften zu übernehmen? Übrigens, eine gute Sache des polnischen Botschafters, der in Eigeninitiative hier tätig wird, ist sehr hoch wertzuschätzen. Bitte mehr solche Nachbarn.

  5. 17.

    ... das ist ja alles schön und gut ... als Anwohnern weiß ich wo die Leute ihr Geschäft verrichten! Selbst Herr Müller müsste es riechen, am Alex und Marx-Engels-Forum sind viele Parkbänke belegt, auch Zelte sind schön da.

  6. 15.

    Wie Steffen schon schrieb,bekommen sie keine Leistungen,allenfalls indirekt durch die Notunterkünfte. Es ist somit ein Witzbetrag und ich hoffe du regst dich auch in gleichem Maße über verschwendetes Geld auf,dass Deutschland verpasst einzutreiben. Stichwort Steuerschlupflöcher.

    Nach meiner Erfahrung schlagen sich die meisten mit Flaschensammeln durch oder warten auf Spenden am Straßenrand,Betteln ist eher die Ausnahme. Viele Berliner sind eben sozial und geben etwas Essbares.

    Es soll auch welche geben,die zum Arbeiten hergekommen sind und dann wegen ausstehender Zahlungen obdachlos geworden sind..

  7. 14.

    Na dann würde ich sie bitten, mir mal die entsprechende Gesetzesgrundlage zu nennen, nach der die Bundesrepublik verpflichtet ist, für jedweden Wohnungsnotfall aufzukommen, unabhängig vom Herkunftsland der Person.

  8. 13.

    Bla bla bla... Das kenne ich schon und es wird nicht besser durch´s wiederholen. Gutmenschengefasel ganz nach dem Motto "wir haben es doch". Nur die Frage woher wir es haben, die interessiert Sie offenbar wenig. Sie fühlen sich wahrscheinlich so richtig gut, wenn sie hier den Moralapostel geben, doch eine funktionierende Gesellschaft bedarf einer Ausgewogenheit zwischen "Gebern" und "Nehmern". Wenn die letztere Seite durch die Zugrundelegung unserer "Rechtsnorm" - erweitert auf die Bevölkerung der ganzen Welt - (und das ist es ja wohl, was Sie mir da gerade verklickern wollen) immer weiter wächst, kollabiert ein ohnehin recht wackliges System ganz schnell. Dann, und erst dann begreifen Sie wahrscheinlich, dass es so auch nicht funktioniert.
    Übrigens muss ich nicht zwangsläufig einem Bedürftigen eine Schüssel warme Suppe reichen, um das zu verstehen.

  9. 12.

    Drehen Sie mir nicht die Worte im Mund um. Ich habe nicht von Zuständigkeiten geschrieben. Diese Menschen können sich in der EU frei bewegen und das wissen Sie auch. Das diese Leute sich Berlin ausgesucht haben, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber ich vermute weil wir immernoch Mitgefühl zeigen können, wie unsere große Spendenbereitschaft deutlich zeigt.

  10. 10.

    Sie leisten bitte was? Welche HIlfe für Wohnungslose bezahlen Sie denn genau? Ich wette, Sie kennen sich nicht einen Millimeter in der Wohnungslosenhilfe aus, beanspruchen für sich aber, dass es diese ohne Sie nicht gäbe. Doch, gäbe und gibt es trotz(!) und nicht wegen Ihnen.

    Das übliche sozialdarwinistische bis eugenische Gefasel, das deckungsgleich zu selbigem im Nationalsozialismus ist, können Sie sich sparen. Alle Menschen sind gleichwertig, so sehr SIe sich auch Mühe geben, sich selbst werter als andere darzustellen.

    Es ist kein Zufall, dass die Art und Weise, wie hier über Wohnungslose geschrieben wird, oft auch gegen Geflüchtete gerichtet wird. Es sind als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeiten nunmal immer Ideologien der Ungleichwertigkeit.

