Ackerhummel sitzt auf einer Blüte und sammelt Nektar. (Quelle: imago/Reiner Bernhardt)
Bild: imago/Reiner Bernhardt

Insektenzählung des Nabu - Die Ackerhummel liegt in Führung

Die Ackerhummel ist bei der Zählaktion "Insektensommer" des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) in Berlin und Brandenburg am häufigsten gesichtet worden. Insgesamt 247 Mal meldeten Naturfreunde zwischen dem 3. und 12. August Insekten dieser Art, wie eine Nabu-Sprecherin am Mittwoch sagte. Auch bundesweit wurde die Ackerhummel am meisten genannt.

Kleiner Kohlweißling, Wespe und Biene auf den Plätzen

Das zweithäufigste Insekt in der Region war demnach der Schmetterling Kleiner Kohlweißling (220 Meldungen), gefolgt von der Gemeinen Wespe (166 Meldungen) und der Westlichen Honigbiene (143 Meldungen).  Rund 400 Berliner und Brandenburger beteiligten sich an der Zählung.

Ziel des Insektensommers sei es, auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam zu machen und für ihren Schutz zu sensibilisieren, sagte die Geschäftsführerin des Nabu Berlin, Jutta Sandkühler.

Insektensterben ruft die Politik auf den Plan

In Deutschland, aber auch in anderen Ländern, beklagen Forscher und Imker seit Jahren ein Insektensterben. Von den rund 560 Bienenarten, die es in Deutschland einmal gab, ist inzwischen die Hälfte bedroht oder bereits ausgestorben. Neben Krankheiten und mangelndem Futterangebot durch Monokulturen in der Landwirtschaft gelten verschiedene Gifte als Ursache. Ende April hatten die EU-Staaten daher auch den Einsatz bienenschädlicher Gifte, der sogenannten Neonikotinoide, verboten.

Sendung: Abendschau, 22.08.2018, 19.30 Uhr

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