Löschfahrzeug der Berliner Feuerwehr vor der Feuerwache der Oderberger Straße (Bild: imago/R. Price)
Bild: imago stock&people

Protest gegen veraltete Technik - Berliner Feuerwehren sagen Katastrophenübung in Lehnin ab

Berlins Freiwillige Feuerwehren haben die Teilnahme an einer Katastrophenschutzübung im brandenburgischen Lehnin aus Protest gegen veraltete und fehlende Fahrzeuge abgesagt.

Von ursprünglich 41 Katastrophenschutzfahrzeugen seien bereits sieben wegen zu hoher Reparaturkosten ausgemustert worden, sagte der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes, Sascha Guzy, am Freitag. Im Jahr 2020 stünden voraussichtlich nur noch acht Fahrzeuge zur Verfügung.

Landesfeuerwehrverband: "verprellen Ehrenamtliche"

"Irgendwann verprellen wir auch unsere Ehrenamtlichen", bemerkte Guzy. Er forderte die Berliner Politik zum sofortigen Handeln auf: "Wir brauchen nicht irgendwelche Flickschusterei, sondern ein klares Konzept."

Die Katastrophenschutzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren waren unter anderem nach den Herbststürmen "Xavier" und "Herwart" im Einsatz. Die Übung in Lehnin (Potsdam-Mittelmark) soll am Samstag stattfinden.

Sendung: Inforadio, 03.08.2018, 17:40 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Hier sind Steuergelder ein sinnvolle Investition, doch beim PPP-Projekt BER Verschwendung!

  2. 1.

    Wie weit muss es noch kommen? Selbst unsere ehrenamtlichen Helfer 'streiken'! Wann wacht dieser Senat mal auf und merkt, dass was sie tuen zu wenig ist?! Diese angebliche neue Anschaffung von knapp 100 Fahrzeugen reicht nicht!!! Zumal davon nur eine Hand voll von denen sind, die die Feuerwehr wirklich braucht, der Großteil sind Rettungsdienstfahrzeuge, diese braucht die Feuerwehr momentan nicht!

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