An dieser Tramstation ist ein 13-jähriges Mädchen aufgrund eines Unfalles mit einer Straßenbahn ihren Verletzungen erlegen. (Bild: Abendschau)
Video: Abendschau | 12.06.2018 | Heike Bettermann/Kerstin Breinig | Bild: Abendschau

Unfall in Berlin-Rummelsburg - Tödlicher Straßenbahnunfall: 13-Jährige wollte Gleise überqueren

Ein 13-jähriges Mädchen ist am Dienstag in Berlin-Rummelsburg mit ihrem Fahrrad unter eine Straßenbahn geraten - und nach einer verzweifelten Rettungsaktion gestorben. Auch zwei Feuerwehrleute wurden verletzt. Jetzt gab die Polizei Einzelheiten zu dem Fall bekannt.

Nach dem tödlichen Straßenbahn-Unfall in Berlin-Rummelsburg (Lichtenberg) hat die Polizei Einzelheiten bekanntgegeben. Bei dem Unfall war ein 13-jähriges Mädchen unter eine Straßenbahn geraten und tödlich verletzt worden.

Nach Angaben der Polizei wollte das Mädchen am Blockdammweg Ecke Köpenicker Chaussee mit ihrem Fahrrad nach links über die Gleise fahren. Dabei wurde sie von dem Triebwagen erfasst. Trotz Notbremsung habe der Fahrer den Zug nicht mehr rechtzeitig anhalten können, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

Die Feuerwehr konnte die 13-Jährige erst nach anderthalb Stunden befreien; sie starb im Rettungswagen an ihren schweren Verletzungen.

Zwei Feuerwehrmänner verletzt

Beim Versuch, die Tram anzuheben, wurden außerdem zwei Feuerwehrmänner verletzt: Der Wagen rutschte aus der Halterung und klemmte die beiden Männer ein.   

Am Abend sagte der stellvertretende Landesbranddirektor Karsten Göwecke dem rbb, dass es den beiden Einsatzkräften den Umständen entsprechend gut gehe. Einer der beiden Männer konnte das Krankenhaus mit Prellungen bereits wieder verlassen. Der andere habe eine Fraktur erlitten und müsste noch länger stationär behandelt werden. Beide seien aber nicht so schwer verletzt wie zunächst angenommen. Was wirklich tragisch sei, sei der Tod des Mädchens, "das bewegt alle Einsatzkräfte sehr", so Göwecke.

Verkehrsermittlungsdienst untersucht Umstände

Rund 20 Einsatzkräfte mussten psychologisch betreut, wie es hieß. Um die näheren Umstände zu klären, habe der Verkehrsermittlungsdienst die Arbeit aufgenommen. Dabei soll auch das plötzliche Abrutschen bei dem eigentlich routine-mäßigen Anheben der Straßenbahn untersucht werden.

Kommentar

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53 Kommentare

  1. 53.

    Ein tragischer Unfall, aber noch tragischer empfinde ich den ersten Rettungsversuch der Feuerwehr. Wie kann sowas passieren?

  2. 52.

    Wer hier von Schuld beim Tram-Fahrer spricht, ist ein verlogener Idiot.
    Wer meint, dass man ALLE Unfälle mit Unterfahrschutz verhindern könne, ist ebenfalls ein Idiot und versteht absolut nichts von diesen Dingen - so viel dazu.

    Leider ist hier ein junger Mensch ums Leben gekommen - die Ursachen hierfür sind vielfältig, das dürfte für jeden halbwegs intelligenten Menschen klar sein, aber vor allem zeigt dieser Unfall eines auf, nämlich dass das, was man früher "Verkehrserziehung" nannte, gerade heutzutage absolut notwendig ist und in JEDEM Schuljahr erneut zu erfolgen hat.

    Warum? Weil Eltern oft schlechte Vorbilder sind, was man gerade bei Radfahrern jeden Tag beobachten kann und wenn diese nicht fähig sind, ihren Kindern die entsprechenden Dinge beizubringen, egal ob es an mangelndem Bewusstsein, nicht vorhandener Intelligenz oder schlichtweg Ignoranz liegt, dann MUSS das von dritter Seite erfolgen.

