Das Schiff der Seenotretter "Mission Lifeline" fährt mit 234 Flüchtlingen an Bord in den Hafen Valletta von Malta ein. (dpa/AP/Chris Mangion)
Bild: dpa/AP/Chris Mangion

Spendenaktionen von Böhmermann und Heufer-Umlauf - TV-Moderatoren sammeln 350.000 Euro für Seenotretter

Die Seenotretter im Mittelmeer bekommen Unterstützung von prominenter Seite. So hat Fernsehmoderator Jan Böhmermann mit einer Spendenkampagne für die Dresdner "Mission Lifeline" knapp 200.000 Euro gesammelt. Bis zum Ablauf der Frist am Montagmorgen beteiligten sich laut Internetseite leetchi.com 8.657 Menschen daran. Mit dem Geld sollen die Kosten für den Prozess gegen den deutschen Kapitän des Rettungsschiffs "Lifeline", Claus-Peter Reisch, gedeckt werden.

Seenotrettung nicht unumstritten

Auch der Berliner Fernsehmoderator Klaas Heufer-Umlauf hat zu einer Spendenaktion aufgerufen, um die Rettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmehr zu unterstützen. Bis Montagnachmittag waren über die Internetplattform leetchi.com mehr als 150.000 Euro zusammengekommen. Mhr als 3.800 Menschen haben sich bislang beteiligt. Mit dem Geld sollen Schiffe für die Seenotrettung gechartert werden. Momentan würden auf Malta die Schiffe von drei Rettungsorganisationen festgehalten, heißt es in dem Spendenaufruf. "Wir nehmen nicht hin, dass Rettungsschiffe blockiert werden, während auf dem Mittelmeer Menschen sterben."

Am vergangenen Wochenende hatten in Berlin mehrere tausend Menschen für die Seenotrettung im Mittelmeer demonstriert. Die Teilnehmer wandten sich dagegen, dass Seenotretter im Mittelmeer immer häufiger bei ihrer Hilfstätigkeit behindert werden. Kritiker halten dagegen, dass die Hoffnung, auf dem Mittelmeer von Hilfsorganisationen gerettet zu werden, das Geschäftsmodell der Schleuser befeuert. So sei ein milliardenschwerer Markt für Schlepperbanden entstanden.

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27 Kommentare

  1. 27.

    "Mal angenommen ihre Hypothese stimmt mit Algerien und Libyen? Das hätte sich doch noch viel schneller rumgesprochen in den Herkunftsländer, als die vielen Geschichten aus dem Wunschland Deutschland, da diese Route seit Jahren besteht. Die Menschen würden doch nicht wochen/ monatelang in Algerien und Libyen auf Durchreise sein und auf Schlepper warten! "

    Hypothese? Bitte informieren Sie sich doch erst, bevor Sie so einen Kommentar schreiben. Die Lage in Libyen ist ausreichend von der UN, Amnesty uns weiteren Organisationen dokumentiert worden und seriöse Medien haben reichlich darüber berichtet. Das ist keine Hypothese und schon garnicht meine, sondern Fakten aus der realen Welt....Und wenn Sie jetzt davon ausgehen, dass Sie auch in dieser realen Welt leben, dann beantwortet sich auch Ihre Frage....Die Flüchtlinge gehen trotzdem nach Libyen, OBWOHL sie teilweise davon Wissen EBEN WEIL Sie verzweifelt sind und nicht vom großen Flatscreen träumen.

  2. 26.

    Wow, was für eine rhetorische Trauerveranstaltung. Statt zu erläutern, was es an der sehr einfachen und klar zu Beschreibenden Handlung des Rettens von Menschenleben noch groß zu sagen gäbe, beleidigen Sie mich als Linksfaschisten. So wie Faschismus keine Meinung ist, so ist auch das negieren von der Bedeutung von Menschenleben, wie dies Rechtsextreme gerne tun, in der Tat für mich nicht diskussionswürdig. So wie in diesem Land zum Glück auch Grenzen, für das Sagbare gelten...(noch)....

