Eine Frau fotografiert am 09.08.2018 von einer Leiter in der Schlossgärtnerei Charlottenburg die blühende Agave Americana (Quelle: dpa/Jens Büttner)
Video: rbb Aktuell | 09.08.2018 | Bild: dpa/Jens Büttner

Seltener Anblick in Berlin-Charlottenburg - Nach 180 Jahren blüht wieder eine Agave

Nicht nur die Temperaturen erinnern derzeit an wärmere Gefilde: In der Schlossgärtnerei Charlottenburg ragt derzeit der meterhohe Blütenstiel einer Agave Americana in den Himmel. Fast 9.000 Blüten habe die Pflanze, teilte die Stiftung Preussische Schlösser und Gärten am Donnerstag mit. Zuletzt habe es vor 180 Jahren im Schlossgarten ein solches Ereignis gegeben, damals mit nur gut halb so vielen Blüten. Die aktuelle Pracht habe wohl mit der günstigen Witterung zu tun, hieß es.

Einen Wermutstropfen gibt es aber: Nachdem sie geblüht hat, verstirbt die Pflanze, erklärte Schlossgärtner Oliver Philipp im rbb. Die Blüte an sich ist fast elf Meter hoch – genauso hoch wie das Palmenhaus, so Philipp. Die Blüten seien gelb und bei Bienen sehr beliebt.



"Tag der Agave" an diesem Samstag

Die Pflanze kommt eigentlich aus heißen, trockenen Regionen: Mexiko und den US-Südstaaten. Bis eine Agave blüht, dauert es den Angaben zufolge 40 bis 100 Jahre. Aus Anlass der Blüte sind Interessierte an diesem Samstag zum "Tag der Agave" geladen. Zwischen 11.00 und 17.00 Uhr kann man die Parkgärtnerei Charlottenburg (Fürstenbrunner Weg 62-70) besuchen.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Adventskalendergrafik zum 10. Dezember zeigt eine Gräberstätte in der Uckermark (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 10. Tür: Stehend unter die Erde gebracht

Bauarbeiter fanden die Gebeine und Archäologen sahen sich die Gräber dann später genauer an. Namen aber bekamen diese tote Vorfahren nie, obwohl sie es verdient hätten: Sie sind quasi Urbrandenburger aus der Mittelsteinzeit.