27.08.2018, Berlin: Polizisten führen einen verdächtigen Mann nach einer Razzia gegen kriminelle Mitglieder arabischer Großfamilien in der Pohlstraße ab (Quelle: dpa/Zinken)
Bild: dpa/Zinken

"Drogenservice" mit "Bunkerfahrzeug" in Schöneberg - Haftbefehle gegen Mitglieder von arabischer Großfamilie erlassen

Nach einer großangelegten Razzia am Montag hat die Berliner Staatsanwaltschaft nun Haftbefehle gegen zwei Mitglieder einer arabischen Großfamilie erlassen. Der Vorwurf lautet auf Drogenhandel. Sie sollen einen regelrechten "Drogenservice" in Berlin betrieben haben.

Einen Tag nach einer Razzia gegen kriminelle Clans in Berlin sind gegen zwei 19-Jährige Haftbefehle erlassen worden. Der Vorwurf lautet auf bandenmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag mit. Die beiden sitzen in Untersuchungshaft. 

Sie sollen laut Staatsanwaltschaft einen "Betäubungsmittelservice" im ganzen Berliner Stadtgebiet betrieben haben.

Die Männer wurden am Montag bei großangelegten Razzien verhaftet. Den Ermittlern stellten unter anderem 2,4 Kilogramm Cannabis sicher. Bei dem Zugriff wurden auch Kräfte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) hinzugezogen, da die Bande als gewaltbereit gilt.

insgesamt waren vier Männer und eine Frau als mutmaßliche Strippenzieher beim organisierten Drogenhandel festgenommen worden.

Es wurden mehrere Wohnungen und Geschäftsräume in Tiergarten und Kreuzberg durchsucht und insgesamt fünf Personen festgenommen. Sie sollen nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa zu der Großfamilie R. gehören, aus deren Besitz bereits im Juli zahlreiche Immobilien beschlagnahmt worden waren.

Bei der Razzia am Montag fanden die Ermittler auch über 200.000 Euro Bargeld und beschlagnahmten mehrere Fahrzeuge der Marken Porsche, Mercedes und Kia. Auch das "Bunkerfahrzeug", ein Opel Signum der in Schöneberg als Drogenlager genutzt worden sein soll, wurde sichergestellt.  

Sendung: Abendschau, 28.08.2018, 19:30 Uhr

Kommentar

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4 Kommentare

  1. 4.

    In Deutschland wird man erst tätig, wenn es zu spät ist, Prävention ist ein Fremdwort.
    Das kann man grundsätzlich durch die Reihe weg bei Straftaten oder verkorksten Existenzen beobachten.

    PS: Trinkgeld (200.000 Euro Bargeld und beschlagnahmten mehrere Fahrzeuge der Marken Porsche, Mercedes und Kia)

  2. 3.

    Was mir unklar ist, ehrlich gesagt, weshalb organisierte Drogen-Kriminalität erst wirklich bekämpft wird, wenn der Betäubungsmittel-Nachschub abzureißen droht.
    Bisher hatte man sich anscheinend abgefunden und arrangiert mit der Organisierten Kriminalität, sie wurde eben sehr scharf überwacht und beobachtet, sa dass das gesamte Netzwerk bekannt sein dürfte auf der geheimdienstlichen Ebene, vermutlich wurden einige besonders schwere Jungs bzw. große Fische ins Ausland abgedrängt durch die Maßnahmen.
    Also weshalb bitteschön, greifen Polizei und Sicherheits-Behörden erst so spät ein in das Geschäft mit harten Drogen??
    In öffentlichen Parks und Grünanlagen scheint der Drogen-Handel ja auch vielfach geduldet zu sein, dass Dealer dort sogar im Schicht-Dienst beschäftigt sind teilweise, das würde doch keiner auf sich nehmen wegen ein paar Gramm Gras.

  3. 2.

    Donnerwetter, ist tut sich etwas !

  4. 1.

    was soll's? Im Heimatland solcher Clans würde wohl hart durchgegriffen werden, aber über die deutsche Justiz lachen doch diese Leute ...

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