Festnahmen nach Taxi-Verfolgungsjagd (Quelle: rbb/TNN)
Video: rbb|24 | 09.08.2018 | Bild: rbb/TNN

Von Treptow bis nach Wilmersdorf - 20-Jähriger rast von der Polizei verfolgt durch halb Berlin

Auf der Flucht vor der Polizei ist ein Mann mit einem früheren Taxi am Mittwochabend durch halb Berlin gerast. Polizisten wollten den Fahrer in Treptow auf der A113 kontrollieren. "Sie hatten den 20-Jährigen wiedererkannt, weil sie ihn schon einmal wegen seiner gefährlichen Fahrweise angehalten hatten", sagte eine Sprecherin der Polizei am Donnerstagmorgen. Den Angaben zufolge war das Fahrzeug auch aufgefallen, weil es kein Taxischild hatte.

Über mehrere rote Ampeln in den Gegenverkehr

Doch als der Mann am Steuer des Taxis die Beamten sah, gab er Gas. Er raste bis nach Wilmersdorf, wo er die Autobahn verließ und mit dem Taxi über mehrere rote Ampeln und in den Gegenverkehr rauschte. An einer Kreuzung verursachte der Mann einen Unfall, bei dem das Taxi einige Fahrzeugteile verlor. Dann ging es mit dem demolierten Wagen zurück auf die Autobahn - unterwegs platzte ihm noch ein Reifen.

Eine Schwangere saß im Raser-Taxi

"Wenig später konnten Polizisten den Wagen stoppen", sagte die Sprecherin weiter. In dem Taxi saß nicht nur der 20-jährige Raser, sondern noch zwei weitere Männer und eine schwangere Frau. Der 20-Jährige hatte keinen Führerschein, gegen ihn lag ein sogenannter Vorführungsbefehl vor. Dabei handelt es sich um eine gerichtliche Anordnung, um das Erscheinen eines ausgebliebenen Angeklagten oder Zeugen zu einem Gerichtstermin zu erzwingen. Weswegen der Vorführungsbefehl gegen den 20-Jährigen vorlag, konnte die Polizeisprecherin rbb|24 nicht sagen.

Der Fahrer und die Schwangere kamen zur Beobachtung ins Krankenhaus. Weil der Fahrer vermutlich unter dem Einfluss von Betäubungsmittel stand, wurde ihm im Krankenhaus Blut abgenommen. Die beiden anderen Männer, die im Taxi saßen, wurden von der Polizei mitgenommen, dann aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Fahrer des Taxis wird nach Angaben der Sprecherin wegen des Vorführungsbefehls vorerst nicht freigelassen.

Laut Polizei stellte sich später heraus, dass das Fahrzeug auch nicht versichert war und das Kennzeichen zu einem anderen Fahrzeug des 20-Jährigen gehört - das ebenfalls keine Versicherung hat.

Sendung: Abendschau, 09.08.2018, 19.30 Uhr

Kommentar

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25 Kommentare

  1. 25.

    "Das Problem kultureller Gruppen, die bestenfalls nebeneienander herleben."

    Berliner und Landeier, pardon Brandenburger? ^^

  2. 24.

    Toll !!!
    Sie fahren also mit dem Taxi zur Arbeit?! ich finde, Jeder sollte sich den kleinen Luxus leisten können mit dem Taxi zur Arbeit zu fahren. Man/n gönnt sich ja sonst nichts.
    Im übrigen: Woher wissen Sie denn dass das Ossis sind, lassen Sie sich vorher die Ausweise und Geburtsurkunde zeigen?

  3. 23.

    Das Problem kultureller Gruppen, die bestenfalls nebeneienander herleben. Das mit der zugrunde liegenden Meldung zu tun hat, dass die entsprechende Diskussion dadurch mal wieder angefacht wurde. Was Sie dazu berechtigt, auf die Irrelevanz der Diskussion in diesem Kontext hinzuweisen. Nicht jedoch dazu, Leute die ihre persoenlichen Beobachtungen schildern, als Rassisten zu betiteln.

  4. 22.

