Zwei Kinder gießen einen Baum (Quelle: imago/Ute Grabowsky/photothek.net).
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Wegen anhaltender Trockenheit - Berliner zum Wässern von Straßenbäumen aufgerufen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Berliner dazu aufgerufen, Straßenbäume zu wässern. Demnach könnten hohe Temperaturen und geringe Niederschlagsmengen den Bäumen schwere Schäden zufügen. Gerade junge Bäume benötigten besonders viel Wasser, heißt es auf der BUND-Homepage.

"Die große Trockenheit der letzten Wochen haben die Berliner Straßenbäume erstaunlich gut verkraftet", sagte Christian Hönig, BUND-Fachreferent für Baumschutz. Spätestens jetzt seien die Wasserreserven aber aufgebraucht. "Die vereinzelten Gewitterschauer vom Wochenende waren nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein."

Acht bis zehn Eimer Wasser pro Woche

Die Bäume sollten einmal pro Woche mit jeweils acht bis zehn Eimern Wasser gegossen werden, wie der Verband am Montag mitteilte. Das entspräche einer Menge von fünf bis zehn Litern. Wie ein Sprecher auf Nachfrage mitteilte, wäre es besser, nicht täglich zu gießen, sondern in zeitlich größeren Abständen.

Die für die Pflege der Straßenbäume zuständigen Gartenämter könnten laut BUND nur bedingt Abhilfe schaffen. Nach eigenen Aussagen fehle ihnen nicht nur das Personal, um die Straßenbäume zu wässern, sondern auch funktionstüchtige Gießwagen. Nach letzten Angaben des Senats gibt es rund 438.000 Bäume in der Stadt.

Ähnlicher Aufruf in der Stadt Brandenburg

Vergangene Woche hatte bereits die Stadt Brandenburg an der Havel die Bürger um Mithilfe bei der Wässerung der Stadtpflanzen gebeten. "Die Stadtverwaltung bittet alle, die die Möglichkeit haben mit etwas Wasser, egal ob aus Eimer, Gießkanne oder Schlauch, Bäumen und Pflanzen zu gießen", heißt es auf der Internetpräsenz der Stadt. Die Trockenheit bedrohe vor allem jüngere Bäume und Sträucher, weil ihre Wurzeln noch nicht so tief reichen.

Sendung: Abendschau, 04.06.2018, 19:30 Uhr

Kommentar

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4 Kommentare

  1. 4.

    Ich schäme mich für solche Mitbürger, die vielleicht aus Bequemlichkeit, Egoismus oder was auch immer, hartnäckig an dem Glauben festhalten, mit den ihnen auferlegten Steuernzahlungen läge alle Verantwortung für Ihre Mitmenschen und Umwelt nur noch beim Staat. Kein Wunder also, dass auch die Berliner Straßen immer dreckiger werden. Denn es gibt offensichtlich immer mehr solche Leute, die aus genau diesem Grund ihrem Müll einfach auf die Straße werfen. Soll sich doch der Staat drum kümmern, man zahlt ja Steuern.

  2. 3.

    Ich finde es entsetzlich, dass in Berlin trotz vor Geld strotzender Kassen alles den Bürgern auferlegt wird: Wässern der Bäume, Müll wegräumen beim Joggen, Versorgung der Obdachlosen bei Hitze mit Trinkwasser. und und und
    Ich schäme mich für diesen (r2g) Senat.

  3. 1.

    8-10 eimer sind 5- 10 liter?
    sehr kleine eimer ......

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