Symbolbild: Notfallbehandlung an der Charité Berlin. (Quelle: dpa/Pedersen)
Audio: rbb Aktuell | 16.07.2018 | Carsten Krippahl | Bild: dpa/Pedersen

Überlastete Krankenhäuser - Kassenärzte-Chef: Patienten sollen für Notaufnahme zahlen

Viele Notaufnahmen in Berlin sind überlastet - auch wegen überflüssiger Besuche. Nun schlägt der Chef der Kassenärzte vor: Patienten sollen für den Besuch in der Notaufnahme zahlen. Senatorin Kolat lehnt eine Gebühr ab - und sieht eher die Ärzte in der Pflicht.

Bis zu sieben Stunden mussten Eltern während der jüngsten Grippewelle mit ihren kranken Kindern in der Notaufnahme des Berliner Virchow-Klinikum warten. Der Leiter der Rettungsstelle klagte: Mehr als zwei Drittel der Kinder hätten gar keine ärztliche Behandlung gebraucht. Kein Einzelfall, wie eine repräsentative Umfrage der Techniker Krankenkasse zeigt: Demnach diagnostizierten die Notärzte in den Rettungsstellen nur bei 60 Prozent der Patienten einen akuten medizinischer Handlungsbedarf – mehr als jeder dritte Patient hätte stattdessen zum Arzt gehen können.

Um solche überflüssigen Besuche in den Notaufnahmen in den Notaufnahmen der Krankenhäuser künftig einzudämmen, schlägt der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) nun eine radikale Lösung vor: Die Rettungsstellen sollten seiner Ansicht nach künftig eine Gebühr von Patienten verlangen dürfen. "Eine finanzielle Steuerung wäre genau der Hebel, der helfen würde. In vielen anderen Ländern Europas ist so etwas längst üblich", sagte Gassen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

KV-Landesverbände fordern schön länger eine Gebühr

Eine Höhe für die Gebühr nannte Gassen nicht. Der Chef der KV Niedersachen hat jedoch schon eine konkrete Idee. "Ich kann mir 50 Euro pro Patient vorstellen", sagte Mark Barjenbruch am vergangenen Freitag der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Wenn ein Arzt feststelle, dass es sich tatsächlich um einen Notfall handele, werde aber keine Gebühr fällig.

Laut dem Ärzteblatt fordern einige Landesverbände der KV'en schon länger solch eine Gebühr. Nun setzt sich auch der Vorsitzende der Bundesvereinigung dafür ein. "Wenn sich bestimmte Patienten dem Angebot der niedergelassenen Ärzte dauerhaft entziehen und das System nach Gusto nutzen, wie es ihnen gerade einfällt, muss das finanzielle Sanktionen nach sich ziehen", sagte Gassen. Ziel müsse sein, dass nur noch diejenigen in die Notaufnahmen gehen, die später auch stationär behandelt werden müssen, betonte Gassen. Alle anderen müssten ambulant versorgt werden. Dafür sei eine bundesweite Lösung erforderlich.

Kolat: Verordnung verkennt Realtiät

In Berlin stößt die Gebühr für Patienten auf Kritik. "Eine solche Forderung verkennt die Realität", teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) am Montag mit. Wenn Patienten die Notaufnahme aufsuchten, empfänden sie sich als Notfall. Sie hätten ein Recht darauf, dass Beschwerden rasch abgeklärt würden.

Kolat sieht stattdessen die Ärzte in der Pflicht. Niedergelassene Kassenärzte seien verpflichtet, die ambulante Versorgung auch außerhalb der Praxiszeiten sicherzustellen. Sie erfüllten diese Pflicht aber offenkundig nur ungenügend. "Seit Jahren beobachten wir einen Rückzug der niedergelassenen Ärzte aus der Notfallversorgung."

Laut Senatsgesundheitsverwaltung behandeln Notaufnahmen in Berlin mehr als 1,2 Millionen Fälle pro Jahr - Tendenz steigend. Fast drei Viertel - 70 Prozent - werden ambulant behandelt. Die Hälfte der Patienten in Berliner Notaufnahmen wisse nicht, dass es den fahrenden Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigung gebe, erklärte Kolat. Die Leitstelle ist fast rund um die Uhr unter der Rufnummer 116 117 erreichbar. Bei Bedarf statten die Fachärzte im Bereitschaftsdienst auch Hausbesuche ab. Weitere Infos zudem Angebot gibt es hier [externer Link].  

