Die Feuerwehr beseitigt Brandnester. (Quelle: rbb/Annette Miersch)
Video: Brandenburg aktuell | 26.08.2018 | Bild: rbb/Annette Miersch

Löscharbeiten bei Treuenbrietzen und Jüterbog - "Das wird noch Tage dauern - wenn nicht die ganze Woche"

Die Löscharbeiten auf den Brandflächen bei Treuenbrietzen sind aufwändiger als zunächst erwartet. Panzer müssen Wege auf dem munitionsbelasteten Areal freiräumen, damit die Feuerwehr an Glutnester herankommt. Und bei Jüterbog sind Feuer neu aufgeflammt.

Die Lage im Waldbrandgebiet bei Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) hat sich am Sonntag weiter entspannt, dennoch sind weiterhin rund 450 Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten befasst. "Es ist nicht mehr die Dramatik da, die wir noch vorgestern hatten", sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Samstagabend der rbb-Nachrichtenmagazin Brandenburg aktuell. Glutnester im Boden würden den Löschkräften aber weiterhin viel Arbeit bereiten. "Solange es keine böigen Winde gibt, ist absehbar, dass wir die Lage noch besser in den Griff kriegen. Das wird allerdings noch Tage dauern - wenn nicht sogar noch eine ganze Woche", so Woidke.

Bereits am Sonntagmorgen hatte Vize-Landrat Christian Stein (CDU) gesagt, das Feuer sei unter Kontrolle, man habe die Lage "im Griff". Das rund 400 Hektar große Brandgebiet sei "sicher eingekreist". Der Landkreis rechnete zu diesem Zeitpunkt noch damit, dass der Großteil der Löscharbeiten am Montag beendet sein könnte.

Ein Fehlalarm - und neue Rauchwolken

Zwischenzeitlich sorgte ein neuer Waldbrand-Alarm in Potsdam-Mittelmark für Sorge bei den Behörden: Waldbrand-Sensoren bei Borgheide/Borkwalde schlugen am Sonntagnachmittag an. Es stellte sich aber schnell als Fehlalarm heraus, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion West, die Freiwillige Feuerwehr in Borkheide und auch die Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark, Andrea Metzler, rbb|24 bestätigten.

Allerdings: Auslöser waren vermutlich Qualmwolken von Bodenbränden auf einem Truppenübungsplatz nahe Jüterbog. Hier wüten nach Angaben von Ministerpräsident Woidke erneut Bodenbrände. Wegen der Munition im Boden lassen die Helfer die Flächen aber kontrolliert abbrennen. Laut Ordnungsamt der Stadt Jüterbog (Teltow-Fläming) brannten am Sonntagabend rund 240 Hektar.

Auf dem militärischen Gelände war es bereits Ende Juli zu einem Brand gekommen, wie der Waldbrandschutzbeauftragte, Raimund Engel, sagte. Das Feuer sei neu aufgeflammt - vermutlich, weil sich noch Glut im Waldboden befand. "Wie sich die Situation nun entwickeln wird, ist derzeit ungewiss", teilte das Ordnungsamt mit und verwies auf Wettervorhersagen, wonach es an diesem Montag stärkeren Wind geben könnte.

26.08.2018, Brandenburg, Jüterbog: Dunkle Rauchwolken sind über einem Waldstück bei Jüterbog zu sehen (Quelle: dpa/Christian Pörschmann)

Feuerwehr aus Berlin und Oder-Spree unterstützt

Inzwischen sind zu den Rettungsarbeiten auch Kräfte aus benachbarten Regionen hinzugezogen worden. Am Sonntag unterstützten 126 Feuerwehrleute aus Berlin mit 31 Fahrzeugen. Auch 150 Einsatzkräfte aus dem Land Oder-Spree wurden eingespannt.

