Stadtpanorama von Frankfurt (Oder) (Quelle: dpa/ Karl-Heinz Hick)
Audio: Inforadio | 05.08.2018 | Oliver Meurers | Bild: dpa/ Karl-Heinz Hick

Elf Festnahmen in Frankfurt (Oder) - Mehr als 20 Männer prügeln sich mit Gürteln und Flaschen

Mehr als 20 Männer waren in der Innenstadt von Frankfurt (Oder) in der Nacht zu Sonntag an einer Schlägerei beteiligt.

Eine Gruppe von etwa 15 Männern habe eine zweite Gruppe von 9 Männern vor einem Schnellrestaurant in der Nähe der Stadtbrücke angegriffen, wie ein Sprecher der Polizei dem rbb sagte. Dabei seien auch Gürtel und Flaschen eingesetzt worden.

Elf Tatverdächtige festgenommen

Drei deutsche Männer aus der zweiten Gruppe seien leicht verletzt worden. Als die alarmierte Polizei eintraf, seien die Angreifer geflüchtet, so der Sprecher. Bei der anschließenden Fahndung seien elf Tatverdächtige im Alter von 17 bis 29 Jahren festgenommen worden. Bei ihnen handele es sich um syrische und iranische Staatsangehörige. Bis auf einen seien alle mit Wohnadressen in Frankfurt (Oder) gemeldet.

Der Grund für die Auseinandersetzung ist derzeit noch unklar. Die Vernehmungen liefen derzeit noch, hieß es.

Zuletzt 50 Menschen bei Streit

Zuletzt hatte es im Juni in Frankfurt (Oder) eine Auseinandersetzung zwischen zwei Männern gegeben, in deren Folge Polizisten bedrängt worden waren. Beteiligt war ein 18-jähriger Syrer und ein 32-jähriger Deutscher. Die Polizei vermutete damals keinen politischen Hintergrund, sondern vielmehr Eifersucht.

Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt, weil rund 50 Menschen - darunter sowohl Flüchtlinge als auch Deutsche - auf einem Platz in der Innenstadt die herbeigerufene Polizei bedrängt und verbal attackiert haben sollen.

Sendung: Inforadio, 05.08.2018, 8:38 Uhr

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16 Kommentare

  1. 16.

    @14: Sie schreiben hier einen Textentwurf fuer die Kapitulationsurkunde der denkenden Zivilgesellschaft: Ohne Kenntnis der Sachlage behaupten Sie, dass Konfliktursachen nicht mit den Werkzeugen der Vernunft und Menschlichkeit kurz-, mittel- oder langfristig zu loesen waeren. Statt dessen fordern Sie einen Polizeistaat. Davon gibt es genug auf der Welt, die koennen Sie gern besuchen. Aber hoeren Sie auf, meine deutsche Heimat wieder dazu machen zu wollen.

  2. 15.

    Das heißt also, es gibt für sie keine Diskussion mehr über das Versagen des Staates seine Bürger gemäß Art 2 GG zu schützen?
    Ich sehe es anders, wenn der Staat seine Aufgabe erfüllt, verliere ich kein Wort mehr darüber! Solange...

  3. 14.

    Jeder Mensch hat ein Recht auf körperliche Unversehrtheit, Artikel 2 Grundgesetz. Und das Gewaltmonopol liegt nur und ausschließlich beim Staat und in Ausführung Ihrer Dienstpflicht damit bei den Angehörigen der Exekutive. Hier gibt es nicht einen Millimeter Spielraum für Diskussionen über gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen wem auch immer auf dem Boden der Bundesrepublik Deutschland. Punkt. Wir brauchen viel mehr und viel besser bezahlte Polizisten die so etwas unterbinden und im Keim ersticken und dass ganz schnell. Auf Vernunft kann man offenbar nicht bauen.

    Gruß
    Hajakon

  4. 11.

    Ihr 'Selbsterhaltungsinstinkt' mag ja für Sie löblich erscheinen, jedoch hat er für 'Menschen' einen zu xenophobischen Charakter, wenn er nur bei 'Syrern', 'Iranern' oder 'Flüchtlingen' anschlägt.

    Zitat Bericht "Der Grund für die Auseinandersetzung ist derzeit noch unklar."
    Was, wenn nun die 'Provokation' für diese Gewaltaktion (die ja durchaus auch eine Gewaltaktion gewesen könnte) von der zweiten Gruppe aus xenophobischem Grund erfolgte? Dann bekommt die Nachfrage von "Menschen, denen - vermutlich aufgrund eines evolutionären Mil. Jahre alten Überlebens (oder ich nenne es mal Gefahrenvermeidungsprogrammes) - gegenwärtig gemachte Details schon wichtig sind", das Gewicht des 'auslösenden Faktors', der 'Menschen ohne stereotype Abwehrinstinkte' "kathegorisches Denken" näherbringt.

  5. 9.