  3. 24.

    Natürlich nehme ich Ihre (unerwartete)Entschuldigung an.
    Dann wäre es jetzt auch schön, dass von mit zitierte Zitat zu veröffentlichen.

  4. 23.

    Sie haben recht, dieses Zitat stammt doch von Boris Palmer. Wir haben die Quelle zunächst genauer geprüft, um sicherzugehen, dass Herr Palmer diesen Beitrag geschrieben hat. Entschuldigen Sie den Fehler, hätte nicht passieren dürfen.

    Um das nochmal zu präzisieren: Die Aussage von Herrn Palmer bzw. seine kritische Haltung zur Flüchtlingspolitik der Bundesregierung werten wir dabei nicht, haben wir auch zuvor nicht getan - wir ergreifen hier keine Position. Dass Herr Palmer diese Flüchtlingspolitik ablehnt hat er ja bereits mehrfach öffentlich zum Ausdruck gebracht.

  5. 22.

    http://www.kath.net/news/mobile/64275 - ich weiß jetzt nicht, wie Sie auf die Seite dieser Vera Lengsfeld gekommen sind. Die Seite gehört zum "Katholischen Nachrichtendienst", wie man auch an der Adresse sehen kann und nun rein gar nichts mit Vera Lengsfeld zu tun. Ich hätte mehr von einer Redaktion vom RBB erwartet.
    Wenn es Ihnen also nicht passt, dass der Grüne Palmer sich zu Flüchtlingspolitik äußert, können Sie nicht sagen, dass das von mir öffentlich gemachte Zitat NICHT von Palmer stammt. Sie verbreiten damit Unwahrheiten.
    Eine Entschuldigung ist von Ihnen wohl nicht zu erwarten. Also vertuschen, verleugnen, kehren Sie weiter unter den Teppich.
    Eigentlich ist doch dafür Ihr @IchMeinJaNur zuständig.

  6. 21.

    Das von Ihnen geäußerte angebliche Zitat stammt nicht von Boris Palmer. Der Link, den Sie als Quelle angegeben haben, verweist auf das Buch von Herrn Palmer, das Zitat ist auf der Seite von Vera Lengsfeld zu finden. Zeigt eine einfache Google-Suche.

  7. 20.

    Scheint, dass selbst Beiträge vom BÜ90/die Grünen OB Tübingens, Boris Palmer, von rbb24 zensiert werden. Die Meinung passt wohl nicht ins Konzept? Wahrscheinlich steht Palmer auf der von Böhmermann inszenierte „Reconquista Internet“ Seite.

  8. 19.

    Mal angenommen ihre Hypothese stimmt mit Algerien und Libyen?
    Das hätte sich doch noch viel schneller rumgesprochen in den Herkunftsländer, als die vielen Geschichten aus dem Wunschland Deutschland, da diese Route seit Jahren besteht. Die Menschen würden doch nicht wochen/ monatelang in Algerien und Libyen auf Durchreise sein und auf Schlepper warten!
    Es sind Wirtschaftsflüchtlinge.
    Sie wollen doch nur weiter ungehinderte Einwanderung aus Entwicklungsländer unter dem Konstrukt der Humanität!
    Sollten unsere Bundesregierung weiter ungehinderte Einwanderung wünschen, sollte sie bitte so ehrlich sein und Flugzeuge zur Einreise aus Nahost/ Afrika chartern!
    Im Übrigen kenne ich einige wirklich Hochqualifizierte Einwanderer. Diesen mussten wirklich alle möglichen rechtlichen Voraussetzungen zur Einreise erfüllten. Sie wundern sich genauso wie Deutsche darüber, zum Beispiel 40 Jahre hier für eine Rente arbeiten zu müssen und für ihren Lebensunterhalt selber aufkommen zu müssen ;-)

  9. 18.