 

Feuerwehrleute aus Berlin löschen am 26.08.2018 Brandherde bei Klausdorf (Quelle: ZB/Christian Pörschmann)
Berliner Feuerwehrleute im Einsatz bei Klausdorf | Bild: ZB/Christian Pörschmann

Panzer stoßen auf Panzergranaten

Auch die Bundeswehr beteiligt sich an den Lösch- und Sicherungsarbeiten: So brechen Panzer Schneisen in den Wald, damit die Feuerwehr näher an Glutnester und abgelegene Brandherde herankommt. Nach Angaben der Bundeswehr handelt es sich bei einem der eingesetzten Kettenfahrzeuge um einen Panzer vom Typ "Dachs", der beim Pionierbataillon 803 in Havelberg stationiert ist.

Allerdings bremsen immer wieder Munitionsfunde die Arbeiten aus: So legte ein Panzer der Bundeswehr in der Nacht zu Sonntag panzerbrechende Granaten frei, wie ein Sprecher der Einsatzleitung am Sonntag sagte. 16 Kräfte des Kampfmittelräumdienstes seien im Einsatz gewesen, um die Munitionsreste zu sichern. Gesprengt wurde am Sonntagnachmittag in einem Waldgebiet am Abzweig nach Lindow.

Panzer der Bundeswehr am 26.08.2018 im Einsatz bei Klausdorf. (Quelle: rbb/Stefanie Brockhausen)
Ein Panzer der Bundeswehr hilft, Löschschneisen zu schlagen | Bild: rbb/Stefanie Brockhausen

"Weitere Hinweise" auf Brandstiftung

Während die Löscharbeiten noch laufen, versuchen Kriminalisten zu ermitteln, wie die jüngsten Waldbrände in Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming entstanden sind."Die Polizei ermittelt auf Hochtouren", sagte Woidke am Sonntagabend dem rbb. Die Ermittlungsgruppe sei auf über 20 Personen aufgestockt worden. "Wir werden alles tun, der Täter habhaft zu werden, wenn es denn welche gibt."

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hat bereits mehrfach den Verdacht geäußert, es könne sich um Brandstiftung handeln: Das Feuer sei an mehreren Stellen gleichzeitig ausgebrochen, das lasse diese Vermutung zu, dass das Feuer gelegt wurde. Am Samstag sprach der Innenminister von "weiteren Hinweisen".

Nach dem Brand bei Treuenbrietzen waren noch weitere Brände ausgebrochen: am Freitag bei Jüterbog (Teltow-Fläming) und am Samstag bei Beelitz (Potsdam-Mittelmark).  

Woidke verspricht finanzielle Hilfen

Das größte Feuer bei Treuenbrietzen war am Donnerstag ausgebrochen. Zeitweise standen 400 Hektar in Flammen. Mehr als 500 Menschen aus drei Orten mussten ihre Häuser verlassen. Die Bewohner von Frohnsdorf durften einen Tag später wieder nach Hause, den Einwohnern von Tiefenbrunnen und Klausdorf wurde dies erst zwei Tage später wieder erlaubt.

Über 3.000 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, THW und Bundeswehr waren im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Neben Panzern nutzten sich auch Hubschrauber und Wasserwerfer. Ministerpräsident Woidke sicherte dem Landkreis am Sonntagabend bei den hohen Kosten dafür finanzielle Hilfen zu. "Wir lassen die Kommunen nicht allein", versprach er. Das Land Brandenburg werde dazu auch Gespräche mit dem Bund führen.

Der Waldbrand bei Treuenbrietzen

Kommentar

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249 Kommentare

  1. 249.

    Meine Familie und ich kommen und leben in dieser Region.
    Es ist kein reiner Truppenübungsplatz. Google es einfach. Das ist wie eine Kleinstadt. Da gibt/gab es ein Schienennetz und vieles mehr. Sogar Orte wurden umgesiedelt, z.B. Mehldorf.
    Meine Großeltern und Geschwister (um die 90 Jahre alt) können dir es bestätigen.

    Viel Munition liegt unterirdischen in Lagern vergraben bzw. verschüttet und das seit 1860 (erstmalige Nutzung). Die Nachfolger haben nicht alles geborgen. Im Gegenteil, mit der Zeit wurde es immer mehr. Die Russen haben zwar ab und zu Monition geborgen, aber da liegt zuviel und das Gelände ist riesig. Es hat nichts mit einen "normalen" Wald zutun. Diesen kann man hier in der Region ohne Bedenken betreten und z. B. Pilze suchen.

