Ein Wolf steht in der Wolfsanlage im Wildgehege Moritzburg. (Quelle: dpa/Monika Skolimowska)
Audio: Antenne Brandenburg | 02.08.2018 | Boris Kullick | Bild: dpa/Monika Skolimowska

Drei Wölfe im Juli getötet - Brandenburgs Jäger kritisieren illegale Wolfsabschüsse

Brandenburgs Landesjagdverband hat den illegalen Abschuss von Wölfen scharf kritisiert. Der Verband distanziere sich von solchen Straftaten, sagte Präsidiumsmitglied Frank in Rheinsberg.

Im Juli sind bei Fürstenwalde, Müllrose und Zossen Wölfe von unbekannten Tätern erschossen worden. Diese Art der Selbstjustiz gehe nicht, sagte Präsidiumsmitglied Robert Frank dem Evangelischen Pressedienst. Die Jagdgesetze müssten eingehalten werden. Zugleich forderte er die Landesregierung auf, die Wolfsverordnung zu entbürokratisieren. Diese Verordnung erlaubt in Ausnahmefällen auch die Tötung von Wölfen.

Auch die Forderung des märkischen Bauernbundes nach wolfsfreien Zonen unterstützt der Jagdverband nicht. Mögliche Probleme würden so nur von einer Region in die nächste verschoben, sagte Frank, der im Verband unter anderem für Wölfe und Naturschutz zuständig ist. Der Bauernbund fordert, dass der Wolf überall dort gejagt werden darf, wo Menschen und Weidetiere sind. Er will in der kommenden Woche erneut für seine Forderungen protestieren.

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5 Kommentare

  1. 5.

    Fortsetzung...
    Denn ... ein geschossener Wolf, erzählt den anderen Wölfen nicht, das er erschossen wurde.
    In Wolfsrevieren wandern jährlich Jährlingswölfe ab, die auf der Suche nach einem eigenen Revier, auch in einem saubergeschossenem Gebiet wieder auftauchen oder das Revier neu besetzen.
    Zudem ist nachgewiesen, das zerschossene Rudel in den darauffolgenden Jahren mehr Schäden anrichten, wenn Rudelstruckturen zerschossen werden. Der Wolf ist eine streng geschützte Tierart und selbst im Anhang 4 der FFH Richtlinie wird das so bleiben. Der Wolf wird nicht als Problemwolf geboren, nur durch Totalverweigerung in der Prävention und menschlichem Fehlverhalten wird er dazu gemacht. Das muss jetzt wohl auch der JV begriffen haben.

  2. 4.

    Oh, man darf staunen, über die Stellungnahme des BJV, für einen Verband der sich den Naturschutz auf die Fahne schreibt aber zu spät, unglaubwürdig. Man kann nur hoffen, das diese Täter, die sich mit der Waffe über geltendes Recht sellen, überführt werden. Zumindest ist die Stellungnahme ein Schlag in Gesicht, um die Initiatoren von WolfsfreieZonen.
    Spreche hiermit keine Tierhalter an, ausdrücklich nur die Initiatoren. Damit meine ich jenne wolfsfeindlichen Leute die sich öffentlich aggressiv und mit Falschaussagen in Szene setzen, davon gibt es leider auch immer noch zu viel im BJV. BJV ... im Übrigen verschiebt man das Problem nicht in andere Regionen, das Problem wird an gleicher Stelle bleiben, wenn Tierhalter mit Totalverweigerung, bei ihrer Verweigerung von Rrävention bleiben. Denn ... Fortsetzung im nächsten Kommentar ...

  3. 3.

    Ich freue mich, wenn der Landesjagdverband diese feigen Straftaten verurteilt. Ein ebenso scharfe Verurteilung von dieser Straftaten wünschte ich mir auch vom Bauernbund. Ich hoffe, dass die vom märkischen Bauernbund geplanten Demonstrationen für die Errichtung "wolfsfreier Zonen" kritisch begleitet werden.

  4. 1.

    Ich habe gelesen, daß am 25.7. sogar noch ein dritter angeschossener Wolf bei Zosssen gefunden wurde, der so schwer verletzt war, daß er eingeschläfert werden musste. Langsam sollte sich der Landesjagdverband mal was einfallen lassen. Manchmal frage ich mich, ob derzeit nicht auch der eine oder andere Brand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz auf das Konto von Wolfshassern geht, um den Rückzugsraum dieser Tiere zu zerstören.

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