Güllefahrzeug auf Dorfstraße (Quelle: rbb/Schiller)
Bild: rbb/Schiller

Tiefdruckgebiet zieht über die Region - Der Regen ist da – zumindest im Osten Brandenburgs

Landwirte, Förster und Feuerwehrleute haben ihn lange herbeigesehnt, nun ist der Regen da. Im Osten Brandenburgs hat es stellenweise heftig geregnet. Ob die Waldbrandgefahr dadurch sinkt, ist noch unklar. Ein Berliner Bezirk hat derweil ein Grillverbot erlassen.

Nach der Trockenheit kommt endlich der Regen – zumindest für ein paar Tage. Seit Dienstagfrüh zieht über den Süden und Osten Brandenburgs ein Regengebiet hinweg, dass zu dem Tiefdruckgebiet "Gislinde" gehört. Es werde das Wetter in der Region in den kommenden Tagen bestimmen, erklärte Sebastian Kugel von der meteogroup rbb|24 am Dienstag.

Am Dienstag ziehe das Regengebiet entlang von Neiße und Oder Richtung Norden. Auch wenn es in Berlin noch trocken sei, regne es ein wenig weiter östlich schon teilweise ausgiebig, so Kugel. Wieviel und vor allem wo es runterkomme, könne aber regional sehr unterschiedlich sein. Dies lasse sich schwer sagen, so der Meteorologe. Es handle sich eben um ein Gebiet mit vielen Schauern.

Erst Regen, dann Gewitter

Daher sei auch nicht klar, ob sich überall die Waldbrandgefahr verringere. Vereinzelt sicher, sagte Kugel, aber wo genau, wisse man nicht. Erst am Morgen hatte Regen den Waldbrand in der Lieberoser Heide gelöscht.

Im Laufe des Mittwochs verlagert sich laut Kugel der Regen immer weiter nach Norden, so dass auch die Uckermark etwas Wasser abbekomme. Bis Donnerstag steige dann zusätzlich die Gefahr von lokalen Gewittern. Auch diese könnten überall stattfinden, erklärte der Wetterexperte. Auch Berlin wird vermutlich betroffen sein. Spätestens am Freitag trete dann aber wieder eine Wetterberuhigung ein und die Temperaturen würden mit etwas unter 30 Grad wieder sommerlich werden, so Kugel.

Friedrichshain-Kreuzberg verhängt Grillverbot

Auch wenn etwas Regen angekündigt ist: Der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat am Dienstag für alle seine Grünflächen ein Grillverbot ausgesprochen. Hintergrund sei die hohe Waldbrandwarnstufe 5, die auch in Berlin gilt, sagte Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne).

Die Wiesen und Büsche seien so trocken, dass ein Funke genüge, sie zu entzünden, hieß es zur Begründung. Das Verbot gilt für alle öffentlichen Grünanlagen und auch für die öffentlichen Grillplätze.

Der Regen dürfte die Waldbrandschutzbeauftragten in der Region hingegen nur kurz beruhigen. Angesichts der langen Trockenheit müsste es schon wochenlang regnen, um die Wasservorräte im Boden wieder richtig aufzufüllen, sagte Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter Raimund Engel vergangene Woche im rbb. Bereits jetzt seien über 200 Waldbrände in Brandenburg registriert worden. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 140, so Engel.

Derzeit gilt in allen Landkreisen wegen der warmen Temperaturen und der langen Trockenheit die höchste Waldbrandgefahr- und wie es aussieht, wird sie auch noch länger anhalten.

Sendung: Abendschau, 10.07.2018, 19.30 Uhr

Kommentar

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6 Kommentare

  1. 6.

    In Spandau hat es in der Nacht gut geregnet, da kann man nicht meckern. Alles schön durchfeuchtet.

  2. 4.

    Guten Morgen, da ist leider etwas schief gelaufen. Das Video gehörte woanders hin. Entschuldigen Sie den Fehler. LG

  3. 3.

    Liebe Redaktion! Habe mich auf ein Video über den lang ersehnten Regen gefreut. Ich kann aber nur eins zur Bombendrohung in der Raststätte öffnen. Soll das so sein? Danke umd einen regenreichen Tag!

  4. 2.

    Das Video passt nicht zum Artikel. Im Video geht es um eine Bombendrohung.

  5. 1.

    Die drei Troppen die dort runterkamen. Der Boden ist bei der Dürre nichtmal mehr in der Lage den Regen aufzunehmen! Wer kann und will, einfach mal im Wald puschen gehen. Da bleibt alles Naß einfach nur liegen und sickert nicht mal mehr ein...!
    Hieß es früher nichtmal bei Waldbrandwarnstufe 5 --> das Betreten des Waldes ist verboten..?
    Grillverbot tut sicher Not, aber wer will denn das kontrollieren, der ABV???

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