    Die Behörden wissen was dort los ist. Deshalb darf das Gelände niemand betreten und die Bundeswehr muss mit ihren Panzern anrücken...
    VIELLEICHT WIRD JETZT DAS GELÄNDE GERÄUMT

  2. 248.

    Hier geht es weiter,da ich eben noch nicht fertig war:
    Es gibt Menschen, die gerne im bzw am Wald leben.
    Auch ich gehöre dazu.
    Ich wohne mittlerweile in Hessen, auch hier gibt es sehr viel Wald und ebenfalls auch Dörfer mitten im Wald!
    Sollen die auch abgerissen werden?
    Bei uns in Hessen gibt es große Waldgebiete, die man einfach der Natur überlässt.
    Was würde mit der Natur passieren, wenn man Waldflächen einschränkt oder gar beseitigt, aus Brandschutzgründen?
    Lieber sollten die Menschen sich so verhalten, dass Brände gar nicht erst entstehen können!!!
    Verhaltensregeln gibt es ja schon seit Jahrzehnten ,wir haben das schon in der Schule gelernt.

    Hin und wieder sollte man überlegen, was man so für Kommentare abgibt, vor allem in dieser Situation!
    Also lieber Kevin!erstmal Hirn einschalten, dann kommentieren!

    Das wäre es für heute. Einen schönen Tag noch allerseits. Grüße aus Hessen!

  3. 247.

    Hallo,ich bin gebürtige Potsdamerin und nachdem ich aus der Ferne ständig verfolge, was in meiner Heimat so passiert, dort wo viele Verwandte und Bekannte von mir wohnen ,welche Ängste sie haben usw.....muss ich mich jetzt auch mal zu Wort melden!
    Es gibt hier bei den kommentaren sehr viele Menschen, die dankbar sind für die Hilfe, die von allen Seiten kommt. Die Unterstützung von Bundeswehr, Polizei, Rotes Kreuz ,Johanniter, Privatpersonen usw vor allem deren hervorragende Zusammenarbeit!
    DANKE AN ALLE HELFER!!!!! EGAL OB BERUFLICH ODER
    EHRENAMTLICH ,IHR LEISTET UNTER EXTREMEN BEDINGUNGEN EXTREM TOLLE ARBEIT!!!
    Deshalb kann ich nur mit Kopfschütteln lesen, was hier jemand geschrieben hat!
    Dörfer weg aus den Wäldern??? Und auch die anderen Sätzeseines kommentares kann man nur als geistigen Dünnsch...... und weltfremd einstufen!
    So etwas kann nur jemand fordern, der noch nie einen Spaziergang durch den Wald gemacht hat!

  4. 246.

    Ich bin in Gedanken bei allen Menschen, die von den Bränden betroffen sind und hoffe auf ein glückliches Ende.
    Warum besucht Frau Merkel nicht die Unglücksorte? Aber bei Ihnen gibt es sicherlich kein Erdöl.
    Das Leben auf dem Lande kann sich heute kaum jemand vorstellen. Ich lebe seit meiner Geburt (1952 ) in
    Berlin und weiß trotzdem, dass die Milch nicht aus der Packung, sondern von der Kuh kommt. Ich habe meinen
    Schulweg noch zu Fuß zurück gelebt (4km eie Strecke) und wurde nicht von den Eltern herum kutschiert. Es hat
    mir nicht geschadet und ich war abehärtet. Es war eine andere Zeit aber besser als heute.

  5. 245.

    Vieles ist quatsch was Sie hier vom Stapel lassen. Allerdings wundert es mich wiso die Wälder bis auf wenige Meter an die Grundstücke/Häuser der Dörfer heran reichen dürfen. Zumindesten da sollte Vorsorge getroffen werden, ein Schutzbereich von 100 bis 300 Metern wäre angebracht.

