Drei Unbekannte haben in Berlin zwei 21 und 24 Jahre alte Kippa tragende Männer antisemitisch beschimpft und attackiert. Einer aus der Gruppe schlug mit einem Gürtel zu. (Quelle: Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V.)
Audio: Inforadio | 19.06.2018 | Ulf Morling | Bild: Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V.

Vor Hauptverhandlung am Dienstag - Verteidigerin über Kippa-Angriff: Mandant ist "kein Antisemit"

Das Tatvideo löste weltweit Empörung aus: Nach einem mutmaßlich antisemitischen Angriff muss sich am Dienstag ein 19-Jähriger vor Gericht verantworten. Seine Verteidigerin sagt, der Fall sei nicht als Symbol geeignet, ihr Mandant sei kein Antisemit. Von Ulf Morling

Im Hochsicherheitssaal 700 des Berliner Landgerichts geht es sonst um Terrorismus und Rockermorde, aber am Dienstag wird es um Beleidigung und gefährliche Körperverletzung gehen. Ein 19-jähriger Flüchtling aus Syrien ist angeklagt. Das Interesse der Öffentlichkeit ist so groß, dass ein kleinerer Saal nicht ausreichen würde, denn es geht auch darum, ob sich jüdische Menschen in der deutschen Hauptstadt offen zu erkennen geben können, ohne gefährdet zu sein. 45 Journalisten werden berichten, selbst aus den USA reisen Reporter an.

Am Tattag, dem 17. April 2018, gegen 20:20 Uhr waren die Cafés und Restaurants im bürgerlichen Prenzlauer Berg gut besetzt, als Täter und Opfer in der Raumerstraße aufeinander trafen. Der angeklagte 19-jährige Syrer, der seit 2015 in Deutschland lebt, war mit seinem Cousin und einem bis heute Unbekannten unterwegs. Die zweite Gruppe bestand aus einem jungen Israeli und dessen deutsch-marokkanischem Freund, beide trugen eine Kippa.

Gerichtssprecherin: Passantin soll "Schlimmeres verhindert haben"

Zuerst soll aus der Gruppe des Angeklagten "Schlampe" gerufen worden sein. Der angeklagte 19-Jährige rief dann laut Ermittlern "Schmutzige Juden". Der junge Israeli, der in Deutschland studiert, hatte begonnen mit seinem Handy die Situation zu filmen. "Ich filme Dich", hatte er immer wieder gerufen.

Der Angeklagte soll den Gürtel aus seiner Hose gezogen und mindestens zehn Mal gegen Kopf und Körper des Opfers geschlagen haben. Der Kippa tragende junge Mann erlitt dabei unter anderem eine Platzwunde an der Lippe.

Der mit dem Gürtel angegriffene Israeli hatte versucht, den mutmaßlichen Angreifer zu verfolgen, bis er mit einer erhobenen Flasche bedroht wurde. Eine Passantin war laut Ermittlern dazwischen gegangen und soll, so Gerichtssprecherin Lisa Jani, "wohl Schlimmeres verhindert haben". Eine andere Zeugin berichtete, dass sie erstaunt gewesen sei, dass sonst niemand geholfen habe, obwohl Cafés und Restaurants in der Straße gut besetzt gewesen seien.

Empörung über Angriff

Nach der Anzeige des Vorfalls bei der Polizei und der Veröffentlichung des Tatvideos durch das Opfer und einen seiner Freunde auf Facebook hatte die Tat weltweit für Empörung gesorgt.  Der Angeklagte stellte sich zwei Tage nach der Tat und wurde, obwohl er sich noch nie etwas zu Schulden kommen ließ, wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft genommen, ungewöhnlich für einen Heranwachsenden. Den Ermittlungen zufolge hat er keinen festen Wohnsitz.

Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, warnte später davor, den Judenhass in Deutschland kleinzureden. Als Zeichen gegen Antisemitismus waren auch in Berlin und Brandenburg tausende Menschen mit einer Kippa auf die Straße gegangen.

Verteidigerin: "Mein Mandant ist kein Antisemit!"