Kritik auch von Verbänden und Krankenkassen

Auch die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisiert die Vorschläge. "Mit einem Trommelfeuer versuchen die Kassenärzte, von ihrem eigenen Versagen abzulenken", sagte der Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch. Denn Hausbesuche von Ärzten würden immer mehr runtergefahren und Öffnungszeiten der Praxen eigenmächtig gekürzt. Auch der Sprecher der gesetzlichen Krankenversicherungen kritisierte den Vorschlag. Die Versorgung müssen dort organisiert werden, wo die Menschen sie bräuchten.

Der Sozialverband AWO sieht mit einer Gebühr besonders sozial Schwache betroffen. "Wir brauchen einen einfachen Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle Menschen ohne zusätzliche Gebühren", sagte Vorstandsmitglied Brigitte Döcker. Es sei zwar richtig, dass die Ärzte in Krankenhäusern nicht mit Bagatellfällen beschäftigt sein sollten, doch um dies zu verhindern, helfe keine Gebühr, "sondern Arztpraxen mit verbesserten Öffnungszeiten, die es Patienten auch ermöglichen nachmittags und während der Ferienzeiten einen Arzt aufzusuchen."

Portalpraxen als Alternative

Dass es über den Bereitschaftsdienst hinaus weiteren Handlungsbedarf gibt, um die Rettungsstellen zu entlasten, ist unter Fachleuten jedoch unbestritten - die Behandlungszahlen dort steigen rasant an. Das Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (AQUA) schlug im Jahr 2016 in einer Studie mehrere Maßnahmen vor, wie die Notaufnahmen entlastet werden könnten.

Die wichtigste Handlungsempfehlung: So genannte "Portalpraxen" in Krankenhäusern mit Notaufnahmen einrichten. Sie haben auch an Feiertagen und Wochenenden geöffnet und behandeln diejenigen Patienten, bei denen die Erstdiagnose ergibt, dass sie keine notärztliche Betreuung brauchen. Das Unfallkrankenkhaus Berlin (UKB) eröffnete als erstes Berliner Krankenhaus vor zwei Jahren so eine Portalpraxis, dadurch sei die Rettungsstelle spürbar entlastet worden. Das Jüdische Krankenhaus zog im März nach. In den kommenden zwei Jahren will die Kassenärztliche Vereinigung in Berlin weitere acht solcher Praxen eröffnen, um eine flächendeckende Versorgung zu sichern.

Zukunftsmusik: Zentrale Notrufnummer und integrierte Notfallzentren

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen [aerzteblatt.de] legte zudem kürzlich weitere Vorschläge für die Reform der Notfallversorgung vor. Ihm schwebt vor, dass Patienten künftig eine einheitliche Notrufnummer anrufen und dort ihre Beschwerden schildern sollen. Zudem soll es an ausgewählten Krankenhäusern zentrale Anlaufstellen, sogenannten integrierten Notfall­zentren geben. Die Zahl der Krankenhäuser mit Notaufnahmen soll zudem deutlich begrenzt werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte die Vorschläge laut Ärzteblatt begrüßt: "Gemeinsame Notfallleitstellen und integrierte Notfallzentren sind hier der richtige Weg."

Kommentar

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30 Kommentare

  1. 30.

    Was für eine Diskussion ! Als niedergelassener Chirurg und Notarzt und zuvor Oberarzt / Klinik kenne ich das Spektrum der Notfallpatienten. Mindestens 50 % sind halt keine oder gehören zum kassenärztlichen Notdienst. Doc around the clock kann es in einer Praxis nicht geben - das Arbeitszeitgesetz greift hier nicht . Was Budgetierung der Leistungen heist weiß fast keiner. Und der Mythos des Arztmillionärs kursiert in Deutschland durch Unwissenheit oder Desinteresse weiter und weiter. Eine "DochkeinNotfallStrafgebühr" wird nur zu zusätzlichem Aufwand , Aggressionen und Diskussionen beim Arzt und den MfA führen und ist ein totgeborenes Kind; ähnlich wie die 10 € Praxisgebühr. Es fehlt an Ärzten und es fehlt an Geld für das marode Gesundheitssystem sowie Aufklärung der Pat. Politik und KV sind gefordert.

