Sonnenschein im Mauerpark (Quelle: dpa/Kriemann)
Bild: dpa/Kriemann

Sommer-Bilanz des Wetterdienstes - Berlin und Brandenburg sind die heißesten Bundesländer

Dass der Sommer 2018 extrem heiß war, hat wohl jeder mitbekommen. Die Bilanz des Deutschen Wetterdienstes zeigt jetzt: In Berlin und Brandenburg war es bundesweit im Schnitt am wärmsten.

Der Sommer 2018 war nirgendwo in Deutschland so warm wie in Berlin und Brandenburg. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes lag die Durchschnittstemperatur in den drei Monaten zwischen Juni und August in der Hauptstadt bei 20,8 Grad, in Brandenburg bei 20,3 Grad. Der bundesweite Durchschnitt lag bei 19,3 Grad.

Die Durchschnittstemperaturen bedeuteten regionale Rekorde für die beiden Bundesländer. In Berlin regnete es mit 110 Litern nur unwesentlich mehr als in Brandenburg (105 Liter).

Keine neuen Rekorde für 2018

Bernburg an der Saale war der heißeste Ort Deutschlands: In der Stadt in Sachsen-Anhalt herrschten an zwölf Tagen Temperaturen von mehr als 35 Grad. Am 31. Juli wurde dort mit 39,5 Grad der höchste Wert des gesamten Sommers überhaupt gemessen, wie der DWD mitteilte.

Das kühlste Land war Schleswig-Holstein mit einer Mitteltemperatur von 18,4 Grad, in Bayern regnete es mit 210 Litern pro Quadratmeter in diesem Sommer mit Abstand am meisten. Mit nur rund 65 Litern Niederschlag pro Quadratmeter wurden in Sachsen-Anhalt landesspezifische Rekorde aufgestellt.

Zweitheißester Sommer seit 1881

Der DWD bilanzierte für den deutschen Sommer 2018 extreme Wärme und Trockenheit, aber keinen neuen Rekord. Der Sommer war demnach zweitheißeste und zweitrockenste seit Beginn regelmäßiger Wettermessungen in Deutschland im Jahr 1881.

Durchschnittstemperaturen sowie Niederschlagsmengen hätten deutlich über beziehungsweise unter den langjährigen Mittelwerten gelegen.

Nur 1911 war es noch trockener

Der Sommer des Jahres 2003 war mit durchschnittlich 19,7 Grad jedoch noch wärmer. Von Ende Juli bis fast Ende August lag Deutschland nach Angaben der Meteorologen durchgängig im Einflussbereich von Heißluft, die aus Südeuropa kam.

Mit 130 Litern Niederschlag pro Quadratmeter registrierten die etwa 2.000 Messstationen des DWD darüber hinaus nur etwa die Hälfte des im langjährigen Mittel üblichen Solls. Lediglich der Sommer 1911 war mit 124 Litern noch trockener. Vor allem in der Mitte, im Osten und im Norden Deutschlands habe dabei "katastrophale Dürre" geherrscht.

 

Sendung: Inforadio, 30.08.2018, 15 Uhr

Kommentar

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5 Kommentare

  1. 5.

    "Ende des Jahres folgt in der überregionalen Presse wieder die Schlagzeile, dass der Sommer zu kühl und zu nass war."
    Nein, solche Schlagzeilen wird es nicht geben. Dieser Sommer war nicht nur in Berlin/Brandenburg extrem heiß und extrem trocken, sondern in ganz Deutschland! Daran ändern auch die lokalen Schauer irgendwo in Bayern nix.

  2. 4.

    Na dann holzt mal weiter ab für den Wohnungs- und Bürogebäudebau in Berlin und den anderen Städten. Versiegelt immer mehr Flächen für die angeblich, ach so wenigen Wohnungen da Berlin beispielsweise ja wachsen muss.
    Fliegt immer mehr billig und viel, fahrt und kauft immer größere Autos, nutzt zu jeder Zeit die Klimaanlage, weil das Wetter da draußen ja so arg schlimm ist. Macht weiter so, die Weissagung der Cree wird bald verwirklicht. Danke Menschheit, danke an die Wirtschaftsbosse und ein Danke an die blinden Politiker, die der Lobby Untertan sind,.

  3. 3.

    Die Rede ist immer von Sommer. Hier beziehen sich die Messungen aber lediglich auf die drei Monate in der Zeit von Juni bis August/September. Es war aber hier in Brandenburg schon seit April durchgehend heiß und trocken. Man sollte die Messungen mal auf das gesamte Sommerhalbjahr, also von März bis September in Relation setzen. Mich würde interessieren, wie die Wertung von 2018 in der Historie dann aussähe.

  4. 2.

    Nix Neues für die, die hier wohnen! Ende des Jahres folgt in der überregionalen Presse wieder die Schlagzeile, dass der Sommer zu kühl und zu nass war. Weil die Riesen-Bundesländer Bayern und Co. mit den Unwettern und Niederschlägen oder die Küsten/Helgoland mit ihren niedrigen Temperaturen mit einbezogen werden. Wen kratzt da noch Brandenburg?

  5. 1.

    "Vor allem in der Mitte, im Osten und im Norden Deutschlands habe dabei "katastrophale Dürre" geherrscht."
    Nein, nicht in der Vergangenheit, sondern herrscht IMMER NOCH. Und da wird meiner Meinung nach zu wenig für's Grün unternommen: es sollte mehr gewässert werden, wo immer es möglich ist. Sonst fehlt uns im nächsten Jahr so manchen schattiges Plätzchen.

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