Während der Cousin des Angeklagten im Ermittlungsverfahren bestritten haben soll, dass das Video den realistischen Verlauf der Auseinandersetzung der beiden Gruppen zeigt, schwieg der angeklagte Syrer im Ermittlungsverfahren. Exklusiv spricht Verteidigerin Ria Halbritter mit dem rbb und erklärt: "Wenn die Presseberichterstattung nicht dieses Ausmaß hätte, wäre das ein ganz durchschnittlicher Fall. Mein Mandant ist kein Antisemit, das wird sich in der Hauptverhandlung zeigen. Der Fall ist nicht geeignet als Symbol des zunehmenden Antisemitismus hier im Land." Insbesondere die Gespräche mit ihrem Mandanten in den letzten zwei Monaten, aber auch die Aktenlage würden erweisen, dass  er nicht antisemitisch eingestellt sei, Halbritter weiter. "Er ist nie aufgefallen und hat sich bisher in Deutschland ganz normal und anständig geführt."

Ein Verhandlungstag ist knapp bemessen

Das Jugendschöffengericht hat nur einen Verhandlungstag für den Prozess vorgesehen. Derzeit sind acht Zeugen geladen, unter ihnen auch der an den Beleidigungen mutmaßlich beteiligte Cousin des Angeklagten.

Es wird erwartet, dass der Angeklagte sein Schweigen bricht und zu den Vorwürfen Stellung nimmt. Sein Cousin könnte ebenfalls aussagen, auch wenn wegen seines noch laufenden Ermittlungsverfahrens eher davon auszugehen ist, dass er schweigen wird. Die Opfer und unbeteiligten Tatzeugen werden gleichfalls unter den insgesamt acht Zeugen sein, die bislang vorgesehen sind.

Bei einer Verurteilung nach dem Jugendstrafrecht wäre eine breite Palette von Interventionsmöglichkeiten gegeben, die von Freizeitarbeiten bis zu Jugendhaft reichen.

Sendung: Abendschau, 18.06.2018, 19:30 Uhr

Kommentarfunktion am Dienstag, 19.06.2018, um 14.05 Uhr geschlossen. Zu diesem Thema gibt es einen aktuelleren Beitrag.  

52 Kommentare

  1. 52.

    soviel zum Thema Wahrheit:
    https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2018/pmk-2017-hasskriminalitaet.pdf?__blob=publicationFile&v=3

  2. 51.

    Hallo,

    aufmerksam verfolge ich die ganze Antisemitismus-Debatte als Angehöriger der jüdischen Minderheit in Deutschland.
    Wir sind damals aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland gekommen, weil sich Juden in Russland nicht sicher fühlten. Überall waren in Russland dieser Juden-Hass und Beschimpfungen, Probleme mit Jobsuche wegen jüdischen Nachnamens u.v.m.
    Nun, in Deutschland angekommen, waren wir anfangs wirklich begeistert: ein sicheres sauberes Land mit freundlichen Menschen, von der finsteren Hitler-Vergangenheit nichts zu spüren. Im Gegenteil.
    Für uns ist Deutschland eine neue Heimat geworden, und wir haben Deutschland wirklich lieb gewonnen.
    Doch seit ca. 2005 beobachtet man einen enormen Zuwachs oder zumindest eine viel stärkere und ungehemmte Artikulierung des Judenhasses in Deutschland, ausgehend von v.a. muslimischen Mitbürgern. Das tut insbesondere weh, weil ich auch viele muslimische Freunde habe und Respekt vor allen Religionen.

  3. 50.

    Zweitens frage ich den Angeklagten auch mal zu dem hier:

    RBB: Angeklagter gesteht Schläge mit dem Gürtel (19.06.18 | 11:56 Uhr)

    "Ansage auf Arabisch fortgesetzt"
    "Der Angeklagte sprach anfangs deutsch und sagte: "Es tut mir sehr leid, es war ein Fehler von mir." Er fügte hinzu: "Ich wollte ihn nicht schlagen, ich wollte ihm nur Angst machen." "

    Warum wollte der Angeklagte dem Israeli Angst machen?? Dazu hätte ich gerne mal sein Motiv gewusst. Bitte auch dazu mal Fakten.

  4. 49.