  2. 29.

    wo verorten Sie die " Hochbezahlte Ärzte mit der Hoffnung auf satte Pensionen " ?? in Krankenhäusern, Notaufnahmen u. Praxen werden Sie die nicht finden

  3. 28.

    Die Kopflastigkeit des gesamten Gesundheitswesens ist viel,zu hoch. Hochbezahlte Ärzte mit der Hoffnung auf satte Pensionen werden sich doch nicht als Praxisarzt hinstellen, um den Ärztemangel zu beseitigen. Oder die zahlreichen Ärzte in politischen Funktionen haben auch bis auf Ausnahmen kein Interesse, diesen gut bezahlten Job mit einer Praxis zu tauschen. Und so lange man dieses Übel nicht beseitigt, wird sich auch nichts ändern. Es fehlt auch der Wille dazu.

  4. 27.

    Einmal mehr ein richtig dummer Vorschlag ausgerechnet aus der Struktur, von der wir uns Gute und Sachgerechte erwarten. 1.) 50 € Strafe für jene die nicht wissen ob sie ein Notfall sind. Ist ein schlecht versorgter Schmerzpatient der sich am Samstag Morgen nicht mehr bewegen kann ein Notfall? Müssten Eltern die Öffnungszeit einer Kinderarztpraxis abwarten...ob der Sturz auf dem Spielplatz eine Gehirnerschütterung ist? 2.) Finanziert man mit 50 € ausreichend die bessere Ausstattung der Notaufnahmen? Reicht wohl nicht. 3.) Schickt man den Sozialfall, den Obdachlosen unversorgt weg, da er über 50€ nicht verfügt? Also: Nicht vom Patienten, nicht vom Personal, nicht vom Menschen her gedacht. Wieder einmal erfahren wir, wer kein Notfall, wer in Wirklichkeit nur arbeitsscheu, wer in Wahrheit kein Flüchtling ist. Das ist das Prinzip. In der Wirklichkeit verfolgt die KV eine Niederlassungspraxis die die Knappheit für marktkonform hält. Poliklinik war ideologisch unerwünscht.

  5. 26.

    Das Problemgeflecht der überlasteten Notaufnahmen in den Krankenhäusern haben also, wie den Kommentaren zu entnehmen, überbezahlte Krankenkassenvorstände offensichtlich bislang nicht lösen können. Die vorgeschlagene pauschalisierte Strafgebühr von 50,- € lässt bestenfalls ein Denkniveau im Stile von HartzIV erkennen. Langsam drängt sich mir die Erkenntnis auf, dass von politischer Seite aus kein echter Wille besteht, der Problemlage mit Vernunft zu begegnen bzw. eine zielorientierte Situationsanalyse durchzuführen, damit endlich auf gerechtem Wege akzeptable Regelungen für alle Beteiligten geschaffen werden.

  6. 25.

    Es gibt viele unterschiedliche Situationen. Pauschalisierung hilft uns aber nicht weiter. Überfüllte Kinderarztpraxen mit Wartezeiten von bis zu 4 Stunden mit einem fiebernden Kind ,in deren Wartezimmern die Ansteckungsgefahr sehr hoch ist, sind zum Beispiel in Berlin beweisbar. Fazit: Mehr gesundheitliche Aufklärung der Eltern und der Patienten und eine gute, geregelte ärztliche Versorgung, Facharzttermine , auch für Kassenpatienten, innerhalb eines angemessenen Zeitraums. Die Sensibilisierung der Ämter und des Senats, die für jeden Fehltag, zum Beispiel bei Maßnahmen des Jobcenters oder des Bamf, eine ärztliche Bescheinigung benötigen.
    Es gibt viel zu tun. Aber auf jeder Ebene.

  7. 23.

