Wachturm der Justizvollzugsanstalt in Berlin-Tegel spiegelt sich in einem Verkehrsspiegel. (Quelle: imago/Jürgen Ritter)
Bild: imago/Jürgen Ritter

In der Haftanstalt Tegel - Mörder nach Attacke auf Pfarrerin weiteres Mal verurteilt

Nachdem ein bereits wegen zweifachen Mordes verurteilter Mann eine Gefängnis-Pfarrerin angegriffen hat, ist er zu einer weiteren Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden.

Zu lebenslanger Haft verurteilt - mit Sicherungsverwahrung

Das Landgericht sprach den 54-Jährigen am Mittwoch der sexuellen Nötigung und der Körperverletzung schuldig. Als Insasse der Justizvollzugsanstalt Tegel habe er im Juli 2015 eine dort tätige Pfarrerin attackiert und küssen wollen. Der Angeklagte hatte die 46-Jährige um Entschuldigung gebeten.

Der Angeklagte war im Jahr 2000 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Zudem war damals anschließende Sicherungsverwahrung verhängt worden. Der Gewalttäter hatte zwei Rentnerinnen ausgeraubt und getötet. Der 54-Jährige war seit seiner Jugend wegen Straftaten aufgefallen, darunter Sexualdelikte. Mehr als 30 Jahre soll er hinter Gittern verbracht haben. "Probleme mit Frauen durchziehen seit Jahrzehnten sein Leben", sagte nun die Vorsitzende Richterin.

"So habe ich ihn nicht gekannt"

Die Pfarrerin hatte im Prozess geschildert, der Angeklagte habe sie um Kopien gebeten. In ihrem Büro habe er sie plötzlich attackiert. "Seine Stimme war ganz verändert, so habe ich ihn nicht gekannt". Sie habe unter anderem Prellungen am Rücken, Schmerzen am Oberkörper sowie eine kleine Wunde an der Lippe erlitten.

Die Staatsanwältin hatte zwei Jahren und zwei Monaten Haft gefordert und die Verhängung einer weiteren Sicherungsverwahrung beantragt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren