Bombendrohung (Quelle: NonstopNews)
Video: rbb Aktuell | 11.07.2018 | Bild: NonstopNews

Schule in Berlin und Raststätten in Brandenburg - Polizei ermittelt Tatverdächtigen nach Bombendrohungen

Die Bombendrohungen gegen eine Schule in Berlin-Wittenau und gegen mehrere Autobahnraststätten in Brandenburg hängen offenbar zusammen: Die Polizei hat nun einen Tatverdächtigen ermittelt. Sie kam ihm über die Telefonverbindungsdaten auf die Schliche.

Nach Bombendrohungen gegen eine Berliner Schule und mehrere Autobahnraststätten in Brandenburg hat die Berliner Polizei am Mittwoch einen Tatverdächtigen ermittelt. Das teilten die Staatsanwaltschaft Neuruppin und der Berliner Generalstaatsanwalt mit.

Der 28-Jährige habe bei seiner Vernehmung eingeräumt, Ende Juni die "Schule am Park" in Berlin-Wittenau angerufen und damit gedroht zu haben, gegen 8.00 Uhr werde eine in dem Gebäude versteckte Bombe explodieren.

Polizei fand nie einen Sprengsatz

Der 28-Jährige Berliner habe ebenfalls die Drohanrufe an den drei Brandenburger Raststätten Stolper Heide (Oberhavel), Vehlefanz in Oberkrämer (Oberhavel) und Linumer Bruch (Ostprignitz-Ruppin) zugegeben. Die Anrufe hatten umfangreiche Durchsuchungs- und Evakuierungsmaßnahmen ausgelöst.

Die Autobahnen A111 sowie A24 und A10 mussten in Höhe der Raststätten gesperrt werden. Mehrere Spürhunde durchsuchten die Gebäude.

In der Schule sowie in den Raststätten wurden keine Bomben gefunden. Inwieweit der Mann für die Polizeieinsätze aufkommen muss, dazu konnten die Behörden am Mittwoch keine Angaben mehr machen.

Mangels Haftgründen wieder auf freiem Fuß

Aufgrund der Auswertung der Telefonverbindungsdaten konnte der Beschuldigte ermittelt werden, wie es weiter heißt. Die Vernehmung und eine durchgeführte Durchsuchung haben weder Hinweise auf ein politisches oder anderweitiges Motiv ergeben, noch habe man Materialien zum Bau von Bomben gefunden, hieß es.

Mangels Haftgründen wurde der Mann wieder entlassen. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ermittelt. Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor.

Weiterer Drohanruf gegen Berliner Schule

Anfang Juni ging bei der Wilhelm-Hauff-Grundschule in Berlin-Gesundbrunnen ebenfalls ein Drohanruf ein. Der Anrufer behauptete, dass sich zwei bewaffnete Männer in dem Gebäude befinden. Nachdem das SEK anrückte und die Schule räumte, wurde kein Verdächtiger gefunden. Ein 17-Jähriger gab hinterher zu, den Anruf getätigt zu haben.

Sendung: Abendschau, 11.07.2018, 19:30 Uhr

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Das soll keine Beleidigung sein, sondern ist meine Meinung: was für ein Blödsinn, das als Terror zu bezeichnen. Was für eine Verhöhnung von Terroropfern. Terror (Angst) wird von den Medien uns durch die laufende Wiederholung von übertriebenen Ängsten geweckt. Ich will auch gar nicht verharmlosen, was für einen strafbaren Riesen-Bockmist der Typ da verzapft hat. Aber es ist kein Terror!

  2. 2.

    Dem war wohl zu langweilig.
    Ich schlage vor, der darf sich bei allen Geschädigten
    ( z.B. Stauopfern) persönlich entschuldigen gehen. Danach betroffene Schule und Rastplätze putzen.
    Dann kommt er nicht auf solche bescheuerte Ideen.

  3. 1.

    Das ist nicht Störung des öffentlichen Friedens. Das ist Terror!

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