    " die skandalöse Budgetierung .. " und nicht zu vergessen die Regreßfordeungen der KV, die ruinös sein können. All diese Mißstände sind seit zig-Jahren bekannt , in Intervallen werden sie in den Medien immer wieder aufgegriffen, lösen berechtigte Empörung aus und... es geschieht nichts. Warum haben Praxen einen Aufnahmestopp und trotzdem Termine für privat Versicherte ? Auch alles bestens bekannt, aber... es geschieht nichts. Morgen gibt es ein anderes Thema und nach einigen Wochen wird das aktuelle Problem erneut thematisiert , ein Dauerbrenner, aber ohne jeden Effekt.
    Es geht um die Vergütung ärztlicher Leistungen , es geht ums Geld , aber Deutschland " ist ja ein reiches Land " und die Krankenversicherten zahlen ja erhebliche Beiträge , da stimmt etwas ganz und gar nicht

  8. 22.

    Oh doch, ich erlebe es in der Praxis täglich, dass Menschen wegen Bagatellen in die Rettungsstelle fahren (ja, selbst fahren, so schlecht kann es ihnen dann also doch nicht gehen). Und dann schimpfen, sie hätten mehrere Stunden dort warten müssen - weil echte, lebensbedrohliche Notfälle nun mal vorgezogen werden. Oder die bereitwillig zugeben, sie hätten es während der Arztöffnungszeiten nicht "geschafft" zu kommen - obwohl sie ja wegen der Beschwerden nicht zur Arbeit gegangen sind. Oder sie dachten, dort würde das notwendige MRT gleich gemacht - ohne mehrwöchige Wartezeit (ja, das ist zu lange!).
    Fast jeder trägt heute ein Smartphone mit sich herum. Ist es da so schwer, mal nachzuschlagen, wie die Nummer des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes lautet? Ist es so schwer, sich im Bedarfsfall an den Terminservice der eigenen Krankenkasse oder der KV zu wenden?

  9. 21.

    Das wäre wirklich kontraproduktiv, da in
    Problemkiezen zum Beispiel nicht alle Eltern überhaupt bereit sind, ihre erkrankten Kinder einem Arzt vorzustellen. Auch ältere Menschen mit geringer Rente, würden abgeschreckt ,zumal sie häufig eh schon keinem zur Last fallen möchten.Die daraus resultirenden Folgen sind aus diesem Grund , aber auch rein menschlich gesehen in keinem Fall vertretbar.

  10. 20.

    Danke an die KV, dass man nun auch hier den Geldhebel ansetzt: keine Ärzte, keine adäquate Versorgung in Krankenhaus, Überlastung des medizinischen Personals. Hervorragend! So schadet man Bürgern: Frauen, Kindern, Männern und schafft Armut! Ein Armutszeugnis für die KV und deren Protagonisten!

  11. 19.

    Ja, es gibt die, diejenigen, die die Notaufnahme mit einer hausärztlichen Praxis verwechseln. Was es aber auch gibt, ist die massive Unterbesetzung von Rettungsstellen, in denen Ärzte mit Augenringen bis zum Fußboden schuften, wo ist da die Fürsorgepflicht des Wirtschaftsunternehmens "Krankenhaus"? Und Praxen, die einen bei kleineren Komplikationen in die Rettungsstelle schicken, weil die skandalöse Budgetierung und ihr Bestellmanagement keine (gesetzlich versicherten) Schmerzpatienten zulassen. Alles selbst erlebt, es kommen verschiedene Misstände zusammen, einer schiebt dem anderen den schwarzen Peter zu. Praxen sollten ihren Patienten schriftlich attestieren, in die Notaufnahme zu gehen und es sollte Anreize für junge, sich niederlassende Mediziner geben.

  12. 18.

    Mario K., dem ist nicht viel hinzuzufügen! Für nicht wenige Menschen wäre solch eine Gebühr, selbst wenn sie nur droht, eine absolute Abschreckung, sich selbst in einer Notsituation zur Notaufnahme zu begeben. Damit besteht im Ernstfall akute Lebensgefahr! So etwas darf es in diesem Land nicht geben!
    Ich möchte nicht solche Zustände wie in Amerika: https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/verletzte-fleht-keinen-arzt-zu-rufen-%E2%80%93-kann-ich-mir-nicht-leisten/ar-AAzH7vv?li=BBqfZdU

  13. 17.