  6. 244.

    warum wird wohl von munition aus dem 2. weltkrieg gesprochen?? ganz einfach, das war alles kampfgebiet und weils welche ist, die da noch liegt, teilweise nur flach vergraben, die entweder wehrmacht oder rote armee dort zurück gelassen hatten.. die wälder wurden doch nie beräumt soweit ich das weiß ... die experten vom munitionsbergungsdienst erkennen auch sofort, was da liegt.. man kann schon von glück reden, das da nicht auch noch antipersonen-minen im boden liegen... ... hier wurde auch von truppenübungsgelände gesprochen. das trifft dort nicht zu. auf den ehemaligen truppenübungsplätzen liegen in der regel auch nicht solche im boden vergrabenen munitions-depots, wie sie beim rückzug im 2. wk zurück gelassen wurden ... ;O) leute ihr habt doch nen kopf zum denken, bevor ihr solche behauptung in die welt loslasst...

  7. 243.

    " keiner kann sich vorstellen wie hier die Feuerwehrleute und die Bundespolizei immer noch kämpfen um für uns unser Zuhause zu schützen. ""
    und die freiwillige Feuerwehr macht das eben freiwillig, ohne Vergütung setzen die sich der unkalkulierbaren Gefahr für Leib u. Leben aus . Der tief empfundene Dank kommt von Herzen , aber die Erleichterung sein Hab u. Gut behalten zu können ist unbezahlbar. Deshalb meine ich, dass diese Menschen eine angemessene Vergütung mehr als verdient haben , insbesondere wenn man bedenkt, wieviele nutzlose Tätigkeiten exorbitant bezahlt werden.

  8. 242.

    " Allerdings bremsen immer wieder Munitionsfunde die Arbeiten aus: " das sind wohl die sog. Altlasten aus dem 2. WK u. womöglich auch Hinterlassenschaften der NVA u. der Sowjets. Wußten die zuständigen Ämter u. Behörden davon ? vermutlich ja. Da diese Munition aber im Waldboden bisher als ungefährlich eingestuft wurde , sind Kampfmittelräumdienste nicht eingesetzt worden ? Uns so gibt es wahrscheinlich etliche Areale , bei denen die Gefahr erst bei solchen Waldbränden akut wird , ähnlich den Bomben etc. auf dem Grund der Ostsee. Wo soll man wie lange suchen ?
    Immer wieder werden bei Erdarbeiten zufällig Fliegerbomben entdeckt , die zum Glück entschärft werden können.
    Die Sonne bringt es an den Tag , hier der Waldbrand.. Die Bereitschaft der Feuerwehren , trotz dieser Gefahren ihr Leben zu riskieren, kann gar nicht hoch genug geschätzt werden

  9. 241.

    Hallo, ich muss doch auch mal einen Kommentar abgeben, obwohl ich das eher selten tue.
    Erst einmal einen riesen großen Dank an alle Helfer und vor allen an die Feuerwehrleute. Wenn es die freiwillige Feuerwehr nicht gäbe würde es sehr traurig in vielen Notsituationen aussehen. Das sind Menschen die aufopferungsvoll helfen, ohne finanziellen Mittel für Ihre Leistung zu erhalten. Es ist eine große Schande, denn dafür sollten unsere Steuergelder ausgegeben werden! Zum Schutz unserer Menschen in solchen Notsitiuationen! Kein Wunder, dass immer weniger Menschen ihre Freizeit opfern wollen und zur FF gehen. Die direkt betroffenen Bürger in Fichtenwalde haben sich bei ihren Feuerwehrleuten bedankt und eine kleine Dankesfeier organisiert. Ob der Bürgermeister von FW sich mit dran beteiligt hat, davon hab ich nichts gehört, wär mal interessant zu erfahren.
    Also ziehen wir unseren Hut und bedanken uns bei allen Helfern!!!!!!!

  10. 240.

    Ich wohne ca. 3km von Klausdorf entfernt, dass ja evakuiert werden musste!
    Hiermit Danke ich allen Helfern, den FFW´s. dem THW, der Polizei und auch der Bundeswehr! Wir haben hier jede Hilfe gebraucht und gemeinsam haben es die Loschkräfte geschafft den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Was macht einen Einsatz der BW sinvoller als das Leben und das Eigentum der Bürger zu schützen? Danke nochmal an alle Einsatzkräfte die unermüdlich gegen das Feuer gekämpft haben!
    Danke Mike

  11. 239.