    Hallo Leute, in dem Bericht steht: - ehemaligen Taxi -. Das heiß beige Karosse ohne Taxiausstattung.
    Deshalb kann die Diskussion über Taxifahrten abgebrochen werden. Irgendwann gibt es auch wieder Meldungen über echte Taxifahrer. Bis dahin die Meinungen aufheben.

  5. 21.

    Ein dringendes Problem unserer Zeit, welches mit der zugrunde liegenden Meldung was genau zu tun hat?

  6. 20.

    Nein. Ich möchte darauf hinweisen, dass das Verhalten, dass er als Konsequenz aus seinen subjektiven Beobachtungen zieht, rassistisch ist und somit keine Antwort auf irgendetwas sein kann. Auch wenn dann gerne so getan wird, als wolle man ein Problem konstruktiv diskutieren.

  7. 19.

    Das eigentliche Thema ist Lothars Behauptung der Weitergabe von Taxilizenzen innerhalb der Familie.

  8. 18.

    Sie haben diese Frage Lothar gestellt. Warum soll ich sie beantworten? Derartige gewaltvolle Fragen zu beantworten, macht allerdings fuer niemanden Sinn: Sie werden nicht gestellt, weil man an einer wirklichen Diskussion interessiert waere, sondern weil man den Gegner ausknocken will: In diesem Fall wollen Sie Lothar Alltagsrassismus unterstellen, ohne auch nur einen Nachweis fuehren zu muessen. Sie wollen seine Beobachtungen als irrelevant abwerten und eine notwendige Diskussion beenden, die vermutlich nicht in ihr Weltbild passt.

  9. 17.

    Vielleicht hat er bei der ersten Tat ja gar nicht in einem Taxi sondern in einem ganz normalen PKW gesessen...
    Das würde die Frage nach entsprechenden und möglicherweise nicht vorhandenen Papieren natürlich erklären.

  10. 15.

    Und hier noch eine meiner Beobachtungen: drei von vier Ost Berliner Taxifahrer sind nicht in der Lage, mich ohne Navigationssystem Zu meiner Neuköllner Arbeitsstelle zu bringen. Welche Konsequenz soll ich Ihrer Meinung nach daraus ziehen?

  11. 14.

    Dieses insbesondere in Berlin und HH massive Problem können Sie gar nicht bagatellisieren oder wegreden. Lesen Sie einfach Nachrichten.

  12. 13.

    Das steht da natürlich nirgendwo. Wozu gibt es wohl den Pressekodex? Je weniger irgendwo steht, desto wahrscheinlicher die Mutmaßung. Den Rest erledigt die Zensur. Sie werden rundum informiert für 250€ im Jahr.

  13. 10.

    Es geht hier nicht um Behoerdendokumente, es geht um alltaegliche Beobachtungen. Machen Sie solche Beobachtungen nicht? Leben Sie in einer Welt, die so ist, wie wir sie wohl fast alle gern haetten?

  14. 9.

    Liebe Puntila,

    zeichnet sie? An welcher Stelle? Der Ablauf aus der Polizeimeldung wird so in unserem Beitrag wiedergegeben.

    Liebe Grüße,
    die rbb|24-Redaktion

  15. 8.

    Lassen sie sich dann Pass oder Geburtsurkunde zeigen, oder leben sie ihren Alltagsrassismus anhand von äußerlichen Merkmalen aus?

  16. 7.

    Tatsaechlich muss ich mich Ihnen anschliessen: Schon der aktuelle Fall zeigt, dass dieser Mann aeusserst ruecksichtslos und eine erhebliche Gefahr fuer die Gemeinschaft ist. Dass er zudem nicht zu einem Gerichtstermin erschienen ist, sollten Gruende genug sein, ihn bis zum Verfahren in U-Haft zu lassen.

  17. 6.

    Wieso läuft auch der schon wieder frei herum? Auf wiederholtes Fahren ohne FS stehen hier Gefängnisstrafen, bei ihm kommen noch etliche Verkehrsdelikte mit Gefährdung dazu. Soll der etwa nächste Woche gleich wieder Taxi fahren?

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