    Bei uns sind in einer Praxis gleich drei Hausärzte, die haben die gleichen Sprechzeiten und auch immer gemeinsam Urlaub.Gehst du arbeiten brauchst du Urlaub,willst du zum Arzt. Keine Sprechstunde am Abend und auch nicht am Samstag. Unter Woche bekommt einen das Gefühl es wird Halbtagsgearbeitet. Sicher sind die Praxen oft rappelvoll und es gibt viel Bürokratie, Aber Notaufnahmen gegen Geld? Vielleicht sollte für alle Arztbesuche ein prozentualer Anteil erhoben werden und der Patient am Ende der Behandlung die Arztleistung quittieren, da weiß man was er gemacht hat und was es kostet... vielleicht sind dann diePraxen nicht mehr ganz so voll.

  14. 16.

    Etwas Öl ins Feuer? https://www.krankenkassen.de/krankenkassen-vergleich/statistik/finanzen/vorstand/gehalt/ Man achte auf: Änderung zu 2016 (re. Spalte)

  15. 15.

    Der Vorsitzende der KBV kennt leider seinen eigen Laden nicht. Wer z.B. Freitag Abend bei seinem kassenärztlichen Notdienst (116117) anruft um einen ärztlichen Rat zu einem Kind zu bekommen, bekommt nur diesen hier: "Rufen sie die 112 an. Wir haben keine Kinderärzte".
    Den gleichen Rat bekommt man übrigens auch bei vielen betrieblichen Ersthelferkursen.
    Notruf und Notaufnahmen sind nicht überlastet, weil sie Missbraucht werden. Sie sind schlichtweg nicht mehr dem Bedarf angepasst. Ein Notruf für alle Fälle, inkl. ärztlichem Notdienst und Krankentransport. Bzw. Portalpraxen an den Notaufnahmen. Eine Fachkraft wird mit der Sortierung belastet, alle Ärzte, Brandmeister usw. dahinter entlastet.

  16. 14.

    "Ihm schwebt vor, dass Patienten künftig eine einheitliche Notrufnummer anrufen und dort ihre Beschwerden schildern sollen."
    Dann soll der Patient aber auch eine Ticketnummer bekommen um die ärztliche Empfehlung dokumentieren zu können (wer hat wann was dem Anrufer empfohlen) und um die Haftungsfrage später klären zu können.
    Die Notrufnummer sollte dann auch gleich einen Termin beim nächsten Arzt (in der Nähe des Patienten) für die weitere Diagnose-Erstellung nennen.

  17. 13.

    Es ist schön, wenn der Leiter der Rettungsstelle als medizinisch ausgebildete Fachkraft Schwere, Dringlichkeit und Gefahr anhand von Symptomen bewerten kann.
    Mehr will ich im Regelfall - auch bei nächtlichen "Besuchen" der Rettungsstelle - erstmal nicht.

    Welcher Laie kann eine "harmlose" Erkältung von einer eventuell lebensbedrohlichen Lungenentzündung unterscheiden?
    Wie dringlich ist die Behandlung einer Schnittwunde? Muss genäht werden oder nicht?

    Erst NACH einer Untersuchung durch Fachkundige weiss ich, dass ich NICHT zur Rettungstelle gemusst hätte :-(

    Macht doch in den Rettungsstellen eine Vorsortierung der Patienten durch medizinisches Personal und schickt die NICHT-Notfälle wieder nach Hause.
    Oder besser noch zu einer allgemeinmedizinischen Praxis, die rund um die Uhr im Krankenhaus geöffnet hat ...

  18. 12.

    Falscher Weg. Trennung von Notaufnahme und sonstiger Behandlung sollte versucht werden. Also Erste Hilfe Stelleit Ärzten und Notaufnahme für wichtige dringende Fälle.

  19. 11.

    Wer setzt sich schon freiwillig stundenlang in eine Notaufnahme.
    Da sollte das Managerpack mal vormachen, wie man als Kassenpatient mit starken Schmerzen an einem Freitag Vormittag einen Facharzt findet, der einen auch noch dran nimmt. Der eine hat zu wegen Quartalsabrechnung und der andere bietet einen Termin in 7 Wochen an oder alternativ die Notaufnahme. Vielleicht können ja die Praxisärzte die einen abweisen und in die Notaufnahme schicken diese Gebühr für die Notaufnahme übernehmen.

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