    Boris Palmer, Politiker beim Bündnis 90/Die Grünen, Oberbürgermeister von Tübingen:
    "Jeder, der schon einmal ein Foto der Schlauchboote gesehen hat, die randvoll mit “Flüchtlingen” bepackt manövrierunfähig im Mittelmeer herumtreiben, kann sehen, dass sie nicht seetüchtig sind, sondern nur auf die Abholung durch die “Retter” warten. Die so genannten Rettungsschiffe kreuzen kurz vor der libyschen Küste und nehmen dort die Migranten auf, die von Schleppern in Boote gesetzt werden, die keine 20 km weit fahren können. Das ist bewusst geschaffene Seenot, keine Rettung. Es soll eine Situation geschaffen werden, die dazu zwingt, die Überfahrt nach Europa zu gestatten." Dem ist nichts hinzu zusetzen.
    Quelle: http://www.kath.net/news/mobile/64275

  10. 17.

    @Mesa
    "Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen".
    Doch dazu gäbe es noch eine menge zu sagen. Nur wollen Sie andere Meinungen erst gar nicht hören, weil Sie ihnen nicht passt. Hatten wir alles schon mindestens zweimal. Letzte mal war es bei Honecker und ähnlich , aber nur ganz wenig ist es auch unter Merkel so eingeführt worden, dass Widerspruch in Form anderer Meinungen zwecklos ist. Alle Konservativen wurden unter Merkel abgesägt. Und so entsteht immer mehr eine Gesellschaft, die nur eine Meinung zulässt. Nämlich immer nur die Eigene. Googeln Sie sich mal unter "Linksfaschismus" durch. Aber das wird Ihnen sicherlich auch nicht gefallen, wenn man sich im Spiegel wiedererkennt. Sei er noch so blind. Keine Bange, meinen Spiegel muss ich auch regelmäßig putzen.

  11. 16.

    Mir ist kein Fall bekannt, wo die Identität eines DDR flüchtlings den Bundesbehörden unbekannt geblieben ist. Das Gegenteil von dem ist richtig, was Sie suggerieren wollen. Deutsche, die aus der DDR flüchteten haben gerade sehr sorgsam darauf geachtet, ihre Personaldokumente bei der Flucht nicht zu verlieren.

    Das Wegwerfen von Personaldokumenten heutzutage bei der Grenzüberschreitung ist doch erst in Mode gekommen, um die wahre Herkunft zu verschleiern.

    Und Ihr weiterer schräger Vergleich hapert, selbst wenn DDR Flüchtlinge aus überwiegend wirtschaftlichen Gründen geflohen wären, wäre das für ihr im Grundgesetz verbrieftes Recht in die Bundesrepublik zu kommen, unerheblich gewesen. Jeder Bürger aus der DDR war, einmal in der Bundesrepublik angekommen, nach unserem Grundgesetz Deutscher.

    Diesen Status hat ein Wirtschaftsflüchtling aus Schwarzafrika oder Arabien kommend nicht.

  12. 14.

    Diese TV Leute können nur durch solche Aktionen glänzen. Ihre Arbeit ist ansonsten wenig wert

  13. 13.

    Wenn die Migranten nicht die Asylbedingungen (unmitelbare persönliche persönliche politische Verfolgung) erfüllen, gibt es auch keinen Grund, "legale Wege" nach Deutschland zu öffnen. Deutschland muss dann etwa über ein noch zu verabschiedendes Einwanderungsgesetz entscheiden, wen es mit welcher Qualifikation bei sich ansiedeln lassen möchte.

  14. 12.

    Wenn ich meine Wohnung anzünde, weil ich in der Bude nicht mehr leben möchte, mich also selbst in Gefahr bringe, und Sie mich heldenhafter Weise aus den Flammen retten und mir für ein, zwei Tage Obdach anbieten, dann kann ich also daraus ableiten, dass ich für den Rest meines Lebens bei Ihnen wohnen kann, dazu auch noch diverse Angehörige zu mir holen und ggf. verlangen, dass Sie mich und meine Liebsten gefälligst ordentlich unterhalten, denn mich rauszuwerfen wäre ja blanker Faschismus?