    Hallöchen,erst mal den größten Dank an alle Feuerwehrleute die hier für unser Hab und Gut kämpften und immer noch kämpfen. Ich versteh die Großstädter nicht die sich hier profilieren müssen mit Meinungen wie warum muss es Dörfer im Wald geben. Diese fahren hier nämlich jedes Wochenende zu uns ins Grüne. Desweiteren gibt es unsere Dörfer seit mehreren 100 Jahren ,z.B. Bardenitz und Klausdorf seit über 850 Jahren. Ich bin Klausdorfer, ich musste innerhalb von 5 Minuten unser Haus verlassen und das Wünsche ich keinem. DREI TAGE IN ANGST!!!!! und keiner konnte Dir wirklich eine genaue Antwort geben. Wir sind jetzt seid Heute Vormittag im Dorf zurück und keiner kann sich vorstellen wie hier die Feuerwehrleute und die Bundespolizei immer noch kämpfen um für uns unser Zuhause zu schützen.

  12. 238.

    Antwort an Nachdenker:
    Wer so wenig Ahnung von der Organisation unseres/seines Staates hat, sollte besser schweigen! Das Grundgesetz regelt u.a. die Amtshilfe von Behörden untereinander (Quelle GG Art 35). Vom Einsatz bewaffneter Kräfte ist bei diesem Waldbrand nicht die Rede, sondern von (Lösch-)Hubschraubern, Kräften der Bundeswehrfeuerwehr und Pionierpanzer.
    KEIN Offizier- oder Unteroffizier, kein Mannschaftsdienstgrad würde mit Artillerie auf eine Demonstration schießen.
    Aber wer Stimmung machen will, der darf auch Blödsinn posten.

  13. 237.

    Da reist jemand den Mund auf der wahrscheinlich mitten in der Stadt lebt. Die Dörfer lagen bei der Gründung keines Wegs im Wald. Dieser wurde aufgeforstet weit nachdem es die Siedlungen gab und da werden die Bewohner nicht um Erlaubnis gebeten das ist Ländersache.Die Bergung der kampfmittel ist sache des Bundes. Meine Familie lebt seit über 50 Jahren in einem der Dörfer und NIE hat es dort einen solchen Brand gegeben. Hätte, würde und könnte hilft keinem der evakuiert werden musste und nicht wusste ob und wann er zurück nach Hause kann. Und der Verdachtsmoment der Brandstiftung wird schließlich immer wahrscheinlicher. WIR sind froh, dass es Leute gibt die helfen.

  14. 236.

    Danke für die Belehrung aus Berlin! Sind sie schon mal auf die Idee gekommen, dass viele Menschen lieber den ländlichen Raum weiterentwickelt sehen würden, als anonyme Großstädte weiter ins Umland wabern zu lassen, in denen es den Menschen nur um ihren eigenen Mist geht(und um unsere Waldbrände, ausgelöst durch die Berliner Geschichte von 33-45)?? Das nicht jeder Lebensqualität aus einer vollverpflasterten Straße und angrenzend Hochhäuserzeilen mit ein paar jämmerlich, kranken Stadtbäumen zieht? Ich nehme an, sie sind der Ansicht, dass ihr Wasser aus dem Wasserhahn kommt, dem Bäcker jeden Morgen der Brotteig aus dem Tiegelchen entgegen quillt, der Wildgulasch von der Straße kommt?! Präventiv wäre es, wenn dem Menschen wieder gesunder Verstand wächst und nicht aus einer Position, die ihm nicht zusteht, Blödsinn zum Lebenplan anderer postet. Bis jetzt schaffen wir es uns zu retten.

  15. 235.

    Tatsächlich handelt es sich hier um Amtshilfe gemäß Art. 35 Absatz 1 und 2 GG, nach dem die Bundeswehr zur technischen Hilfeleistung herangezogen werden darf. Hierbei nimmt sie jedoch keine hoheitlichen Aufgaben war. Auch die anderen Einsatzmöglichkeiten sind gesetzlich sehr strikt geregelt und werden es auch bleiben.
    Alle Einsätze der Bundeswehr unterliegen stets dem Rahmen der Verhältnismäßigkeit und der rechtlichen Verantwortung. Ich kann sie also beruhigen, kein Offizier würde den Einsatz schwerer Artillerie bei einer Demonstration zulassen, da ein solcher Befehl eine Straftat darstellen würde.