    Und weiterhin wuerde ich gerne zu dem hier aus dem anderen RBB-Bericht:

    RBB: Angeklagter gesteht Schläge mit dem Gürtel (19.06.18 | 11:56 Uhr)

    "Ansage auf Arabisch fortgesetzt"
    "Der Angeklagte sprach anfangs deutsch und sagte: "Es tut mir sehr leid, es war ein Fehler von mir." Er fügte hinzu: "Ich wollte ihn nicht schlagen, ich wollte ihm nur Angst machen." Er habe zuvor Drogen genommen. "Ich habe was gekifft, mein Kopf war müde."

    von dem Angeklagten wissen:
    stimmt dass mit dem Drogenkonsum?? Und wie lange kifft der schon?? Und warum gab es hier nie Ermittlungen wegen Drogenmissbrauch?? OK, wenn er Ersttäter bei der Drogengeschichte war, dann hätte dass maximal eine Geldstrafe gegeben oder eine Bewährungsstrafe. Denn der Angeklagte hätte wissen muessen, wie sich sein Verhalten durch die Drogen verändert. Und er hätte an dem Tag besser nicht mehr draußen rumlaufen sollen.

    Aus dem Grund könnte man ihn also wegen:
    a) Körperverletzung
    b) Drogenmissbrauch

    verurteilen.

  5. 48.

    Na ja...was würden Sie denn von Ihrem Verteidiger (noch einmal ausdrücklich: VERTEIDIGER) anderes erwarten, als dass er von Ihnen "befangen" ist, um Sie mit allen Mitteln zu...naja...verteidigen?

    Oder glauben Sie etwa, dass ein Verteidiger nicht befangen sein darf, weil es Richter auch nicht sein dürfen? Ist das Ihre Argumentationslinie? Hoffentlich nicht... #ohweia

  6. 47.

    hi TremorBerlin (Dienstag, 19.06.2018 | 11:49 Uhr)

    Also dass hier:

    "Ich schätze mal, wenn man sämtliche antisemitischen Vorfälle der letzten Jahre in Berlin betrachtet, wird sehr schnell klar, dass die Mehrheit davon nicht von Glatzköpfen mit Springerstiefeln begangen wurden, sondern von ganz anderen Personen... "

    stimmt so nicht. Es gab mehr als genug Rechtsradikalen-Fälle in Berlin und Thueringen in den letzten Jahren. Dazu gibt und gab es mehr als genug Berichterstattung. Sogar dieser NSU kam aus Thueringen. Und zu dem hier:

    "Nicht wer die Wahrheit nennt, vergiftet das politische Klima, sondern wer eben diese Benennung tabuisiert, weil sie seinem Weltbild zuwiderläuft."

    sage ich mal:
    wer den Rechtsradikalismus der AfD und inzwischen auch von der CSU ausblendet und wer die ganzen Nazi-Fälle aus der letzten Zeit tabuisiert, der vergiftet das politische Klima u.

  7. 46.

    Sie finden es also ganz durchschnittlich, wenn jemand mit seinem Gürtel auf jemanden einschlägt, weil ihm seine Kopfbedeckung / Ansichten / Religion nicht passt?

    Ich finde das zutiefst verstörend.

  8. 45.

    Auch bei der Tagesschau wurde ueber diesen Fall berichtet und auch dort heißt es, dass der Angreifer laut Angaben der Polizei ein Syrer ist:

    Tagesschau: Tatverdächtiger stellt sich (19.04.2018 16:14 Uhr)

    "Zwei Tage nach einem offenbar antisemitischen Angriff auf einen Israeli und seinen Begleiter in Berlin hat sich ein mutmaßlicher Täter der Polizei gestellt. Am Mittag sei der junge Mann in Begleitung seiner Rechtsanwältin beim Landeskriminalamt erschienen, sagte ein Polizeisprecher. Demnach handelt es sich der Nachrichtenagentur dpa zufolge um einem 19-Jährigen aus Syrien. Er sei unter anderem aufgrund von Zeugenhinweisen ermittelt worden. Wie lange der Mann bereits in Deutschland ist und wo er lebt, teilte die Polizei nicht mit."

  9. 44.

    Ich danke Ihnen für ihren Mut, denn es ist vorhersehbar dass hier ein wahrer shitstorm über sie hereinbrechen wird.

    Was mich auch wundert: Wenn ich geschlagen werde, noch dazu mit einem Gegenstand würde ich mich wehren, zumindest die Schläge abwehren statt die Tat mit dem Handy zu filmen. Oder wegrennen. Was auch immer, nur ich käme nicht auf die Idee zu filmen.

