Gedenkkreuz am Tatort in Berlin-Pankow (Quelle: rbb/Albinsky)
Audio: radioBERLIN | 20.08.2018 | David Donschen | Bild: rbb/Albinsky

Tote Frau am Bahndamm - Mutmaßlicher Mörder von 30-Jähriger nach Berlin ausgeliefert

Eine junge Social-Media-Beraterin wurde Ende Mai in Berlin-Pankow an einem Bahndamm getötet. Zielfahnder hatten den mutmaßlichen Mörder Anfang Juli in Spanien gefasst. Jetzt sitzt er in Berliner Untersuchungshaft.

Knapp drei Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 30-Jährigen in Berlin ist der mutmaßliche Mörder nach Deutschland ausgeliefert worden. Der 38-Jährige sitze nun in Berlin in Untersuchungshaft, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Montag. Zuvor hatten "Bild" und "B.Z." berichtet.

Der bulgarische Staatsangehörige war zunächst nach Spanien geflüchtet, wo er Anfang Juli festgenommen worden war. Die Staatsanwaltschaft hatte damals mitgeteilt, Spuren vom Tatort hätten dem 38-Jährigen eindeutig zugeordnet werden können. Der Mann soll die Social-Media-Beraterin erstickt haben, um eine versuchte Vergewaltigung zu verdecken.

Mehr als 200 Hinweise gingen zum Mordfall ein

Die junge Frau, die auch zu Hause arbeitete, hatte ihre Wohnung in Pankow am Nachmittag des 25. Mai verlassen, um eine Pause zu machen. In Flip-Flops und Sommerkleid ging sie zu einem nahe gelegenen Bahndamm an der Dolomitenstraße, um sich zu sonnen oder zu lesen - und soll noch am selben Nachmittag oder Abend getötet worden sein. Die Leiche wurde am 27. Mai auf dem Bahngelände gefunden.

Zu dem Fall waren auch mehr als 200 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, sagte Sprecher Steltner. Der Verdächtige habe sich zur Tat eingelassen. Näheres wollte der Sprecher aber nicht sagen. Ob die Anklage absehbar sei, sagte er nicht.

Sendung: Abendschau, 20.08.2018, 19.30 Uhr

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