    Radfahrer sind VERKEHRSTEILNEHMER und haben sich auch so zu verhalten.

  3. 51.

    Ist das der Kommentar zu einem tragischen Unglücksfall? Dass die Radfahrer "die Augen aufmachen sollen"?

    Wie grausam.

  4. 50.

    Dieser tragische Unfall mit Todesfolge des jungen Mädchens beschäftigt mich sehr,ich war am selben Tag zu fast gleicher Zeit mit der Straßenbahn aus Karlshorst kommend unterwegs und hörte zu Hause,dass es gerade aufgrund eines Unfalls zu Verzögerungen im Straßenbahnverkehr aus dieser Richtung kommt aus Gründen,die bis dahin nicht genannt wurden.Als ich am nächsten Tag erfuhr unter welchen Umständen es dazu kam-wie gern hätte ich am Vortag alle Zeit der Verspätung in Kauf nehmen wollen,um dieses Kind zu retten.In Gedanken bei der Familie,den Freunden,dem Fahrer der Tram und allen Helfern vor Ort,in tiefer Anteilnahme B.Kiesewetter

  5. 49.

    Dann müssten (sollten) halt Eltern ihren Kindern ein gutes Vorbild sein und sie informieren.
    Aber von einen Teil von Eltern in unserer Gesellschaft würde ich sowas garnicht mehr erwarten.
    Da wird doch die Verantwortung an der Tür zum Kindergarten/zur Schule bereits vollständig abgegeben.
    Traurig traurig, das ganze.
    Dazu folgt ein ernsthaftes Beileid.

  6. 48.

    "Eine Strassenbahn mit zuverlässig funktionierendem Unterfahrschutz ..."

    Die neuesten Fahrzeuge Flexity Berlin weisen ja einen solchen Unterfahrschutz auf, anders als bei älteren Tatra-Fahrzeugen o. eingeschränkt beim hier betr. Modell.

    Der Kopf braucht also garnicht mehr angestrengt werden aufgrund solcher furchtbare Ereignisse, er ist schon angestrengt worden und das ist auch schon umgesetzt worden. Allerdings werden ältere Fahrzeuge immer erhalten bleiben, zumindest als Museumsfahrzeuge oder Oldtimer, wie bei allen anderen Fahrzeugen auf der Straße, auf der Schiene, auf dem Wasser und in der Luft auch.

    Was in diesem Zusammenhang mit hineingehört - ohne, dass ich da auf ein bestimmtes (unterlassenes) Verhalten abhebe, von dem ich ja nichts weiß - das ist die oftmals VERLORENGEGANGENE EHRFURCHT.

    Vielleicht klingt das Wort altmodisch in einer Gesellschaft, die alles weiß, alles kann und sich alles zutraut, auch das Unmögliche.

    Ehrfurcht, wie bei Steckdosen auch.

  7. 47.

    Es tut mir leid. Wir waren Klassenkameraden und Freunde. Du wirst uns allen fehlen aber immer ein Teil von uns sein.

  8. 46.

    Hier haben Eltern ihre Tochter, Großeltern ihre Enkeltochter, Kinder vielleicht ihre Schwester, Schüler ihre Klassenkameradin und Freundin verloren. Ihnen gilt mein uneingeschränktes Beileid und Mitgefühl.
    Gleiches gilt für den Straßenbahnfahrer und den vielen Helfer, die sich mit ganzer Kraft dafür eingesetzt haben, dieses schwer verunglückte Mädchen zu retten. Wie tragisch und unsagbar traurig für alle, dass man nicht mehr helfen konnte.
    Meine aufrichtige Anteilnahme.

  9. 44.