  10. 43.

    Und ich gehe mit Ihnen jede Wette ein, dass ich sowohl den Kulturkreis, dem dieser mutmaßliche Täter entstammt, kenne, als auch die Religion, der er angehört.
    Erfahrungen sind keine Vorurteile, und nicht wer auf Offensichtliches hinweist, ist deshalb weder xenophob noch ein Bösewicht.
    Ich schätze mal, wenn man sämtliche antisemitischen Vorfälle der letzten Jahre in Berlin betrachtet, wird sehr schnell klar, dass die Mehrheit davon nicht von Glatzköpfen mit Springerstiefeln begangen wurden, sondern von ganz anderen Personen...
    Nicht wer die Wahrheit nennt, vergiftet das politische Klima, sondern wer eben diese Benennung tabuisiert, weil sie seinem Weltbild zuwiderläuft.

  11. 42.

    Sie haben vollkommen recht, wir haben schon genügend AfD Mitglieder/Wähler mit "antisemitischen Tendenzen."

    Wie werden wir die los?

  12. 41.

    Die Rechtsanwältin steht zu ihrem Mandanten. Als Verteidigerin ist das in unserer Judikativen ihre Aufgabe.
    Steht denn in dem Artikel, ob der Auslöser des Konflikts tatsächlich einen antisemitischen Hintergrund hat oder gibt es einen anderen Hintergrund an dem zufällig ein Syrer und Israeli beteiligt waren. So ganz klar wird mir das aus der Presse nicht berichtet.
    Man möge mich nicht falsch verstehen, ich bin gegen jegliche Diskriminierung und Gewalt gegen Andersgläubige. Ich denke aber auch, dass dieser Fall erst vor Gericht genau aufgeklärt werden muss, bevor er weiter zu einem Politikum hervorgehoben wird. Und ein jeder ist in unserem Rechtswesen unschuldig bis seine Schuld bewiesen ist. Das zu klären ist einzig und allein einem deutschen Gericht vorbehalten.

  13. 40.

    Weiterhin sage ich mal zu dem hier:

    "Insbesondere die Gespräche mit ihrem Mandanten in den letzten zwei Monaten, aber auch die Aktenlage würden erweisen, dass er nicht antisemitisch eingestellt sei, Halbritter weiter."

    Auch dass kann ich nicht beurteilen ohne die Aktenlage zu kennen. Von daher wäre es mal gut und richtig, die entsprechenden Aktenauszuege mal zu zeigen, aus denen das hervorgehen soll. Denn so kann ich nicht beurteilen, ob dieser Typ nun ein Antisemit ist oder nicht. Da brauche ich mehr Fakten. Was steht denn dazu in den Akten??

    Grueße

  14. 39.

    Allerdings sehe ich es auch so, dass die Verteidigerin mit einem Punkt recht hat:

    "Exklusiv spricht Verteidigerin Ria Halbritter mit dem rbb und erklärt: "Wenn die Presseberichterstattung nicht dieses Ausmaß hätte, wäre das ein ganz durchschnittlicher Fall."

    Diese ganzen AfDler und die CSU instrumentalisieren hier diesen Fall und auch den Fall Susanna fuer politische Zwecke und dass sollte mit aller Entschiedenheit abgelehnt werden. Aber ob es sich hier wirklich um einen ganz normalen Fall handelt?? Ich weiss nicht recht, wenn ich mir diese Schläge mit dem Guertel so anschaue. Ich wuerde es eher als einen mittelschweren Fall von Körperverletzung einstufen. Und ob wir es hier wirklich mit echtem Antisemitismus zu tun haben, sollte mal geklärt werden, weil alles ja nur ein Test war laut sämtlicher Berichterstattung.

  15. 38.

    Weiterhin sage ich mal zu dem hier:

    "Der Angeklagte stellte sich zwei Tage nach der Tat und wurde, obwohl er sich noch nie etwas zu Schulden kommen ließ, wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft genommen, ungewöhnlich für einen Heranwachsenden. Den Ermittlungen zufolge hat er keinen festen Wohnsitz."