    Mit freundlichen Grüßen,
    ein Soldat.

  16. 234.

    "Fast ganz Brandenburg besteht aus Wäldern und kleinen Dörfern und überall wurden die riesigen Truppenübungsgände nicht geräumt." Genau wegen diesem Problem sollte man im Voraus planen und nicht die Natur sich selbst überlassen. Man kann diese Truppenübungsplätze eh nicht räumen, aber was man machen kann, ist Brandenburg baurechtlich so zu planen, dass die Brandgefahr für Wohnhäuser gering gehalten wird. Wenn man das machen will, dann sind m.E. kleine Siedlungen mitten in Wäldern am meisten gefährdet. Aber auch zB Postdam ist umgeben von Wald. Wie die Feuerwehr einen Waldbrand nahe Postdam rechtzeitig managen will ist mir ein Rätsel. Von daher mache ich mir schon Gedanken. Bei kleineren Dörfern mitten im Wald ist die Gefahr ja ungemein größer und ich finde man muss präventiv aktiv werden. Wenn Sie die ständige Waldbrandgefahr und die unmittelbare Nähe zum Wald als prickelnd empfinden, dann bitte sehr. Aber die Retter müssen dann ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen um Ihres zu retten.

  17. 233.

    Wir bitten Sie (und auch andere Kommentierende) darum, sich an unsere Netiquette zu halten: Die Veröffentlichung von privaten Anschriften, E-Mail-Adressen und Telefonnummern sind nicht erlaubt.

    https://www.rbb24.de/hilfe/hilfe___kommentarfunktion.html

  18. 232.

    Es ist doch in so einer ernsten Situation wirklich unangebracht daß Leute die nicht mal die Kraft haben ihre volle Anschrift zu nennen wenn sie unangebrachte ,dümmliche ,nicht von Verantwotung getragene Vorschläge machen. Haben die denn Angst sich evtl. mit den Straßennachbarn oder Arbeitskollegen die klüger urteilen als sie sachlich darüber zu unterhalten ? Oder Brauchen die das nur um sich selber zu beweisen-wie klug sie sind ?? Ich meine wer die sachliche Auseinandersetzung sucht wird sich bestimmt nicht in der Anonymität verstecken.. Wilfried Lucke 02788 Schlegel

  19. 231.

    Für alle nochmal, die Dörfer sind im Wald, ja. Sie liegen aber an einer Bundesstraße. 10 km Luftlinie sind 3 Städte entfernt und die Autobahn ist auch ganz in der Nähe.
    Warum sollen die kleinen Dörfer weg? Die Städte und alle anderen Dörfer waren genauso in Gefahr. Soll die auch weg?

    Zumal die meisten hier Berliner sind und ihr doch dort die überteuerten Grundstücke kauft und soviel baut, dass die kleiner Dörfer immer größer werden und zusammen wachsen und dann werden sie offiziell zu Städten.

    Wollt ihr dann diese Städte auch abbrennen lassen? Ab wieviel Einwohner darf eurer Meinung nach ein Ort existieren?

  20. 230.

    Was willst du machen? Fast ganz Brandenburg besteht aus Wäldern und kleinen Dörfern und überall wurden die riesigen Truppenübungsgände nicht geräumt.

    Die Dörfer liegen um Wald, sie sind aber auch an einer Bundesstraße. Luftlinie sind 10 km 3 Städte entfernt und ja die Autobahn ist auch nur ein Katzensprung entfernt.
    Soll das alles wegbringen?

    Aber mach dir keine Sorgen, als Berliner, wenn es in Brandenburg brennt und keiner löscht, dann ist Berlin auch weg oder wie will du so riesige Feuer kontrolliert abbrennen lassen.
    Zudem zverkaufen wir euch Berlin unser Land zu überteuerten Preisen und unsere Dörfer werden immer größer, sodass aus 5 kleinen Dörfer 1 Dorf wird und danach eine Stadt.

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