    Ich werde noch lange Zeit brauchen, um diesen Alptraum zu verkraften. Wieder ein tolles Berliner Kind im Strassenverkehr verunglückt. Männer und Frauen Berlins, wir müssen unseren Kopf anstrengen! Wir brauchen eine zwar leise, aber fehlerverzeihende und intelligente Strassenbahn auf unseren Berliner Schienen. Eine Strassenbahn mit zuverlässig funktionierendem Unterfahrschutz und Annäherungswarnung etc.! Aus Ohnmacht und Schock hin zu Ideen und Entschlüssen!

  10. 43.

    Ich zwinge anderen meine Moral auf wenn ich mich für einen Kommentar bedanke? DEN müssen sie mir erklären.

  11. 42.

    Also um erhlich zu sein was ich mich Frage ist das hier manche über etwas sinnloses auf gut deutsch gesagt schreiben obwohl hier ein junges Leben genommen wurde was ich mich Frage ist gab es an der Stelle eine Ampel und wenn ja in wie weit hatte wer grün weil ein 13 jähriges Mädchen Gerät nicht einfach so unter eine Straßenbahn und das erst Recht nicht auf einem Fahrrad sie wird schon wissen wie man sich im Straßenverkehr verhalten wird jetzt nun leider nicht mehr mein größtes Beileid an die Eltern und alle die sie kannten ich hoffe sehr das es aufgeklärt wird wie es passiert ist weil meist ist die Bahn auch selber schuld und wer weiß ob die Bremsen so gut funktionieren wie es gesagt wird

  12. 41.

    Es is tragisch , das ein so tolles Mädchen von uns geht , sie wird für immer Teil unserer Klasse sein und imer in den Herzen ihrer Freunde und Familie , ich hatte seh engen Kontakt zu ihr und sie war ein tolles Mädchen , es tut mir so unglaublich leid

    R.lndr
    Ruhe in Frieden

  13. 40.

    @39, Michaela, ein Problem Ihres Ansatzes ist nach meiner Beobachtung, dass Unfälle meist schon in die mediale Vergessenheit geraten, wenn sie nur einige Tage her sind: Entweder gibt die Polizei dann keine wirklich neuen Informationen mehr heraus - oder viele Medien melden solche Aktualisierungen dann kaum noch sichtbar; entsprechend der Prämisse 'Old news is no news'.
    Zudem halte ich eine wirklich angemessene Wartezeit nach solchen Unfällen aber auch für gar nicht umsetzbar: Oft dauert es nach dem Verlust eines geliebten Menschen bereits Monate, bis man überhaupt "nur" mit echtem Trauern beginnen kann. Und dieses Trauern selbst kann dann nochmal sehr viel (mehr) Zeit beanspruchen.
    Auch wenn es hart klingt denke ich daher, dass man als Unbeteiligter Distanz wahren und also mehr oder weniger sachlich agieren muss, kann und darf.

  14. 39.

    Frank, Ihr Standpunkt ist gut und richtig - und zu zu gegebener Zeit sehe ich das auch so. Aber was macht es für einen Sinn, kurz nachdem diese schreckliche Tragödie geschehen ist, über Schuld und/oder Verantwortung, Veränderungen, Verbesserungen zu diskutieren, wenn noch nicht einmal eindeutig geklärt ist, was genau überhaupt warum geschehen ist? Somit handelt es sich doch in erster Linie bei allem um Mutmaßungen, die letztendlich zu Verurteilungen bzw. Vorverurteilungen führen. Das Leben zeigt uns doch aber jeden Tag, dass uns Mutmaßungen nie weiter bringen. Darum sehe ich es so, dass so lange, wie das tragische Geschehen nicht geklärt ist, die Achtung vor der Trauer der Familie, Freunde und aller Beteiligten - auch in einem öffentlichen Raum- an erster Stelle stehen sollte. Wenn man in diesem Zusammenhang, bestimmte Erfahrungen oder Beobachtungen schildert, ist das verständlich aber eine Zuweisung von Schuld in die eine oder die andere Richtung halte ich für sehr bedenklich....

  15. 38.