    Im Übrigen muss(!) - und nicht kann - der Staat jedem Menschen in einer Wohnungsnotfallsituation hier helfen. Das ist Rechtsnorm und unabhängig vom Geburtsland. Die eigene Verantwortung lässt sich nicht weiterreichen.

  11. 9.

    Den Tatsachen entsprechend, würde ich eher von vegetieren als von leben sprechen. Besitzt nicht jeder polnische Staatsbürger ohne festen Wohnsitz in Deutschland seine individuellen Menschenrechte? Durch Vorwürfe und/ oder abfällige Bemerkungen wird die Notsituation dieser Menschen sicherlich nicht geklärt und beseitigt. Mit staatenübergreifender Zusammenarbeit könnten derartige Probleme in der Zukunft vermieden werden und erfolgreiche gemeinsame Erfahrungen festigen die Beziehungen.

  12. 8.

    Ingolf, in diesem speziellen Fall kann ich Sie beruhigen. EU-Ausländer haben nämlich KEINEN Anspruch auf deutsche Sozialleistungen, wenn sie zu uns kommen. Den können sie erst erwerben, wenn sie längere Zeit hier gearbeitet haben. Diese Polen schlagen sich hier in Berlin in der Regel mit Betteln durch, was immer noch mehr bringt, als obdachlos in Polen -ohne jegliche staatliche Hilfen- zu sein. Die will dort auch keiner haben und das Leben in Polen ist knallhart. Daher sind die auch hier.

  13. 7.

    Beruhigen Sie sich, ich ernähre den guten Mann sehr wohl und mit ihm tausende andere EU-Obdachlose. Oder was glauben Sie, woher die finanziellen Mittel für die Versorgung der Menschen kommt? Glauben Sie etwa, die Bundesrepublik Deutschland verfügt über ein nie versiegenden Quell Geld? Das sind Steuergelder, alles sind Steuergelder und wie es auch bei Ihnen zu Hause ist, einen Euro kann man genau ein mal ausgeben, dann ist er weg. Deutschland ist nicht das Armenhaus Europas und ich, oder jeder andere ehrlich arbeitende Mensch muss sich von Leuten wie Ihnen kein schlechtes Gewissen einreden lassen, nur weil einem polnischen Obdachlosen in Berlin nachts kalt ist. Ich habe Berichte über Notunterkünfte gesehen, in die abends ganze Horden von betrunkenen Osteuropäern einrücken, teils so blau, dass sie gestützt werden müssen...
    Die bedauerlichen Geschöpfe haben den beschwerlichen Weg auf sich genommen, weil es hier Geld gibt und in Polen oder Tschechien nicht, so banal das auch klingt.

  14. 6.

    Ich glaube nicht, dass Deutschland für bessere Lebensbedingungen der polnischen Obdachlosen zuständig ist.

  15. 5.

    Wenn sich jetzt noch Rumänien, Bulgarien und die anderen östlichen EU-Beitrittsländer um ihre hier "gestrandeten" Bürger kümmern ...

  16. 4.

    Wer ernährt diese armen Menschen? Sie ganz sicherlich nicht mit Ihrer abfälligen Bemerkung. Schämen Sie sich über das Elend anderer so herzuziehen. Diese bedauernswerten Geschöpfe werden schon einen Grund haben, weshalb sie den langen Weg auf sich genommen haben. Der Alkohol alleine wars bestimmt nicht. Jetzt ist die polnische sowie tschechische Regierung in der Pflicht auch etwas zu tun und zwar dringend.

  17. 3.

    Das wird aber auch höhste Zeit .

  18. 2.

    Wie sieht das "sich kümmern" konkret aus? Bekommt der "Polnische Obdachlose" in Zukunft sein Bier und Rotwein aus Warschau bezahlt? Das wäre immerhin schon mal ein Anfang. Oder aus welchem Grund hat es den guten Mann nach Berlin verschlagen?
    "Sie sähen nicht, sie ernten nicht, aber Deutschland ernährt sie dennoch..."

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