  15. 11.

    Warum Sie die Menschen nicht nach Libyen oder Algerien bringen? Ernsthaft? Libyen: Systematische Folter, massenhafte Vergewaltigungen und Versklavung von Flüchtlingen durch verschiedenste Milizen. Algerien: Flüchtlinge werden zu Tausenden ohne Wasser in der Wüste zum Sterben ausgesetzt - von algerischen "Sicherheits"kräften. Sie würden also völlig schutzlose Menschen an solche Orte bringen wollen? Und falsch nicht die Lebensretter sondern ausschließlich Sie bringen Integratinskosten in Verbindung mit Seenotrettung. Ich frage mich immer, wie man es schafft, andere Menschen so zu kategorisieren (Die Flüchtlinge) und so zu entmenschlichen, dass man am Ende von seiner gemütlichen Couch aus, feststellt, dass es doch ok sei, Kinder und Familien in Bürgerkriegsländer wie Libyen zurückzubringen. Auch geht es hier gerade nicht um ein Einwanderungsgesetz, sondern um Menschen, die in dieser Minute ertrinken - weil Seenotretter festgehalten und kriminalisiert werden.

  16. 10.

    Exakt die privaten Seenotretter sind es, die Lebensrettung auf der einen und Aufnahme und Integration auf der anderen Seite in einen Kontext bringen. Niemand kritisiert, dass sie Leute von nicht seetüchtigen Booten aufnehmen. Der Schleppervorwurf kommt daher, dass sie sie nicht an die afrikanische Küste zurückbringen, sondern in Ländern der EU "abladen".

    Die mutmaßlichen Integrationskosten bezogen sich meiner Erinnerung nach auf ungeregelte Zuwanderung. Gäbe es ein am wirtschaftlichen Bedarf ausgerichtetes Einwanderungsrecht (und wäre die Asylgewährung auf den Sonderfall reduziert, als der sie gedacht war) könnte es anders aussehen. Einige Foristen würden wohl "Nützlichkeitsrassismus" rufen, wenn man die jungen Männer mangels Perspektive abweist und stattdessen deren Schwestern für die Pflegebranche anwirbt. Dabei würden sich aus einer passgenauen Einwanderung in den Arbeitsmarkt statt in die Sozialsysteme durch Finanztransfers in die Heimat auch Chancen für die Familien eröffnen.

  17. 9.

    Der Markt für Schleuser entsteht nicht, weil Menschen vor dem Ertrinken gerettet werden, sondern weil es praktisch keine legalen Wege nach Europa gibt. Viel eher als die Rettungsschiffe befördert also die offizielle EU-Politik kriminelle Schleuser. Die ganze Argumentation ist absurd: In gleicher Weise könnte man auch sagen, dass Rettungsdienste zu Verkehrsunfällen verleiten, denn die werden einen schon medizinisch versorgen. Das ist schlicht zynisch.

  18. 8.

    Mal abgesehen davon, dass ich diese Rechnung absolut anzweifele und der Vergleich, wie Sie selbst feststellen nicht passt, finde ich es mehr als fragwürdig im Kontext von Lebensrettung, Aufnahme und Integrationskosten ins Spiel zu bringen. Was ist denn Ihrer Meinung nach ein Menschenleben so wert? Und wird da dann nochmal unterschieden nach Nationalität? Vllt. gibt es ja noch einen tollen Prof. der die vermeintlichen Integrationskosten nach Nationalität aufgeschlüsselt hat...Syrer sind günstiger und werden gerettet, Tunesiern z.B. ruft man dann "Sorry, youre too expensive zu" und lässt sie ertrinken?
    Wenn man bei Lebensrettung nach Integrationskosten fragt kann man am Ende nur an einem Ort Landen an dem Menschenleben nicht mehr zählen...

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