Ein Feuerwehrmann bei dem Löscharbeiten im Wald bei Fichtenwalde (Quelle: dpa/Pörschmann).)
Video: rbb Aktuell, 29.07.2018, 21.45 Uhr | Bild: dpa/Christian Pörschmann

Waldbrand gelöscht - Feuerwehr zieht aus Fichtenwalde ab

Vier Tage haben die Löscharbeiten im Waldbrandgebiet bei Fichtenwalde gedauert. Am Sonntagabend konnten nun die letzten Einsatzkräfte der Feuerwehr abgezogen werden. Die Brandursache ist nach wie vor unklar.

Nach dem tagelangen Waldbrand am Autobahndreieck Potsdam hat sich die Lage im Beelitzer Ortsteil Fichtenwalde normalisiert. Die Feuerwehr habe das Gelände nochmal gut eingeweicht und sei dann am Sonntagabend abgezogen, teilte der Landkreis Potsdam-Mittelmark am Montag mit.

Brandwache bis Mittwoch

Vier private Waldbesitzer sollen nun bis Mittwoch noch eine Brandwache aufrechterhalten. Das Feuer war am Donnerstag direkt neben der Autobahn A9 ausgebrochen und hatte rasend schnell rund 50 Hektar Wald erfasst. Erst rund 800 Meter vor der Ortschaft Fichtenwalde konnte die Feuerwehr die Flammen stoppen. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch Munition aus dem Zweiten Weltkrieg, die in dem Waldgebiet lag – deshalb wurde auch ein Löschpanzer eingesetzt.

Erneute Probleme gab es am Samstag, als der Betreiber einer Gasdruckstation nahe des Autobahndreiecks Potsdam ein Leck meldete. Da wegen des Brandes akute Explosionsgefahr bestanden, mussten die Autobahnen A9 und A10 erneut gesperrt werden. Na rund zwei Stunden konnte die Einsatzleitung aber Entwarnung geben. Das Leck konnte repariert werden.

Zigarette als Brandursache?

Die Ursache des Brandes, der wegen Autobahnsperrungen auch für massive Staus gesorgt hatte, ist weiter unklar. Möglicherweise löste eine weggeworfene Zigarette das Feuer aus.

Der Großeinsatz in Bildern

Sendung: Antenne Brandenburg, 30.07.2018, 5.30 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Warum hat es so viele Stunden gedauert, bis ein Lösch-Hubschrauber vor Ort war, obwohl eine größere Evakuierung drohte? Beim Nadelwald kann es zu einem sehr gefährlichen Kronenbrand kommen, wenn das Bodenfeuer auf die trockenen Baumkronen übergreift. Die Feuerwalze, welche dabei entsteht, hat eine hohe Ausbreitungsgeschwindigkeit und ist äußerst schwer löschbar und die Bodenkräfte müssen sich zurückziehen (siehe „pnn Feuersturm wie ein Schnellzug“). Die Brandbekämpfung aus der Luft dient dazu mit Infrarotkamera Hitzeherde auszumachen und diese herunter zu kühlen. Sie sollte frühzeitig erfolgen.

    Es sieht mutmaßlich so aus, als wenn Lösch-Hubschrauber aus Kostengründen nur äußerst zögerlich angefordert werden. Und das obwohl gerade am Anfang eines Großbrandes, wenn noch keine Löschwasserleitung gelegt ist, die Brandbekämpfung aus der Luft sehr sinnvoll ist, um Schlimmeres zu verhindern und die Einsatzkräfte zu schützen. siehe „zdf Waldbrand-Experte Deutschland braucht Löschflugzeuge“

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