19-Jähriger wird zu 8 Monaten Jugendhaft verurteilt, für den Angriff auf eine türkische hochschwangere Frau. (Bild: rbb)
Video: rbb Aktuell | 17.07.2018 | Bild: rbb

Großräschen - Bewährungsstrafe für Attacke auf Schwangere verhängt

Für die Attacke auf eine schwangere Frau in Südbrandenburg ist ein 19-Jähriger zu einer Jugendstrafe von acht Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Senftenberg sprach ihn am Dienstag wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung schuldig.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er vor knapp einem Jahr an einem Spielplatz in Großräschen (Oberspreewald-Lausitz) auf eine Gruppe von Frauen und Kindern losging und sie zunächst rassistisch beleidigte und bedrohte. Danach attackierte er einige Opfer und trat dabei der im siebten Monat schwangeren Frau mit dem Fuß in den Bauch. Das Baby kam später gesund zur Welt.

Der Beschuldigte berief sich zu Prozessbeginn am Dienstag auf Erinnerungslücken. Zu der attackierten Frau, die Nebenklägerin ist, sagte er: "Ich möchte mich von ganzem Herzen entschuldigen." Neben der damals Schwangeren soll er eine weitere Frau und einen Fünfjährigen angegriffen haben.

Sendung: Inforadio, 17.07.2018, 16:00 Uhr

Kommentar

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9 Kommentare

  1. 9.

    Die PNN schreibt über den Fall weiterhin "Der Staatsanwalt sagte in seinem Plädoyer: „Ich gehe nicht davon aus, dass die Tat politisch motiviert ist.“". Ich glaube, ich muss weinen. Rassismus ist nicht mehr politisch? Man könnte fast annehmen, die Justiz sei rechts-braun versifft.

  2. 7.

    Das ist keine Strafe, das ist Anstiftung zu weiteren Taten durch den Richter. Bei derart milden und in keinster Weise zur Tat passenden Urteilen müssten bei ggf. kurz danach folgenden weiteren Taten dann auch die Richter belangt werden können. Wirklich ein Hohn für die Opfer.

  3. 6.

    Was hat das bitte mit Gerechtigkeit zu tun?!

    Laufend liest man etwas von abscheulichen Verbrechen ohne angemessene Konsequenzen für die Täter - und dann wundert man sich über ein zunehmendes Abwenden von unseren Parteien bzw. eine Zunahme radikaler(er) Ansichten. Unverständlich.

    Der Bursche gehört für mindestens 10 Jahre in den Knast - das ist in meinen Augen versuchter Mord gewesen.
    Dazu kommt das Schlagen des anderen Kindes. Es würde mich nicht wundern, wenn das keine nachhaltigen Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes hat (bspw. Furcht vor Fremden).

    Nein, A... wie diesen Kerl brauchen wir ganz sicher nicht in unserem schönen Deutschland. Schade, dass man keine Inländer abschieben kann.

  4. 5.

    Auch RASSISTISCH beleidigt? Könnte die sehr geringe Strafe eher eine Belohnung sein?

  5. 4.

    Ob dieses Strafmaß eine positive Veränderung beim Verhalten des Täters bewirkt mag bezweifelt werden. In meinen Augen ist der Tritt in den Bauch einer Hochschwangeren versuchter Mord am Kind, ob unter Alkoholeinfluß oder nicht. Ein 19-Jähriger sollte sich der möglichen Auswirkungen bewußt sein.

    Auffällig ist aber auch, daß die üblichen Kommentatoren aus der Ecke der "besorgten Bürger" das Verhalten des Täters gar nicht kritisieren. Hätte der Täter Migrationshintergrund (wozu es hier keine Informationen gibt), gäbe es vermutlich bereits deutlich mehr wütende und völlig überreagierende Kommentare.

    Marlis, Sylvia und Havelländer haben völlig Recht.

  6. 3.

    Ist für diese Straftaten - gefährliche Körperverletzung in tateinheit mit Bedrohung und Beleidigung - wirklich kein höheres Strafmaß drin? Auch wenn der Täter (laut meiner Tageszeitung) alkoholisiert war? In diesen Zustand hat er sich ja schließlich vorsätzlich gebracht, das darf keine Entschuldigung sein.
    Ich hoffe, dass die Staatsanwaltschaft das Urteil so nicht hin nimmt.

  7. 2.

    Ernsthaft??????? Das ist ja mal eine „abschreckende Strafe“ ich bin entsetzt.

  8. 1.

    Wer einer Schwangeren in den Bauch tritt, nimmt schwerste Verletzungen und sogar den Tod des ungeborenen Kindes in Kauf. Dann lieber sechs Monate Haft, dafür aber nicht zur Bewährung ausgesetzt.

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