    @35: Das "Geschreibe ueber die Tram soll" darauf Bezug nehmen, dass gelegentlich Unfälle zwischen Verkehrsteilnehmern aller Arten und Trams geschehen. Im aktuellen Fall wurde dabei ein Kind getötet. Mir und anderen Kommentatoren scheint es wichtig, so etwas künftig möglichst zu verhindern. Was erschreckt Sie daran?
    Wie Sie kreuzen täglich Millionen Menschen allein in Berlin Tram-Trassen, ohne dass Unfälle geschehen. Daher habe ich die Tram auch als eigentlich sicher bezeichnet. Und auch das verstorbene Mädchen wird wahrscheinlich nicht zum ersten Mal Tram-Gleise überquert haben. Dennoch kam es leider zu dieser tödlichen Kollision. Tram-Fahrer berichten zudem immer wieder von Beinahe-Unfällen. Da ist die Frage doch naheliegend, ob und ggf was man zur Unfallverhütung tun sollte.

  16. 37.

    Keiner weiß, wie die 13jährige unter die Straßenbahn gekommen ist. Lang es an der Unachtsamkeit, der Kopfhörer oder menschliches Versagen des Triebwagenführers - wir wissen es (noch) nicht.
    Die Straßenbahn aber zu verteufeln, ist dumm und endstirnig.
    Gerade in einer Stadt, die, um die Stickstoffwerte zu senken, abenteuerliche Wege beschreitet: Tempo30, Fahrverbot, Fahrradstraßen u.u.u.
    Dagegen steht die Straßenbahn als umweltfreundliches und effektives Verkehrsmittel an erster Stelle.
    Zumal, bei fast allen Unfällen mit Straßenbahn Auto- und Radfahrer, sowie Fußgänger Schuld haben.

  17. 36.

    Michaela, Ihre Kondolenz ist sicher gut und richtig. Zu Ihrer Kritik sage ich jedoch, dass es einen gravierenden Unterschied zwischen privaten Räumen des Begreifens und Trauerns einerseits und öffentlichen Nachrichtenportalen andererseits gibt:
    Private Bereiche sind vor allem für dem Opfer nahestehende Menschen gedacht, um sich ganz langsam einem kaum jemals begreiflichen Verlust anzunähern.
    In einem öffentlichen Forum aber muss es nach einem Unfall immer auch darum gehen, Ansätze zu finden, was man aus daraus lernen kann. Natürlich soll man dabei keine Vorverurteilungen treffen. Dennoch ist es richtig, Vergleiche zu ähnlichen Fällen zu ziehen - um sie eben künftig, wenn irgend möglich, zu verhindern.

  18. 35.

    "[...] Unabhängig vom ganz exakten Hergang sollte m.E. also die wichtigste Frage sein, ob und ggf wie man im Alltag die Wahrnehmung herannahender Trams erhöhen kann, um wenigstens in Zukunft solche schrecklichen Kollisionen zu vermeiden.[...] "

    Die Diskussion ist mitunter ziemlich erschreckend. Wie einigen Vorrednern kann ich mich nur bei der Frage anschließen, was das Geschreibe über die Tram und ihre bessere Wahrnehmbarkeit soll?

    Ich muss 2x täglich auf dem Arbeitsweg eine Tramtrasse queren ohne Lichtsignale oder ähnliches. Dabei wende ich das Wissen an, was ich von meinen Eltern und in der Verkehrserziehung gelernt habe an:

    Blick nach links, blick nach rechts, blick nach links und dann zügig über die Trasse gehen (Handy oder andere Ablenkungen sind in den 10 Sekunden zu meiden) bzw. beim herannahen der Tram stehen bleiben.
    Gilt übrigens auch für das überqueren der Straße.

    Dadurch lassen sich viele Unfälle mit der Tram, aber auch mit PKW / LKW / Fahrrad vermeiden.

  19. 34.

    Mein tiefstes Beileid .Ich war mit der schülerin in einer Klasse.

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