    Das ist schon durchaus OK, wenn es stimmt dass dieser Angeklagte wirklich keinen festen Wohnsitz haben sollte. Aber so wie ich dass weiss, soll er in einer Fluechtlingsunterkunft gelebt haben:

    SWP: Angriff: Kippa-Tragen war ein Test (20.04.2018)

    "Laut „Bild“-Zeitung soll es sich bei dem Tatverdächtigen um einen palästinensischen Syrer handeln, der in einer Brandenburger Einrichtung gemeldet sei."

    Aber ob der Angeklagte nun wirklich ein Antisemit ist oder nicht, kann ich hier nicht sagen. Denn wir wissen nicht, ob diese ganze Sache - weil es ja ein Test gewesen ist - an Ende nicht sogar absichtlich inszeniert war. Wer weiss dass schon??

  16. 37.

    Oder dazu auch hier:

    Berliner Zeitung: Prenzlauer Berg Angriff auf Israeli - Kippa als Test getragen (18.04.18, 18:37 Uhr)

    "Der junge Mann, dem der Angriff galt, heißt Adam A., ein 21-jähriger Tiermedizinstudent, der seit drei Jahren in Deutschland lebt und erst seit einem Monat in Berlin ist. Er und ein Freund trugen an diesem Abend Kippas und filmten den Übergriff mit ihren Handykameras."

    "Ein Test sei es gewesen, es sei darum gegangen zu sehen, ob kippatragende Menschen in Berlin sicher seien. Die Kippa habe er von einem Freund geschenkt bekommen. In Berlin solle er sie aber lieber nicht aufsetzen, dort sei es zu gefährlich, habe ihm der Freund im Scherz gesagt, berichtete A. im rbb."

    Von daher sollte man wirklich lieber mal auf politischer Ebene darueber reden, was Antisemitismus ueberhaupt erst mal ist und wie richtig gegen Antisemitismus vorgegangen werden kann. Außerdem wuerde ich hier auch noch Körperverletzung anklagen. Denn diese Schläge waren schon nicht ohne!

  17. 36.

    Also hier in diesem Bericht fehlt die Hälfte.

    Zuerst mal war dieser angebliche Israeli gar kein Jude und die Kippa war ein Geschenk von einem Freund.
    Zweitens war dieses gemeinsame Weggehen laut diesen beiden sogar ein Test, wie es wirklich mit dem Antisemitismus in Deutschland bestellt ist:

    Suedwestpresse: Angriff: Kippa-Tragen war ein Test (20.04.2018)

    "Zuvor hatte es eine Überraschung gegeben: Der Überfallene stellte klar, dass er zwar Israeli, aber kein Jude ist. Er habe die jüdische Kopfbedeckung zu Testzwecken getragen, sagte Adam Armoush. Nach der Tat am Dienstagabend hatte er den Eindruck erweckt, dass er die Kippa aus religiösen Gründen trug. Armoush erzählte, er habe einem israelischen Freund beweisen wollen, dass es in Deutschland kein Problem sei, sich als Jude erkennen zu geben. Nun sei er überzeugt, dass sie hierzulande „nicht so sicher leben können, wie ich gedacht habe“."

  18. 35.

    "Mein Mandant ist kein Antisemit..." Wovon träumt diese Rechtsanwältinn denn nachts? Oder ist sie befangen, egegenüber ihrem Mandanten?

  19. 34.

    Solche Leute mit antisemitischen Tendenzen benötigen wir in Deutschland absolut nicht. Es kann und darf nicht sein, daß bei uns Männer die eine Kippa tragen, angegriffen werden, die bei uns auch noch das Gastrecht besitzen.
    So etwas ist nicht hinnehmbar und dann noch so eine Anwältin, die darauf hin noch sagt, daß "ihr Mandant kein Antisemit" sei. Das geht überhaupt nicht!

  20. 33.

    Lieber Erich,

    wahrscheinlich würde Dein Rechtsschutz Dir in einem solchen Fall auch nicht helfen, denn der bezahlt bei "Absichts-Delikten" Deinen Anwalt womöglich nicht, sondern bestenfalls eine Rechtsberatung. Und so ein Fall kann leichter eintreten als Du denkst, sogar wenn Du Dir selbst absolut nichts vorzuwerfen hast. Spreche mal mit Deinen Rechtsschutz darüber, was die leisten und was nicht. Da kannst Du Überraschungen erleben.

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