    Ich freue mich nicht für sie, dass sie die Welt und die Dinge so zu sehen. Sie sind aber vermutlich ein wirklich sehr hoch entwickelter und im Sinne der gegenwärtigen Politik auch politisch korrekter Mensch, einfach vorbildlich.

    Entschuldigen sie bitte, dass es aber noch Menschen gibt, vermutlich aufgrund eines evolutionären Mil. Jahre alten Überlebens - (oder ich nenne es mal Gefahrenvermeidungsprogrammes), denen gegenwärtig gemachte Details schon wichtig sind, um auch in Zukunft angemessen zu reagieren. Insbesondere bei einer Häufung.
    Ein schönes Rest WE

  6. 8.

    Stellen Sie sich als Analogie einfach mal die Verwendung nachfolgender Kennzeichnungen vor: 15 Blauäugige gegen 9 Braunäugige, 15 Menschen mit hoher Stirn gegen 9 Menschen mit flacher Stirn, 15 Lederhosenträger gegen 9 Leinenhosenträger, 15 Menschen mit blonden Haaren gegen 9 Menschen mit schwarzen Haaren.

    Jeder wüsste um die Absurdität solcher Zuordnungen, einmal, weil wir heutzutage dem Klischeehaften solcher Zuordnungen längst entsprungen sind, zu anderen, weil solche Zuordnungen pauschalisierende und diskriminierende Züge tragen.

    Wenn ein Mensch mit ursprungsdeutscher Herkunft die Faust betätigt, ist die Folge keine andere als wenn ein Mensch mit syrischem Ursprung die Faust bewegt. Die Herkunft tut also für die Tat nicht das Geringste zur Sache. Wer an der Tat interessiert ist und nicht daran, im Sinne von vorgenommenen Pauschalitäten sie als bloße Facette benutzt, um Ethnien eins auszuwischen.

  7. 7.

    @Eisbaer
    Interessante Feststellung.
    "Die halbe Wahrheit ist schließlich auch eine Lüge."
    Dies würde bedeuten der Pressekodex lügt.
    Würde auch bedeuten, dass man sich mit sich selbst auseinandersetzt.
    Journalisten zeigen bekanntlich gerne mit dem Finger auf andere, obwohl der Rest der eigenen Hand immer auf einem selbst zeigt.

    Dieser Kommentar wird sowieso nicht veröffentlicht werden.
    So viel zur viel gescholtenen Pressefreiheit.

  8. 6.

    Lieber RBB,

    diese Fragen tauchen ja in den Kommentaren regelmäßig auf und führen scheinbar zu Unmut. Es wäre schön, wenn Sie Ihr Vorgehen für Ihre Leser mal in einem Artikel erläutern könnten. In Berlin und Brandenburg gibt es ja immer wieder solche Nachrichten und regelmäßig stoßen sich Menschen daran. Mir erschließt sich aus dem Inhalt Ihres Links zum Beispiel auch nicht, warum in diesem Fall ein begründetes öffentliches Interesse besteht, vor allem da der Grund für die Auseinandersetzungen noch nicht klar ist.

    Viele Grüße
    W. Schneider

  9. 5.

    Was bitte hat die Wahrheit über eine Nationalität mit Diskriminierung zu tun? Die halbe Wahrheit ist schließlich auch eine Lüge.

  10. 4.

    Jaja, diese Antwort kenne ich. Sie haben schon desöfteren auf dle Richtlinie 12 des Presscodex hingewiesen. Mal ganz davon abgesehen, daß sich Zeitungen nicht immer daran halten, wie verbindlich ist die denn? Über Gesetzeskraft verfügt sie nicht.

    Sie erklärt desweiteren nicht, warum bei Gewalttaten gleichen Genres in Berlin die Nennung der Ethnien "diskriminierend" sind und in Frankfurt/Oder eben nicht.

  11. 3.

    Wir haben hier an der Oder eben nicht nur hitzige Temperaturen, sondern auch hitzige Männer. Für alle ist die Sommerhitze nur schwer zu ertragen. Da fällt halt mal in der Hitze der Nacht ein hitziges Wort und schon gehts los mit dem Streit: Abkühlen können sich die Teilnehmer der hitzigen Männerschlacht in der nahen Oder. Leider dürfen unsere Polizisten nicht ins Wasser springen wegen der Anzugsordnung... Eigentlich blöd!

  12. 2.

    Wir verweisen auf Richtlinie 12 des Pressekodex. http://www.presserat.de/pressekodex/pressekodex/#panel-ziffer_12____diskriminierungen

  13. 1.

    Frage an die Fachleute von RBB:

    In Berlin "Gesundbrunnen" * hat es gerade auch eine Prügelei von 50 Beteiligten gegeben. In der Hauptstadtpresse kein Wort über die Ethnien der Täter.

    Wann darf die Ethnie genannt werden und wann nicht?

    *) Der Name klingt, als wäre es Realsatire. "Gesund" scheint da angesichts der fast täglichen Meldungen über Messeerstechereien, Bierflaschenzertrümmerungen auf den Kopf etc. nichts zu sein.

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