Symbolbild: Ein Altenpfleger misst in einer Seniorenresidenz bei einer Bewohnerin den Blutdruck. (Quelle: dpa/Scholz)
Video: Brandenburg Aktuell | 12.07.2018 | Theresa Majerowitsch | Bild: dpa Themendienst/Scholz

Salmonellen-Infektion in Ostbrandenburg - Zwei Altenheim-Bewohner an Salmonellen gestorben

In einem Alten- und Pflegeheim in Ostbrandenburg sind zwei Bewohner nach einer Infektion durch Salmonellen gestorben. Weitere 16 Menschen sind an Salmonellen erkrankt. Das hat das Gesundheitsamt des Kreises Oder-Spree am Donnerstag bestätigt.

Die Ursache für die Infektion ist derzeit noch unklar, Untersuchungen seien eingeleitet. Nach Angaben des Landkreises hätten die beiden Toten, eine 89-jährige Frau und ein 82-jähriger Mann, bereits zahlreiche Vorerkrankungen gehabt. Neben der Salmonellen-Infektion seien weitere Komplikationen aufgetreten, so dass sie in der Folge gestorben seien. Die Mitarbeiter seien sehr betroffen; bedrückt und unruhig: "Unsere Bewohner sind uns sehr vertraut und wir haben sie lange begleitet", sagt Heimleiterin Ulla Mulalic.  

Die 18 Bewohner der Einrichtung in Storkow (Oder-Spree) seien zwischen dem 26. Juni und 11. Juli erkrankt, sieben von ihnen mussten demnach in ein Krankenhaus gebracht werden. Auch zwei Pflegekräfte seien erkrankt. Den Erkrankten gehe es soweit gut, sagt Heimleiterin Mulalic im Inforadio: "Wir sind sehr froh, dass der überwiegende Teil wieder in der Einrichtung ist und wir uns wieder um sie kümmern können." Es werde untersucht, ob ein Zusammenhang bestehe. Alle 70 Bewohner und 60 Mitarbeiter des Pflegeheims stehen vorerst unter ärztlicher Aufsicht. Entwarnung gebe es erst, wenn innerhalb einer Woche kein neuer Fall gemeldet werde, hieß es. Ein Risiko für die Allgemeinheit bestehe nicht.

Bei Salmonellen handelt es sich um Bakterien, die schwere Magen- und Darmerkrankungen auslösen können.  

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